Kaub am Rhein

Fragekatalog Legionellen

Kleines Mädchen vor Wasserbrunnen

Wer beantworten Ihre Fragen zu den Legionellen!

Die im Fragekatalog aufgeführten Fragen und Antworten zum Thema Legionellen dienen lediglich  als Orientierung für Betreiber und betroffene Verbraucher.

Bitte wenden Sie sich an Ihr Gesundheitsamt für eine rechtlich verbindliche Aussage.

Weiterhin steht Ihnen bei Fragen Corina Endres zur Verfügung:

Corina Endres
Tel.: 0261 402-61228
Corina.Endres@evm.de

  • Was sind Legionellen?
    Legionellen sind aerobe, bewegliche, stäbchenförmige, Wärme liebende Bakterien. Sie sind in jedem Süßwasser nachweisbar. Ihr Vermehrungsoptimum liegt zwischen 25°C und 45°C und damit im Temperaturbereich, in denen noch heute viele Warmwasserversorgungsanlagen betrieben werden.
  • Warum sind Untersuchungen auf Legionellen notwendig?
    Legionellen können über das Trinkwasser in die Hausinstallation eingetragen werden. In falsch erstellt und betriebenen Trinkwassersystemen vermehren sich Legionellen besonders dann, wenn Wasser über längere Zeit in Leitungen bei Temperaturen zwischen 25°C und 45°C stagniert. Dies ist der Fall bei leer stehenden Mietwohnungen, selten oder gar nicht genutzten Endleitungen. Hier kann das Trinkwassersystem im gesamten Haus mit Legionellen kontaminiert werden, so dass sie sich dort bis zu extremen Keimzahlen vermehren können. Werden Legionellen z.B. beim Duschen aus der Hausinstallation ausgetragen, über den Aerosoltransport eingeatmet, können sie schwere Lungenentzündungen auslösen. Bisher galt eine Untersuchungspflicht nur für alle öffentlich genutzten Gebäude. Die geänderte Trinkwasserversordnung (TVO) erweitert daher die Untersuchungspflicht auf Miethäuser und andere gewerblich genutzte Gebäude.
  • Für welche Trinkwasseranlagen gelten die Änderungen? Wer ist davon betroffen?

    Betroffen sind Unternehmer, wie z.B. gewerbliche Vermieter oder sonstige Inhaber eine Trinkwasserinstallation: die eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung betreiben, die Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgeben, die Duschen oder ähnliche Einrichtungen vorhalten in denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt.

    Unabhängig vom Vorhandensein einer Großanlage ist nach TVO jeder Betreiber von Wasserversorgungsanlagen (auch von Trinkwasser-Installationen in Gebäuden) dafür verantwortlich, dass keine Krankheitserreger in schädigenden Konzentrationen durch das Trinkwasser verteilt werden (§4 TrinkwV 2001).

  • Was umfasst das DVGW-Arbeitsblatt W 551?
    Die DVGW-Arbeitsblätter W 551 und W 552 wurden überarbeitet und zusammenfasst und in einem Arbeitsblatt mit dem Titel “Technische Regeln Arbeitsblatt W 551- Trinkwassererwärmungs- und Trinkwasserleitungsanlagen, technische Maßnahmen zur Verminderung des Legionellenwachtums, Planung, Errichtung, Betrieb und Sanierung von Trinkwasser-Installationen“ herausgegeben.
  • Wie wird nach dem DVGW-Arbeitsblatt W 551 eine Groß- und Kleinanlage definiert?
    Teil der Definition von Klein- und Großanlagen im DVGW-Arbeitsblatt W 551 ist die sogenannte 3-Liter Regel:

    Kleinanlagen sind im DVGW-Arbeitsblatt W 551 definiert als Speicher-Trinkwassererwärmer und zentrale Durchfluss-Trinkwassererwärmer in:

    • Ein- und Zweifamilienhäusern-unabhängig vom Inhalt des Trinkwassererwärmers und den Inhalt der Rohrleitung.
    • Anlagen mit Trinkwassererwärmer mit einem Inhalt kleiner oder gleich 400 Liter und einem Inhalt kleiner oder gleich drei Liter in jeder Rohrleitung zwischen Abgang Trinkwassererwärmer und Entnahmestelle. Dabei wird die eventuelle Zirkulation nicht berücksichtigt. (Die Definition einer Zirkulationsleitung lt. DVGW kann unter DIN 1988 Teil 1 und DIN EN 806-1 nachgelesen werden).

    Großanlagen sind Speicher-Trinkwassererwärmer und zentrale Durchfluss-Trinkwassererwärmer gemäß der technischen Regel des DVGW W 551 z.B. in:

    • Wohngebäuden,
    • Hotels,
    • Altenheime,
    • Krankenhäuser,
    • Bäder,
    • Sport- und Industrieanlagen,
    • Campingplätze,
    • Schwimmbäder,
    • Anlagen mit Trinkwassererwärmer und einem Inhalt größer als 400 Liter.
    • Und/oder Anlagen mit Trinkwassererwärmer bei denen sich zwischen Trinkwassererwärmer und der entferntesten Trinkwasserentnahmestelle drei oder mehr Liter Trinkwasser in der Rohrleitung befinden.

    Eine gewerbliche Tätigkeit ist nach § 3 Abs. 10 TrinkwV eine zielgerichtete Trinkwasserbereit-stellung (Warmwassererzeugung und - Verteilung) im Rahmen einer selbstständigen regel-mäßigen und Gewinnerzielungsabsicht ausgeübter Tätigkeit. Unter diese Definition fallen Mehrfamilien- und Mietshäuser mit Großanagen.

    Nicht unter diese Definition fallen Eigenheim, Ein- und Zweifamilienhäuser.

  • Was ist zu tun?
    Anzeige einer Großanlage zur Trinkwassererwärmung. Unternehmer, wie z.B. gewerbliche Vermieter oder sonstige Inhaber einer Trinkwasser-installation haben zu prüfen, ob für die Trinkwasserinstallation eine Untersuchungspflicht auf Legionellen nach vorgenannten Kriterien besteht. Befinden sich im Trinkwassersystem Trinkwassererwärmer mit einem Speichervolumen von mehr als 400 Liter und/oder, in den Rohrleitungen zwischen Trinkwassererwärmer und entferntester Trinkwasserentnahmestelle drei oder mehr Liter Wasser, was auf nahezu alle Mehrfamilienhäuser mit zentraler Trink-wassererwärmung zutrifft, so handelt es sich um eine Großanlage. In diesem Fall sind Sie verpflichtet, den Bestand dieser Anlage dem zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen. Dies gilt auch wenn Sie nur Eigentümer der Trinkwasserinstallation sind.
  • Untersuchung einer Großanlage zur Trinkwassererwärmung auf Legionellen. Wie oft muss untersucht werden?
    Unternehmer, wie z.B. gewerbliche Vermieter oder sonstige Inhaber einer Großanlage zur Trinkwassererwärmung müssen das Trinkwasser gemäß § 14 der neuen TrinkwV mindestens einmal jährlich durch ein zertifiziertes Labor auf Legionellen testen lassen.
  • Wer darf untersuchen?
    Eine Liste zertifizierten Untersuchungsstellen, die ihren Sitz in Rheinland-Pfalz haben, finden Sie auf der Internetseite des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz, www.lua.rlp.de. Dort unter Downloads für Trink- und Badewasser.
  • Wie hat die Untersuchung zu erfolgen?

    Die Untersuchung hat nach dem DVGW Arbeitsblatt W 551 zu erfolgen. Im ersten Schritt ist die Anzahl der erforderlichen Proben so zu wählen, dass jeder Steigstrang erfasst wird.

    Zusätzlich ist eine Probe am Austritt des Trinkwassererwärmers (Warmwasserleitung) und eine Probe am Eintritt in den Trinkwassererwärmer (Zirkulationsleitung) zu nehmen. Falls weitergehende Untersuchungen erforderlich sind, richtet sich die Anzahl der Proben nach Größe, Ausdehnung und Verzweigung des Systems. Zu den Proben an jedem Steigstrang ist es angebracht, in einzelnen Stockwerksleitungen (die Hinweise auf mögliche Kontamination bieten) zusätzliche Proben zu entnehmen. Weiterhin sind Proben aus Leitungsteilen, die stagnierendes Wasser führen, zu entnehmen.

  • Welche Vorrausetzungen sind für die Untersuchung zu erfüllen?
    Unternehmer, wie z.B. gewerbliche Vermieter oder sonstige Inhaber einer Großanlage zur Trinkwassererwärmung haben gemäß § 14 Abs. 3 TrinkwV sicherzustellen, dass geeignete Probenahmestellen vorhanden sind. 
  • Was muss getan werden, wenn der technische Maßnahmenwert überschritten ist?

    Bei Überschreiten des technischen Maßnahmenwertes ist der Betreiber verpflichtet, unverzüglich dem Gesundheitsamt Meldung zu machen. Außerdem hat er unverzüglich Untersuchungen zur Aufklärung der Ursachen durchzuführen oder durchführen zu lassen.

    Informations- und Anzeigepflichten:
    Über die ergriffenen Maßnahmen hat der Betreiber das Gesundheitsamt unverzüglich zu unterrichten. Die betroffenen Verbraucher sind durch den Betreiber unverzüglich über das Ergebnis der Gefährdungsanalyse und sich möglicherweise daraus ergebende Einschränkungen der Verwendung des Trinkwassers zu informieren.

    Aufzeichnungspflichten:
    Die Maßnahmen sind zu dokumentieren und die Aufzeichnungen sind vom Betreiber nach dem Abschluss der erforderlichen Maßnahmen zehn Jahre lang verfügbar zu halten und dem Gesundheitsamt auf Anforderung vorzulegen.

  • Wer muss die Untersuchung beauftragen?
    Als Unternehmer oder sonstiger Inhaber einer Großanlage zur Trinkwassererwärmung sind Sie verpflichtet, diese Untersuchung, ohne Aufforderung durch das Gesundheitsamt, zu beauftragen.
  • Bis wann muss untersucht werden? Wer muss über die Ergebnisse informiert werden?

    Die Untersuchungsergebnisse müssen bis spätestens 31.12.2014 dem Gesundheitsamt vorliegen. Sie müssen nach Abschluss der Untersuchung binnen zwei Wochen dem zuständigen gemeldet werden. Bei Überschreitung des Grenzwertes muss eine unverzügliche Meldung an das Gesundheitsamt erfolgen.

Kundenzentren der evm
evm in Bad Neuenahr-Ahrweiler

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Ringener Straße 25
Telefon: 02641 972-0


evm in Bendorf

56170 Bendorf
Engerser Straße 5
Telefon: 02622 126-0


evm in Cochem

56812 Cochem
Briederweg 25
Telefon: 02671 6007-0


evm in Dierdorf

56269 Dierdorf
Neuwieder Straße 30 a
Telefon: 02689 95899-0


evm in Gerolstein

54568 Gerolstein
Im Rondell
Telefon: 06591 94942-0

evm in Höhr-Grenzhausen

56203 Höhr-Grenzhausen
Am Alten Bahnhof 2
Telefon: 02624 9101-0


evm in Koblenz

56068 Koblenz
Schloßstraße 42
Telefon: 0261 402-71962


evm in Lahnstein

56112 Lahnstein
Wilhelmstraße 27
Telefon: 02621 9207-0


evm in Linz am Rhein

53545 Linz am Rhein
Petrus-Sinzig-Straße 5
Telefon: 02644 9615-0


evm in Montabaur

56410 Montabaur
Steinweg 40
Telefon: 02602 950980-0

evm in Remagen

53424 Remagen
Platz an der Alten Post 2
Telefon: 02642 9958-0


evm in Mayen

56727 Mayen
Kehriger Straße 8 – 10
Telefon: 02651 9868-0


evm in Westerburg

56457 Westerburg
Am Neumarkt 2
Telefon: 02663 9151-0


evm in Sinzig

53489 Sinzig
Kirchplatz 7
Telefon: 02642 9795-0


Energieversorgung Mittelrhein AG | Ludwig-Erhard-Straße 8 | 56073 Koblenz  | Kontakt
Unsere Webseite verwendet Cookies. Informationen zu den verwendeten Cookies und weitere datenschutzrechtliche Hinweise finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.
Akzeptieren