Akzeptanz der Energiewende steigt

Der Klimaschutz gewinnt im nördlichen Rheinland-Pfalz immer mehr Unterstützer: Im Rahmen einer großangelegten Bürgerumfrage hat die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer erklärt, dass sie die Energiewende für eine gute Sache hält. Und sie lassen diesen Worten auch Taten folgen: 91 % der Teilnehmer reduzieren aktiv ihren Stromverbrauch, 91 % sparen Heizungswärme, 56 % setzen auf Ökostrom und 26 % planen konkret, in eine energieeffiziente Heizungsanlage zu investieren.

Teilnehmer aus 10 Landkreisen im nördlichen Rheinland-Pfalz

Der Regionale Energiewende-Kompass wurde von der Forschungsgruppe Lebensqualität der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität gemeinsam mit der Energiewende-Index GmbH im Auftrag der Energieversorgung Mittelrhein (evm) erstellt. Insgesamt 4.331 Menschen aus 10 Landkreisen im nördlichen Rheinland-Pfalz beteiligten sich daran und gaben an, wie sie zu diversen Themen rund um die Energiewende stehen. „Wir wollten herausfinden, wie die Bürger vor Ort die Energiezukunft sehen und wie groß ihr Gestaltungswille ist“, erläutert evm-Vorstandsvorsitzender Josef Rönz. Konkret stammen die Teilnehmer aus den Landkreisen Ahrweiler, Altenkirchen, Cochem-Zell, Bitburg-Prüm, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn, Vulkaneifel, Westerwald sowie der Stadt Koblenz.


Untersuchungsgebiet


Unsere Region ist überzeugt von der Energiewende

Im Vergleich zur ersten Umfrage 2017 sind die Bürger heute nach wie vor vom Nutzen der Energiewende überzeugt. Auf einer Skala von 1 (stimme überhaupt nicht zu) bis 7 (stimme voll und ganz zu) ist die Akzeptanz bundesweit von 5,7 auf 5,4 gesunken. In den 10 Landkreisen des evm-Versorgungsgebietes blieb sie hingegen konstant bei einem Wert von 5,7. Immerhin 12% der Befragten engagieren sich ehrenamtlich für die Themen Umwelt und erneuerbare Energien.

Erneuerbare Energien hoch angesehen

Auch die erneuerbaren Energien werden immer beliebter. Die meisten Teilnehmer sind der Meinung, dass weiterhin in erneuerbare Energien investiert werden sollte. In unserer Region liegt der Durchschnitt bei 5,9, während in Rheinland-Pfalz die Zustimmungsrate nur 5,6 beträgt. Besonders bei Solaranlagen ist die Zustimmung hoch, diese auch im eigenen Gemeindegebiet zu erbauen. Rund 50 % der Teilnehmer wünschen sich künftig eine höhere finanzielle Förderung der Energiewende.

Neben der Energieversorgung spielt auch das Thema E-Mobilität in Zukunft eine wichtige Rolle. Rund 61 % der Befragten sehen in Elektromobilität einen entscheidenden Faktor für eine klimafreundliche Zukunft. 

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Akzeptanz der Energiewende
Bundesweit und in Rheinland-Pfalz nimmt die Akzeptanz der Energiewende gegenüber ab. Im evm-Untersuchungsgebiet bleibt sie hingegen konstant.


Großes Interesse an Solaranlagen

Die Bürger in den Landkreisen und der Stadt Koblenz wollen auch selbst aktiv werden und die Energiewende voranbringen. In den vergangenen Jahren investierten immer mehr Menschen in Photovoltaikanlagen. Während 2017 noch 13 % der Teilnehmer eine Solaranlage planten, sind es 2020 bereits 23 %. Mit diesen Zahlen liegt die Region deutlich über dem deutschlandweiten Ergebnis.

„Das große Interesse an der Eigenproduktion von Strom durch eine Solaranlage, zeigt auch die steigende Nachfrage an unserem Paket-Energiedach“, berichtet evm-Unternehmenssprecher Christian Schröder. Interessenten können durch das Paket-Energiedach eine Solaranlage mieten, ohne eine hohe Investitionssumme aufbringen zu müssen. 

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91 % sparen Heizungswärme

Nicht nur Energieerzeugung spielt bei den Befragten eine Rolle, sondern auch das Energiesparen.  91 % sparen Heizungswärme, für 26 % der Teilnehmer steht die Planung einer energieeffizienten Heizungsanlage auf der Agenda. Das spart nicht nur CO2, sondern schont auch den Geldbeutel. Denn eine neue Erdgas-Brennwertheizung kann, im Vergleich zur Ölheizung, bis zu 15-20 % Energie einsparen. 

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Anschaffung einer energieeffizienten Heizung
Im Vergleich zu 2017 planen immer mehr Menschen, eine energieeffiziente Heizung anzuschaffen. 


Innovationscharakter durch Smart City

Neu bei der Befragung war das Thema Smart City. Wir wollten herausfinden, wie die Menschen in der Region zu Smart-City-Projekten stehen. Die Resonanz zu dem Thema war durchweg positiv. Besonders die Handlungsfelder Gesundheitsversorgung, Mobilität und Transport sowie Energie gelten als interessant bei den Befragten. 37% der Befragten sehen in Smart-City-Angeboten eine gute Möglichkeit, um Landflucht zu vermeiden. Es entstehen dadurch interessante Möglichkeiten und Chancen für den ländlichen Raum. Auch wir engagieren uns hier und stehen Kommunen mit unserem Know-how zur Seite. Eines der Smart-City-Projekte befindet sich in Koblenz. In der Löhrstraße werden unterschiedliche Anwendungsfelder miteinander kombiniert, wie z. B. Parkraumüberwachung, Ladesäulen für E-Autos oder Feuchtigkeits- und Glättesensoren. Weitere Infos dazu findest Du hier.

Was ist der Energiewende-Kompass?

Der Energiewende-Kompass wurde von der Forschungsgruppe Lebensqualität der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität gemeinsam mit der Energiewende-Index GmbH im Auftrag der evm erstellt. Mithilfe des Energiewende-Kompasses wird der Stand der Energiewende in der Region erhoben. Der Fortschritt auf kommunaler Ebene spielt dabei eine wichtige Rolle. „Die Energiewende lässt sich nicht von oben verordnen, sondern nur von unten gestalten“, kommentiert Josef Rönz von der evm. Die Online-Bürgerumfrage gibt dabei Auskunft über das Meinungsbild und den Mitsprachewunsch der Bürger. Die daraus resultierenden Ergebnisse stellen eine wichtige Grundlage für künftiges Handeln dar. Der regionale Energiewende-Kompass misst einerseits die Energiewende-Infrastruktur und die Senkung des jährlichen CO2 -Ausstoß, andererseits wird durch die Umfrage der Bürger deren Haltung zur Energiewende und der empfundenen Lebensqualität in der Region abgefragt.


Weitere Informationen zum regionalen Energiewende-Kompass findest Du hier.