Wann lohnt sich der Umstieg auf ein E-Auto?

Schreckte früher noch der höhere Kaufpreis die potenziellen Käufer ab, hatten 2021 schon 14 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge einen rein elektrischen Antrieb.


Eine genaue Betrachtung auf die Gesamtkosten von Diesel bzw. Benziner zu E-Autos lohnt sich, denn in einigen Punkten schneidet ein elektronisch betriebenes Fahrzeug sogar günstiger ab. Förderungen, perspektivisch sinkende Kaufpreise, größere Reichweiten und eine bessere Ladeinfrastruktur machen das emissionsfreie Fahren zudem immer attraktiver.


Wie hoch sind die Anschaffungskosten eines Elektroautos?

Je nach Marke fallen die Anschaffungskosten für E-Autos sehr unterschiedlich aus. Während Du in Deutschland die gängigsten Modelle im Niedrigpreissektor schon zu Listenpreisen ab 20.000 Euro erhältst (eine Übersicht gibt zum Beispiel der ADAC), gibt es je nach Marke und Ausstattung auch deutlich teurere Modelle.


In der Neuanschaffung liegt der Preis von Elektroautos meistens noch deutlich über dem eines Diesels oder Benziners. Das liegt an der noch geringen Stückzahl in der Produktion und vor allem an der teuren Batterie. Die verbauten Lithium-Ionen-Akkus machen in der Regel einen nennenswerten Teil des Kaufpreises aus. Ein Blick in die Zukunft lässt darauf schließen, dass Elektroautos in der Produktion immer günstiger werden. So lagen die Kosten für die Akkus pro Kilowattstunde vor 12 Jahren noch bei ca. 600 Euro, heute sind es nur noch gut 100 Euro. 


Welche Förderungen gibt es beim E-Auto-Kauf?

Beim Kauf machen die hohen Förderungen der Bundesregierung einiges wett. Mindestens bis Ende 2022 wird der Kauf eines neuen Elektroautos mit bis zu 9.000 Euro durch Umweltbonus und Innovationsprämie bezuschusst. Du solltest jedoch beachten, dass diese verdoppelte Förderung aktuell nur bis Ende 2022 gilt. Da Du die Förderung jedoch erst mit der Zulassung beantragen kannst und manche E-Auto-Modelle lange Lieferzeiten haben, kann es passieren, dass Du nicht mehr rechtzeitig beide Förderungen beantragen kannst. Ob und wie die Innovationsprämie, die aktuell am 31.12.2022 ausläuft, fortgesetzt wird, steht derzeit noch nicht fest. 

Eine weitere Förderung für E-Mobilisten ist die sogenannte THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote). Das ist ein Bonus für E-Auto-Besitzer, der von Mineralölunternehmen bezahlt wird, damit diese ihre Quote für Treibhausgas-Emissionen verringern können. Da diese Konzerne jedoch nicht an einzelnen Zertifikaten interessiert sind, kannst Du Dich als evm-Kunde bei uns für die THG-Quote registrieren und jedes Jahr einen Sofortbonus bekommen, der aktuell bei bis zu 230 Euro liegt. Hier erfährst Du, wie Du Dein Elektroauto über die evm für die THG-Quote registrierst. 


Welche Kosten kommen noch auf mich zu?

Damit Du Dein E-Auto schnell und bequem zu Hause laden kannst, musst Du auch die Anschaffung einer Wallbox in den Anschaffungskosten mit einkalkulieren. Mit einer Wallbox lädst Du bis zu 10-mal schneller als mit einer Haushaltssteckdose. Während das Laden mit einem sogenannten Ladeziegel über die Haushaltssteckdose ungefähr 22 Stunden dauern kann, braucht die stationäre Wallbox nur 4¬ bis 6 Stunden. 

Bis Oktober 2021 wurden neue Ladestationen für zu Hause von der KfW-Bank mit 900 Euro bezuschusst. Diese Förderung gibt es aktuell nicht mehr. Ob und wann sie zurück kommt steht, Stand April 2022, noch nicht fest. 

Eine gute Wallbox inklusive E-Mobilstrom-Tarif bekommst Du bei der evm schon ab 499 Euro. Du kannst bei uns auch eine Wallbox ohne Stromtarif erhalten. Bei Bedarf unterstützen wir Dich auch bei der Installation, angefangen bei der Vor-Ort-Begehung bis hin zum Einbau der Hardware und der Anmeldung Deiner neuen Wallbox beim Netzbetreiber. Hier gehts zu unserem Wallbox-Angebot. 


Ist Elektroauto fahren günstiger?

Bereits im Jahr 2021 ist der Preis für Benzin und Diesel durch die CO2-Abgabe und das Auslaufen der Mehrwertsteuersenkung stark gestiegen. Durch den russischen Krieg gegen die Ukraine sind die Preise zuletzt nochmal stark gestiegen und bringen bei über 2 Euro pro Liter einige Verbraucher gehörig ins Schwitzen.

An dieser Stelle kann das Elektroauto mit seinen Kosten punkten. Jedoch hängt der Kostenaufwand auch hier von den verschiedenen Bedingungen ab. Wer zu Hause lädt, kommt mit seinem Hausstromtarif deutlich günstiger weg als an einer Ladesäule. Unterwegs zu Laden geht zwar schneller, ist aber teurer – vor allem bei Schnellladepunkten. Je nach Anbieter wird an der Ladesäule unterschiedlich abgerechnet. Im Idealfall stellt Dir Dein Arbeitgeber den Strom für das E-Auto gratis zur Verfügung. 

Da die Strompreise im letzten Jahr deutschlandweit gestiegen sind, gehen wir in unserem Beispiel von einem weit überdurchschnittlich hohen Strompreis von 40 Cent je Kilowattstunde aus. Auf 100 Kilometer verbraucht ein Elektroauto je nach Modell rund 15 Kilowattstunden. Damit würden die Kosten für einmal Aufladen bei etwa 6 Euro liegen. 

Um den Kostenvergleich vom Elektroauto mit dem eines Verbrennungsmotors machen zu können, nehmen wir für die Rechnung einen Benzinpreis von 172,1 Cent an. Das war der durchschnittliche Preis für einen Liter Superbenzin in Deutschland im Januar 2022 vor dem russischen Krieg gegen die Ukraine (Quelle: Statista).

Mit einem durchschnittlichen Benzinverbrauch von 7,7 Litern pro 100 Kilometer zahlst Du also 13,25 Euro, was mehr als doppelt so teuer ist. Mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine sind die Diesel- und Benzinpreise zuletzt nochmal stark gestiegen, was den Preisvergleich nochmal deutlicher ausfallen lässt – es steht allerdings noch nicht fest, wie sich die Spritpreise in nächster Zeit entwickeln. 

Die Kosten, ein Elektroauto zu laden, liegen selbst mit sehr hohem Strompreis bei rund 6 Euro, also eindeutig niedriger. Ein Punkt im Kostenvergleich für das E-Auto. 


Sind E-Autos von der Kfz-Steuer befreit?

Um die Elektromobilität auf den Straßen voranzutreiben, gewährt die Bundesregierung den Käufern eines erstzugelassenen Elektroautos eine 10-jährige Befreiung von der Kfz-Steuer.  

Jedoch gilt diese nur auf Autos, die ausschließlich einen elektrischen Antrieb nutzen. Plug-in-Hybride sind nicht miteingeschlossen und ihre Besitzer müssen die Kfz-Steuer abführen. Trotzdem liegen die Abgaben auch für Hybride deutlich unter den für Benzin- oder Dieselfahrzeuge.


Sind Elektrofahrzeuge in der Versicherung günstiger?

Die Kosten für die Kfz-Versicherung hängt von vielen Faktoren wie dem Fahrzeugmodell ab.

Aufgrund des höheren Kaufpreises und zur Absicherung des teuren Akkus sollte ein neues Elektroauto per Vollkasko versichert werden. Man könnte annehmen, dass die Vollkaskoversicherung durch den höheren Kaufpreis oft über dem des Verbrenners liegt. Jedoch bieten einige Versicherer Sonderkonditionen für E-Autos an, um sich auf dem Wachstumsmarkt zu positionieren. Dadurch fällt die Versicherung im Schnitt sogar um 20 bis 30 Prozent günstiger als bei den Verbrennern aus. Ausnahmen sind Sportwagen wie beispielsweise von der Marke Tesla: Diese sind in der Versicherung teurer als normale Limousinen.


Wartung und Reparatur – welche laufenden Kosten hat ein Elektroauto?

Regelmäßige Wartungsintervalle wie bei Fahrzeugen mit einem Verbrennungsmotor gibt es mit einem Elektroauto nicht. Termine für Ölwechsel oder Abgasuntersuchungen werden auf Grund der weniger verbauten Teile nicht benötigt. Dadurch liegt das Elektroauto in der Wartung um 50 Prozent günstiger als ein Diesel oder Benziner. Auch der sonst so regelmäßig anfallende Bremsverschleiß entfällt, da beim Elektroauto die Bremsenergie direkt wieder zurück an den Akku geleitet wird. Allerdings sind Elektroautos wegen ihren Akkus deutlich schwerer als Verbrenner und haben durch das Mehrgewicht einen stärkeren Reifenverschleiß. Dadurch müssen die Reifen bei einem E-Auto öfters gewechselt werden.

Ganz ohne Service geht es bei E-Autos natürlich auch nicht. Das wichtigste und sensibelste Bauteil im Auto ist der Akku, den Du regelmäßig kontrollieren lassen solltest. 

Bei Unfällen und einer Beschädigung des teuren Akkus wird es beim Elektroauto teuer. Hier fallen die Reparaturkosten im Schnitt um zehn Prozent höher aus als bei den Verbrennern. Auch Marderschäden können sehr teuer werden, da der Hochvolt-Kabelstrang ohne Schutzummantelung komplett ausgetauscht werden muss. Diese höheren Reparaturkosten bezahlt im Normalfall aber die Versicherung. Daraus resultieren dennoch steigende Beiträge für den Versicherten. 

Die gesamten Wartungskosten beim Elektroauto fallen im Vergleich trotzdem niedriger aus als beim Verbrenner. 



Unser Fazit

Auch wenn Elektroautos zunächst in der Anschaffung teurer sind, bieten sie an anderen Stellen ein enormes Sparpotenzial und sind durch großzügige Förderungen erschwinglich geworden. Vor allem die Wartungs- und Ladekosten von E-Autos liegen stark unter denen für Benzin- und Dieselautos. Für Dich als Besitzer ist ein E-Auto vor allem sinnvoll, wenn Du häufige Kurzstrecken fährst und zu Hause oder bei der Arbeit kostengünstig laden kannst. 

Betrachtet man die Gesamtkosten, schneidet das Elektrofahrzeug meist besser ab als der Verbrenner. Neben den offensichtlichen Klimavorteilen der emissionsfreien Mobilität, kann ein E-Auto Dir also auch finanzielle Vorteile bringen. 


Unser Elektromobilitäts-Angebot

Du findest, ein E-Auto ist das Richtige für Dich, benötigst aber noch eine Lademöglichkeit für zu Hause? Dann bist Du bei der evm an der richtigen Adresse. Wir haben die passenden Lösungen, die Dir den Einstieg in die Elektromobilität noch einfacher machen: Zum Beispiel mit einem extra günstigen Ladestrom-Tarif oder einem Wallbox-Angebot, das für evm-Kundinnen und -Kunden durch eine Prämie noch preiswerter wird

Du hast bereits ein E-Auto? Dann kannst du deine THG-Quote bei uns erfassen und jedes Jahr bis zu 230 Euro (Stand 2022) als Sofortbonus ausgezahlt bekommen. Hier kannst du dich ganz einfach in drei Schritten zur THG-Quote registrieren und Dir Deinen Sofortbonus sichern. 

Hier findest du unsere anderen E-Mobilitäts-Angebote im Überblick. 


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