KOBLENZ. Jedes Jahr am 22. März rufen die Vereinten Nationen zum Weltwassertag auf, um auf die Bedeutung von Wasser als lebenswichtige Ressource aufmerksam zu machen. 2026 steht der Weltwassertag unter dem Motto „Water and Gender“ (Deutsch: „Wasser und Geschlecht“). Im Fokus steht die Frage, wie ein gerechter Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen sichergestellt werden. Die Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) nimmt diesen Aktionstag zum Anlass, ihr Engagement für eine sichere, leistungsfähige und zukunftsfähige Trinkwasserversorgung im nördlichen Rheinland-Pfalz zu unterstreichen. Als Betriebsführerin der Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein (VWM) ist sie für die Trinkwasserversorgung in Koblenz, der Verbandsgemeinde Vallendar und in Lahnstein verantwortlich.
Wasser als Grundrecht und Lebensgrundlage
Der Zugang zu sicherem Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität ist ein Grundrecht und eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Gesundheit. In Deutschland gewährleistet die öffentliche Wasserwirtschaft ein hohes Versorgungsniveau – darauf können sich alle Menschen unabhängig von Lebenssituation oder sozialem Hintergrund verlassen. Die Sicherung dieser Versorgung hat höchste Priorität. „Trinkwasser ist eines unserer wertvollsten Güter. Unsere Aufgabe ist es, die Versorgung auch unter veränderten klimatischen Bedingungen langfristig sicherzustellen. Dafür investieren wir kontinuierlich in leistungsfähige Infrastruktur und eine enge regionale Zusammenarbeit“, betont Mithun Basu, Vorstand der evm.
Regionale Vernetzung für mehr Versorgungssicherheit
Um die Trinkwasserversorgung auch unter den Herausforderungen des Klimawandels langfristig resilient aufzustellen, treibt die evm gemeinsam mit weiteren Wasserversorgern den Ausbau einer Cluster‑Initiative zur regionalen Vernetzung voran. Ziel ist es, bestehende Versorgungssysteme stärker miteinander zu verbinden. Das so entstehende Verbundsystem soll die Versorgungssicherheit im nördlichen Rheinland-Pfalz weiter zu erhöhen. Beteiligt sind unter anderem die Stadtwerke Andernach, Wasserwerk Koblenz-Weißenthurm, die Verbandsgemeinde Weißenthurm, RheinHunsrück Wasser und der Wasserversorgungs-Zweckverband Maifeld-Eifel.
Zentrale Infrastrukturprojekte im Westerwald und in Koblenz
Um Synergien mit Westerwälder Verbandsgemeinden nutzen zu können, wurde eine Zweckgemeinschaft gegründet. Gemeinsam mit vier Verbandsgemeinden aus dem Westerwald wurde ein Wasserlieferungsvertrag unterzeichnet, der es den Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Wirges, Ransbach-Baumbach und Montabaur ermöglicht, bis zu 600.000 Kubikmeter Wasser von der VWM zu beziehen. Ein zentrales Projekt dazu war die erfolgreiche Fertigstellung und Einbindung des Dükers von Koblenz nach Vallendar. Der Düker ermöglicht eine effizientere Versorgung der VG Vallendar und bildet die Basis für das Zustandekommen der Zweckgemeinschaft. An die Einbindung des Dükers schließt nun nämlich der Bau eines Pumpwerks in Vallendar an, das künftig eine leistungsfähige Verbindung schaffen und so den Westerwald versorgen soll. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2030 vorgesehen.
Parallel dazu investiert die evm auch in die Infrastruktur in Koblenz. „Mit dem Bau des Hochbehälters Gneisenau entsteht ein weiterer wichtiger Baustein für die sichere Wasserversorgung in der Region“, erklärt Wolfgang Kochhan, Bereichsleiter Wasserwirtschaft bei der evm. „Der Hochbehälter soll 2028 in Betrieb gehen und trägt dazu bei, Spitzenbedarfe zuverlässig abzudecken und die energetisch aufwendige Überwindung von Druckzonen zu umgehen“, erläutert er weiter. Auch künftig plant die evm weitere Investitionen, um ihr Wassernetz kontinuierlich zu modernisieren und an neue Anforderungen anzupassen.
Weltwassertag rückt globale Verantwortung in den Fokus
Der Weltwassertag, 1992 von der UNESCO ins Leben gerufen, findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt. Er soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Ressource Wasser schärfen. Zum Weltwassertag 2018 hat die UN-Weltwasserdekade begonnen, die bis März 2028 andauert und mit der die Vereinten Nationen besonders auf die Themen Wasser und Gewässerschutz aufmerksam machen.

