Ökostrom in Deutschland

Ökostrom wird in Deutschland immer beliebter. Während im Jahr 2008 nur 5 % aller Haushalte in Deutschland Ökostrom bezogen haben, ist in den letzten zehn Jahren der Anteil stark gestiegen. 2018 haben laut Bundesnetzagentur insgesamt schon 24 % aller deutschen Haushalte nachhaltigen und klimafreundlichen Strom bezogen. Als Privatkunde der evm erhältst Du seit 2014 automatisch 100 % Naturstrom aus erneuerbaren Energiequellen.


Woher kommt unser Ökostrom? 

Als Anbieter für Ökostrom kaufen wir nicht nur am Markt ein, sondern produzieren ihn auch selbst und zwar direkt in der Region. In den Solarparks in Hachenburg, Höhn oder Görgeshausen gewinnen wir mit Hilfe der Sonne Ökostrom. In unseren Wasserkraftwerken in Nauroth und Bad Marienberg nutzen wir die Kraft des Wassers zur Energieerzeugung. In den Windkraftanlagen in Höhn und Waigandshain wird die Kraft des Windes in elektrische Energie umgewandelt. Sonne, Wasser und Wind – diese drei Naturkräfte kommen nie zum Erliegen und eignen sich daher besonders gut, um daraus Ökostrom zu produzieren.

Durch unsere erneuerbaren Energien haben wir im Jahr 2020 insgesamt 81,6 Mio. kWh grünen Strom produziert. Außerdem speisen aktuell Betreiber von rund 7900 Photovoltaikanlagen im Netzgebiet der Energienetze Mittelrhein (enm) Ökostrom ins enm-Netz ein. Diese haben eine Nennleistung von zusammen 178.000 kWp.

Wenn Du bei uns Strom beziehst, stammt diese Menge zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Natürlich liegen keine eigenen Stromleitungen, die Naturstrom zu Dir transportieren. Es gibt in Deutschland ein zusammenhängendes Stromnetz, das aus den unterschiedlichen Quellen gespeist wird. Beim Strom, der bei Dir letzten Endes aus der Steckdose kommt, handelt es sich daher immer um einen Strommix, der aus verschiedenen Energiequellen und Erzeugungsanlagen in Deiner Nähe stammt.


Haben Verbrauchende Einfluss auf den Strommix?

Du hast den Strommix selbst in der Hand. Am besten stellst Du Dir das wie einen Strom-See vor: Dieser See wird aus unterschiedlichen Zuflüssen gespeist. In diesen kommt Strom aus Photovoltaikanlagen genauso wie Strom aus Kohlekraftwerken. Noch bis Ende 2022 gelangt auch Atomstrom in diesen See; Ende 2022 schaltet Deutschland die letzten drei Atomkraftwerke jedoch ab. Wenn Du Ökostrom beziehst, sorgst Du mit dafür, dass sich die Zusammensetzung des Strom-Sees verändert und der Anteil regenerativer Energie wächst. Je mehr Verbraucher Ökostrom wählen, desto weniger Strom aus herkömmlichen Quellen wird produziert.

Da wir in der Region als Ökostromanbieter auch selbst nachhaltigen Strom produzieren, setzen wir uns so für den Ausbau von erneuerbaren Energien ein. Auf diese Weise wird mit jeder zusätzlichen Kilowattstunde Ökostrom im Stromnetz, der Strommarkt in Deutschland positiv hin zu mehr Nachhaltigkeit umgestaltet.


Wie wird Ökostrom nachgewiesen? 

Als Anbieter von zertifiziertem Ökostrom müssen wir dafür sorgen, dass der Strom, den wir verkaufen, auch als grüne Energie ins Netz fließt. Für den Strom, den wir am Markt einkaufen, gibt es sogenannte Herkunftsnachweise, die über die Qualität des Stroms Auskunft geben. Die Anlagenbetreiber, die den Naturstrom herstellen, stellen beim Umweltbundesamt einen Antrag auf Ausstellung eines Herkunftsnachweises. Dieser Nachweis wird im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes auf dem Konto des Anlagenbetreibers geführt. Kauft ein Händler dort den Strom, wird der Herkunftsnachweis im Register des Umweltbundesamts auf das Händlerkonto übertragen.

Abbildung: Solarpark in Hachenburg liefert Ökostrom in die Region Koblenz
Ein Teil unseres Ökostroms kommt aus dem Solarpark bei Hachenburg.


Wir kaufen vom Händler den Ökostrom und entwerten dann den Herkunftsnachweis bei Auslieferung des Stroms an unsere Kunden. Der Herkunftsnachweis ist dabei in der Stromkennzeichnung auf der Stromrechnung unserer Kunden sichtbar. Eine zusätzliche Kontrollinstanz, wie beispielsweise früher der TÜV, ist damit nicht mehr nötig.


Was ist der Unterschied zwischen Strom und Ökostrom?

Da Strom als ein technisch normiertes Produkt gilt, kommt aus jeder Steckdose immer der gleiche Strom. Er ist unabhängig vom abgeschlossenen Stromvertrag. Es gibt lediglich einen Unterschied in der Art der Herstellung, entweder auf konventionelle Weise oder durch erneuerbare Energien. Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Windkraft, Photovoltaik, Geothermie und Biomassekraftwerken kann also zu Ökostrom zusammengefasst werden. Bei der Erzeugung von Ökostrom entstehen kein Atommüll oder klimaschädliche Abgase. Außerdem ist Ökostrom klimaneutral und belastet so die zukünftigen Generationen nicht.

Abbildung: Biogasanlage in Boppard-Buchholz produziert aus Biomethan Alternative in Ergasqualität
Ökostrom wird aus erneuerbaren Energien wie Wasser, Wind, Sonne und Biomasse hergestellt. In unserer Anlage in Boppard Buchholz erzeugen wir Biomethan das auf Erdgasqualität aufbereitet und dann ins Erdgasnetz eingespeist wird.

 

Der Ökostromtarif wird von der Bundesnetzagentur wie folgt definiert:

 „Ein Ökostromtarif ist ein Stromtarif, der aufgrund von Ökostrom-Labeln oder Strom-Kennzeichnung als Stromtarif mit besonderer Relevanz des Anteils / der Förderung der effizienten oder regenerativen Energiegewinnung ausgewiesen und zu einem gesonderten Tarif angeboten / gehandelt wird.“


Ist Ökostrom CO₂-neutral?

Die erneuerbaren Energiequellen, aus denen Ökostrom erzeugt wird, stoßen kein CO₂ aus. Daher gilt Ökostrom als klimaneutral. Nur beim Bau der Anlagen muss mit CO₂-Emissionen gerechnet werden, weshalb Ökostrom nicht zu 100 % klimaneutral ist. Biomassekraftwerke verfeuern zwar nachwachsende Brennstoffe wie Holz und Pellets, aber bei der Verbrennung wird durchaus CO₂ ausgestoßen. Da aber nur nachwachsende Materialien und keine fossilen Brennstoffe zum Einsatz kommen, gilt diese Erzeugungsart unter dem Strich als klimaneutral.

Wusstest Du schon, dass Du durch Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen große Mengen an CO₂ einsparen kannst? In 2019 konnten wir so rund 380.000 Tonnen CO₂ einsparen. Zum Vergleich: Ein Ort in der Größe von Mayen produziert in einem Jahr doppelt so viel CO₂.


Abbildung: Im Windpark Waigandshain produziert die evm Ökostrom aus Windenergie
Der größte Anteil an Ökostrom in Deutschland wird mithilfe von Windkraftanlagen erzeugt. Im Windpark in Waigandshain erzeugen wir einen Teil unseres Ökostroms.

Wie setzt sich Ökostrom in Deutschland zusammen?

Laut Bundesnetzagentur lag der Ökostromanteil im Jahr 2020 bei knapp 50 %. Das sind rund 4 % mehr als im Jahr zuvor. Die Erzeugung aus konventionellen Energieträgern geht hingegen schrittweise konstant zurück. Den größten Beitrag dazu leisteten Windkraftanlagen mit einem Anteil von 27,4 %. Photovoltaik deckte 9,7 % und die übrigen 12,2 % entfielen auf Biomasse, Wasserkraft und sonstige erneuerbare Energiequellen.

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Ist Ökostrom teurer als normaler Strom?

Ökostrom ist nicht teurer als konventioneller Strom. Die Erzeugung von Naturstrom aus nachhaltigen Erzeugungsanlagen ist über die letzten beiden Jahrzehnte hinweg sogar immer preiswerter geworden. Durch den technischen Fortschritt und wachsende Erfahrung beim Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wurden die Erzeugungskosten ebenfalls immer niedriger. Der Preis des Ökostroms kann schon häufig den Preis von Strom aus Gas-, Kohle- und Atomkraftwerken unterbieten. Der durchschnittliche Aufpreis für Ökostrom lag laut Bundesnetzagentur zuletzt nur noch bei 4 %.


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Haben wir Dein Interesse geweckt? Möchtest Du jetzt auch Ökostrom beziehen? Wir bieten Dir neben Ökostrom aus 100% erneuerbaren Energien, faire Preise und attraktive Vertragskonditionen an. Als kommunales Unternehmen und Ökostromanbieter aus Koblenz sind wir am Gemeinwohl der Menschen in der Region interessiert. Wir agieren nachhaltig, setzen uns für die Region ein und sichern Arbeitsplätze. Als Kunde der evm unterstützt Du die Energiewende und stärkst die Wirtschaftskraft in der Region. 

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