Schritt für Schritt zur eigenen Wallbox

Welche Wallbox ist die richtige für mich?

Zunächst solltest Du Dir eine passende Wallbox aussuchen. Die Unterschiede bei Wallboxen für Nutzerinnen und Nutzer bestehen hauptsächlich in der Ladeleistung, dem Ladeverhalten und dem Bedienkomfort.

Welche Ladeleistung Deine Wallbox haben soll, ist stark von Deinem E-Auto abhängig. Es ist entscheidend, wie viel die Batterie Deines E-Autos fasst und wie viel Ladeleistung durch den On-Board-Lader Deines Fahrzeugs geladen werden kann.

Außerdem solltest Du Dir Gedanken darüber machen, welche weiteren Anforderungen deine Wallbox zu erfüllen hat: Reicht es, wenn Du Dein Auto über Nacht lädst oder soll Dein E-Auto innerhalb weniger Minuten voll laden? Möchtest Du zwei E-Autos an die Wallbox anschließen und benötigst deswegen zwei Ladepunkte? Hast Du eine PV-Anlage auf Deinem Dach und möchtest diese mit der Wallbox verbinden? Sei Dir vor einem Kauf klar, welche Funktionen Deine Wallbox abdecken soll und orientiere Dich bei Deiner Kaufentscheidung daran. 

 Unser Blogartikel „Welche Wallbox ist die Richtige?“ versorgt Dich mit all dem nötigen Wissen, damit Du die passende Wallbox für Deine Bedürfnisse findest.

E-Check: Elektrik überprüfen

Beim Laden eines E-Autos fließt über Stunden hinweg eine Menge Strom durch Deine Elektroinstallation. Diese Dauerbelastung kann bei lockeren Klemmstellen oder Kabelfehlern im schlimmsten Fall zu Bränden führen.  Bei einem E-Check wird deswegen geprüft, ob sich der bestehende Hausanschluss in einem sicheren Zustand befindet, oder ob eventuell nachgerüstet werden muss.

 Bei einem E-Check wird vom Hausanschlusskasten über den Zählerschrank und die Unterverteilung bis zur Wallbox einschließlich Typ2-Ladekabel alles genaustens unter die Lupe genommen. Mit umfangreichen Prüfmessungen werden Problemstellen aufgespürt, bevor etwas passieren kann.

Bei der Bestellung Deiner Wallbox kannst Du bei der evm einen E-Check optional dazu buchen. Ein Fachpartner der evm prüft die Voraussetzungen bei Dir zu Hause und erstellt daraufhin ein verbindliches Angebot für die Montage. Innerhalb von 4 Wochen erfolgt dann die Installation der Wallbox.

Was kostet eine Ladestation für zu Hause?

Die Kosten für eine E-Ladestation liegen, je nach Bedarf und Variante, zwischen 400 und 1.800 Euro. Einfache E-Ladestationen ohne Komfort und mit kleiner Leistung kriegt man meist schon für einen kleinen Preis. Intelligente Ladestationen mit App-Anbindung und Steuerung können dagegen teurer ausfallen. 

Unsere aktuellen Wallbox-Angebote findest Du hier: evm.de/emobil

 Wie hoch die Kosten für eine Wallbox Installation ausfallen, ist von Deiner Hauselektrik abhängig. Um einen groben Eindruck davon zu erhalten, kannst Du unseren Installationsrechner nutzen. 

Was muss ich beachten, wenn ich eine Wallbox selbst installieren möchte?

Die Installation einer Wallbox ist äußerst kompliziert und sollte von einem Profi übernommen werden. Bei nicht sachgerechter Ausführung bestehen ernsthafte Gefahren für die eigene Gesundheit. Dazu droht im Schadensfall Ärger mit der Versicherung.

Schau Dir unseren Blogartikel zu den technischen Voraussetzungen einer Wallbox-Installation an, um einen Einblick zu erhalten, auf was alles geachtet werden muss. 

Wann muss eine Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden?

Du musst Deine Wallbox bei einer Leistung von mehr als 3,7 kW beim Netzbetreiber anmelden. Eine Genehmigungspflicht besteht aber erst ab einer Ladeleistung von mehr als 11 kW.

Die Wallbox-Anmeldung dient der allgemeinen Sicherheit. Nur mit dem Wissen, dass in Deiner Straße eine Wallbox dazu gekommen ist, kann der Netzbetreiber eine Überlastung der lokalen Stromnetze vermeiden und gegebenenfalls mittelfristig den Ausbau des Verteilnetzes optimal planen.

Wie melde ich meine Wallbox an?

Die evm bietet die Anmeldung und Genehmigung der Wallbox beim Netzbetreiber als Serviceleistung mit an.

Falls Du das übernehmen möchtest, musst Du einen Antrag bei Deinem Netzbetreiber einreichen. Im Netzgebiet der Energienetze Mittelrhein kannst Du Deinen Antrag hier stellen: https://www.energienetze-mittelrhein.de/enm/Homepage/Netzanschl%C3%BCsse/Elektromobilit%C3%A4t/

Nach Antragsstellung hat der Netzbetreiber zwei Monate Zeit, diesen zu prüfen und zu schauen, ob die Stromversorgung für die hohe Ladeleistung ausgelegt ist.
Übrigens: Netzbetreiber und Stromanbieter sind nicht das gleiche. Die Zuständigkeit für Deine Region findest Du auf Deiner letzten Jahresrechnung oder dem Stromzähler. 

Erhältst Du eine Zusage des Netzbetreibers (nur bei Wallboxen größer 11 KW, bei Wallboxen unter 11 KW ist nur eine Meldepflicht vorgesehen, keine Genehmigung seitens des Netzbetreiber), muss die Wallbox in den kommenden vier Monaten von einem Installateur montiert und abgenommen werden.

Sollte der Netzbetreiber feststellen, dass die Netzanschlusskapazität nicht ausreicht, wird die Genehmigung zur Installation vorläufig verweigert. Zum Beispiel kann für eine 22 kW starke Wallbox eine Erhöhung der Hausanschlusskapazität nötig sein. Erst wenn dies geschehen ist, erhältst Du die Anschlusszusage für Deine neue Wallbox.


Fazit: 

Suche zuallererst nach der passenden Wallbox für Deine Anforderungen und lasse dann durch einen E-Check nachprüfen, ob Deine Hauselektrik dafür geeignet ist.

Beauftrage die evm oder Fachleute mit der Installation - häufig übernehmen die auch die Anmeldung und, bei Bedarf, auch die Genehmigung durch Deinen Netzbetreiber.


Unsere aktuellen Wallbox-Angebote findest Du hier: evm.de/emobil