Eine Frau und ein Mann betrachten lächelnd ein Tablet zusammen, während die Frau eine Kreditkarte hält. Sie sitzen in einem Raum mit metallischen Wandpaneelen.

Gaspreise in Deutschland: Entwicklung, Zusammensetzung, Kosten 2026

Alles über die Entwicklung des Gaspreises, seine Bestandteile und wie du mit dem richtigen Tarif sparst.

Das wichtigste zum Thema Gaspreise zusammengefasst

  • Gaspreise lagen während der Energiekrise auf einem Rekordhoch, sind seit 2023 aber gesunken.  
  • Im Januar 2026 beträgt der durchschnittliche Gaspreis für Bestandskunden etwa 11 Cent je kWh. 
  • Ein Einfamilienhaushalt mit 20.000 kWh Verbrauch zahlt entsprechend 2.200 Euro.
  • Ein Wechsel des Gasanbieters lohnt sich oft: Bei der evm gibt es Tarife für Neukunden bereits ab einem Arbeitspreis von rund 9 Cent je kWh.


Verlässliche Versorgung mit Erdgas – zum fairen Preis

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Gaspreisentwicklung der letzten 20 Jahre 

Während private Verbraucherinnen und Verbraucher zwischen 2005 und 2020 meist zwischen 6 und 7 Cent pro Kilowattstunde Erdgas zahlten, ließ die Energiekrise im Jahr 2022 die Preise in die Höhe schnellen: Im Januar 2023 erreichte der Gaspreis mit rund 20 Cent je Kilowattstunde einen Höchstwert. Inzwischen haben sich die Gaspreise wieder ein gutes Stück nach unten bewegt. Im Januar 2026 liegen die Kosten für Haushalte in Einfamilienhäusern mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh bei rund 11 Cent pro kWh.

Gaspreis: Entwicklung seit 2021

Grafik mit dem durchschnittlichem Gaspreis Stand 10/2025

Aktueller Gaspreis - Zahlen & Einordnung

2026 liegt der durchschnittliche Gaspreis in Deutschland für Bestandskunden bei rund 10 bis 11 Cent je kWh (inkl. Steuern und Abgaben). Das entspricht einem Jahrespreis von rund 1.900 Euro für ein typisches Einfamilienhaus mit einem angenommenen Verbrauch von 18.000 kWh. Günstiger wird es oft durch einen Wechsel des Gasanbieters, vor allem dann, wenn man den aktuellen Gasvertrag zu einem Zeitpunkt abgeschlossen hat, als der Preis für Erdgas auf einem hohen Niveau lag. Mit attraktiven Neukundenboni und niedrigen Arbeits- und Grundpreisen lassen sich die Kosten auf zusammengerechnet etwa 9 Cent je Kilowattstunde senken.     

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Wie setzt sich der Gaspreis zusammen?

Für Privathaushalte setzt sich der Gaspreis aus mehreren Komponenten zusammen. Neben den eigentlichen Beschaffungs- und Vertriebskosten kommen Netzentgelte sowie verschiedene staatliche Abgaben, Umlagen und Steuern hinzu. Die genaue Gaspreiszusammensetzung variiert je nach Region und Versorger. Im Durchschnitt entfallen rund die Hälfte der Gesamtkosten auf staatlich regulierte Bestandteile. Die Bestandteile im Detail:

Beschaffung und Vertrieb

Für den Einkauf und die Bereitstellung von Erdgas entstehen Kosten, die Energieversorger an den internationalen Märkten zahlen müssen. Sie kaufen Gas über langfristige Lieferverträge oder am Spotmarkt ein, übernehmen Transport, Lagerung und Vertrieb an Endkundinnen und Endkunden. Weitere Kosten fallen für Marketing, Service, Risikomanagement und organisatorische Aufgaben an. Insgesamt entfällt so etwa die Hälfte der Erdgaskosten auf diesen Bestandteil. Aktuell also etwa 5,9 Cent je kWh, bei einem durchschnittlichen Preis von 12,0 Cent je Kilowattstunde.

Netzentgelte

Damit das Gas an die Haushalte verteilt werden kann, sind Verteilnetze nötig. Für die Nutzung und den Ausbau solcher Gasnetze fallen deshalb Gebühren an. 

Sie decken die Kosten für Transport, Betrieb, Wartung, Messung und Abrechnung des Gases – vom Einspeisepunkt bis zum Hausanschluss. Mit Stand Januar 2026 machen die Netzentgelte rund 21 Prozent des Gaspreises aus, etwa 2,3 Cent der insgesamt 12,0 Cent je kWh. Besonderheit: Je nach Region können die Entgelte unterschiedlich hoch sein, da sie vom Aufwand der Netzbetreiber und der regionalen Infrastruktur abhängen. 

Steuern, Abgaben und Umlagen

Auf den Gaspreis müssen Steuern entrichtet werden. Dazu zählt natürlich die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent. Sowie die Erdgassteuer, mit der der Verbrauch fossiler Brennstoffe verteuert werden soll, um Energieeinsparungen zu fördern. Des Weiteren gibt es die Konzessionsabgabe: Sie wird an Städte und Gemeinden gezahlt, damit Gasleitungen über öffentliche Flächen verlegt werden dürfen. Weitere staatlich geregelte Abgaben sind die Gasspeicherumlage (sie entfällt allerdings ab 2026), die für den sicheren Betrieb und die Befüllung der Gasspeicher sorgt, und der CO₂-Preis, mit dem der Ausstoß klimaschädlicher Emissionen verteuert wird. Insgesamt entfallen damit knapp 4 Cent der 12 Cent für 1 kWh auf Steuern, Abgaben und Umlagen – fast 32 Prozent.


Gaspreiszusammensetzung Privathaushalte 2026

PreisbestandteilAnteil am Gaspreis (Einfamilienhaus)Anteil am Gaspreis (Mehrfamilienhaus)Beschreibung
Beschaffung & Vertrieb49,5%ca. 51%Erzeugung, Verkauf, Vermarktung
Netzentgelte19,3%ca. 17,1%Kosten für Transport und Verteilung des Gases
Steuern, Abgaben & Umlagen31,2%ca. 31,9%u.a. Erdgassteuer, Konzessionsabgabe, Gasspeicherumlage, CO2-Preis, Mehrwertsteuer

Warum unterscheiden sich die Gaspreise für Ein- und Mehrfamilienhäuser?

In Einfamilienhäusern wird in der Regel nur ein Hausanschluss für Erdgas genutzt, während Mehrfamilienhäuser oft größere gemeinsame Anschlüsse haben. Aus diesem Grund verteilt sich der Netzentgeltanteil auf mehr Haushalte, was zu einem leicht geringeren Anteil pro Wohnung führt. Auch der Aufwand für Zähler, Messung und Abrechnung pro Haushalt ist im „MFH“ geringer.

Haende auf Heizung

Typischer Erdgasverbrauch bei Neubau, Altbau, Wohnung

Wie viel Gas ein Haushalt verbraucht, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, z. B. das Baujahr, die Gebäudegröße, der momentane Dämmstandard und auch das Heizverhalten seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Neubauten sind oft gut gedämmt, sodass ein Einfamilienhaus im Durchschnitt unter 20.000 kWh Gas pro Jahr benötigt. Ältere Bestandsbauten mit weniger Wärmeschutz kommen schnell auf 25.000 bis 30.000 kWh jährlich. Für Wohnungen mit 80 bis 100 m² liegt der Verbrauch in der Regel zwischen 7.000 und 12.000 kWh pro Jahr. In Mehrfamilienhäusern fällt der Gasverbrauch pro Wohneinheit oft niedriger aus – zwischen 5.000 und 10.000 kWh jährlich – da Heizflächen geteilt werden und Wärmeverluste geringer sind.

Gaspreisvergleich: 4 Tipps, worauf du achten solltest

Du findest deinen aktuellen Tarif zu teuer oder bist mit dem Service deines Anbieters unzufrieden und möchtest deshalb aktuelle Gaspreise vergleichen? Diese fünf Tipps helfen dir, den richtigen Anbieter samt fairem Gastarif zu finden: 

Arbeitspreis und Grundpreis

Achte beim Vergleichen der Gaspreise auf den Arbeitspreis und den Grundpreis. Der Arbeitspreis pro Kilowattstunde ist der Preis, den du für die exakt verbrauchte Gasmenge zahlst. Hinzu kommt häufig ein fixer monatlicher Grundpreis, der unabhängig vom Verbrauch anfällt. Tipp: Haushalte mit hohem Verbrauch profitieren tendenziell von einem verhältnismäßig niedrigen Arbeitspreis, während Haushalte mit geringem Verbrauch eher auf eine niedrige Grundgebühr achten sollten.

So ist es bei der evm: 

Bei uns kannst du zwischen Tarifen mit fairen Grundgebühren und attraktiven Arbeitspreisen wählen – so finden sowohl Single-Haushalte als auch Familien den optimalen Tarif.

Preisgarantie

Eine Preisgarantie sichert den vereinbarten Gaspreis für die gesamte Vertragslaufzeit ab – weder Arbeitspreis noch Grundgebühr können währenddessen steigen. So haben Haushalte volle Planungssicherheit. Ein Check sollte daher bei jedem Gasanbieter-Vergleich stattfinden. 

So ist es bei der evm: 

evm-Gastarife enthalten eine Preisgarantie von 12 oder sogar 24 Monaten, mit der dein Gaspreis für die gesamte Laufzeit stabil bleibt.

Neukundenbonus und Kombitarife

Bei einem geplanten Wechsel des Gasversorgers solltest du prüfen, ob der neue Anbieter einen Neukundenbonus gewährt. Manchmal gibt es außerdem Rabatte für einen kombinierten Bezug von Strom und Gas.

So ist es bei der evm:

Neukunden profitieren bei uns von einem attraktiven Neukundenbonus. Strom- und Gasverträge können bei uns zusammengeführt oder in einem attraktiven Kombi-Tarif abgeschlossen werden.

Vertrauenswürdiger Anbieter

Jahrelange Präsenz am Energiemarkt, regionale Verwurzelung und ein guter Kundenservice sind entscheidend, um zuverlässig versorgt zu werden und bei Fragen schnelle Unterstützung zu erhalten.

So ist es bei der evm:

Wir sind seit Jahrzehnten regionaler Energieanbieter und versorgen unsere 330.000 Kunden mit Strom, Gas und herausragendem Service.

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Häufig gestellte Fragen (FAQs)