Frau lacht mit Kind

Strompreise in Deutschland 2026: Entwicklung & Zusammensetzung

Erfahre, wie sich Strompreise entwickeln, woraus sie bestehen und wie du mit dem passenden evm‑Tarif Geld sparen kannst.

Das wichtigste zum Thema Strompreise zusammengefasst

  • Der Strompreis in Deutschland ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, aber seit 2024 wieder etwas gesunken.
  • Steuern, Abgaben und Netzentgelte machen mehr als die Hälfte des Strompreises aus.
  • Private Haushalte zahlen derzeit im Durchschnitt rund 37,0 ct/kWh – je nach Anbieter, Verbrauch und Stromtarif.
  • Bei der evm gibt es individuell passende Tarife für Neukunden bereits ab 30,95 ct/kWh.


100 % Ökostrom zum fairen Preis

Zu unseren Ökostromtarifen

Wie hat sich der Strompreis über die Jahre entwickelt?

In den letzten 20 Jahren ist der Strompreis für private Haushalte in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Ursachen für die Strompreisentwicklung sind neben Kosten für die Beschaffung und den Vertrieb unter anderem höhere Netzentgelte, staatliche Abgaben sowie Umlagen zur Deckung der Kosten für den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien.

Nach dem starken Preisanstieg bei Strom und Gas während der Energiekrise im Jahr 2022 haben sich die Stromkosten seit 2024 zunächst stabilisiert. Inzwischen sind sie im Vergleich zur Energiekrise um rund 15 Prozent gefallen.

Strompreisentwicklung 2015 bis 2026

Grafik mit dem durchschnittlichem Strompreis Stand 04/2026


Was kostet Strom aktuell in Deutschland?

Der Strompreis für deutsche Privathaushalte ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und beträgt durchschnittlich 37,0 ct/kWh. Je nachdem, ob man gerade den Stromanbieter gewechselt hat, in der Grundversorgung steckt, einen sehr niedrigen oder sehr hohen Stromverbrauch hat oder auf individuelle Stromtarife setzt (die etwa für Besitzerinnen und Besitzer von Elektroautos, PV-Anlagen oder Wärmepumpen angeboten werden), kann sich der Preis für Strom um mehrere Cent je kWh ändern – und so aufs Jahr gerechnet um ein paar Hundert Euro abweichen. Ein Strompreisvergleich lohnt sich also besonders. 

Stromtarif berechnen und in wenigen Augenblicken wechseln

Zu unseren Ökostromtarifen

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Der Strompreis besteht aus mehreren großen Bausteinen. Hierzu zählen Kosten für Beschaffung und Vertrieb, Netzentgelte sowie Steuern, Abgaben und Umlagen. Alle Einzelposten bestimmen letztlich gemeinsam, was Verbraucherinnen und Verbraucher für eine Kilowattstunde Strom zahlen. Wir erklären die einzelnen Bestandteile des Strompreises:

Beschaffung & Vertrieb

Für die Stromerzeugung sowie den Einkauf von Strom und langfristigen Lieferverträgen am Energiemarkt entstehen Kosten, die der Energieanbieter trägt. Hinzu kommen Aufwendungen für Vermarktung, Vertrieb an die Endkundinnen und Endkunden, Kundenservice sowie organisatorische und administrative Prozesse.

Im Jahr 2026 entfallen rund 41 Prozent des Strompreises auf Beschaffung und Vertrieb. Für Haushaltskunden entspricht das einem Betrag von 15,2 ct/kWh bei einem durchschnittlichen Strompreis von 37,0 ct/kWh. Damit stellt dieser Kostenblock den größten Anteil am Strompreis dar und ist besonders stark von den Entwicklungen an den Energiemärkten abhängig.

Netzentgelte

Netzentgelte sind Gebühren für die Nutzung der Stromnetze. Sie decken den Transport des Stroms vom Kraftwerk bis zum Hausanschluss ab und umfassen die Kosten für Betrieb, Wartung und Ausbau der Stromleitungen sowie für Messungen und den Messstellenbetrieb (z. B. Stromzähler). Die Höhe der Netzentgelte ist gesetzlich reguliert und wird von den Netzbetreibern erhoben.

Im Jahr 2026 liegen die Netzentgelte für Haushaltskunden im Bundesdurchschnitt bei 9,3 ct/kWh. Damit machen sie rund 25 Prozent des Strompreises aus. Bezogen auf einen durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh sind die Netzentgelte gegenüber dem Vorjahr gesunken, unter anderem durch staatliche Zuschüsse zu den Übertragungsnetzentgelten.

Steuern, Abgaben und Umlagen

Zu diesem Block gehören alle staatlich festgelegten Kostenbestandteile, die direkt auf den Strompreis aufgeschlagen werden. Dazu zählen insbesondere die Stromsteuer, die Mehrwertsteuer, die Konzessionsabgabe an die Kommunen sowie weitere gesetzliche Umlagen (z. B. KWKG‑ und Offshore‑Netzumlage). Über die Konzessionsabgabe erhalten Energieversorger das Recht, öffentliche Verkehrswege für die Verlegung von Stromleitungen zu nutzen.

Die EEG‑Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien ist seit Mitte 2022 abgeschafft und somit auch 2026 kein Bestandteil des Strompreises mehr.

Unterm Strich entfallen im Jahr 2026 rund 34 Prozent des Strompreises auf Steuern, Abgaben und Umlagen. Für Haushaltskunden entspricht das 12,6 ct/kWh bei einem durchschnittlichen Strompreis von 37,0 ct/kWh.

Strompreiszusammensetzung Privathaushalte

Preisbestandteil

Anteil am Strompreis

Beschreibung


Beschaffung & Vertriebca. 41 %Stromerzeugung, Einkauf, Vermarktung

Netzentgelteca. 25 %Kosten für Transport und Verteilung des Stroms

Steuern, Abgaben & Umlagenca. 34 %u.a. Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Mehrwertsteuer

Wichtig zu wissen: Mehr als die Hälfte des Strompreises entfällt auf staatlich regulierte Bestandteile, die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht beeinflussen können. Umso wichtiger ist die Wahl eines passenden Stromanbieters, der sich um faire Stromtarife für alle bemüht.

Welche Arten von Stromtarifen gibt es?

In Deutschland gibt es verschiedene Stromtarife, die sich nach Verbrauchsprofil, Haushaltsgröße oder speziellen Anforderungen unterscheiden. Die gängigsten Arten sind:

Grundversorgungstarif

Jeder Haushalt, der keinen speziellen Vertrag abgeschlossen hat, wird automatisch im Grundversorgungstarif des lokalen Netzbetreibers versorgt. Das ist gesetzlich festgelegt und soll sicherstellen, dass niemand plötzlich im Dunkeln sitzt. Es gibt deshalb auch keine langfristige Bindung, die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage. Seit 2025 muss die Grundversorgung zudem mit Strom aus 100 % Ökostrom angeboten werden. Nachteil der Grundversorgung: Sie ist oft deutlich teurer als ein bewusst gewählter Stromvertrag, weshalb sich ein Wechsel in einen günstigen Tarif nahezu immer bezahlt macht.

Verbrauchsabhängiger Standardtarif

Standardtarife sind die klassische Form von Stromverträgen. Sie setzen sich aus einem monatlichen Grundpreis plus einem Arbeitspreis pro Kilowattstunde zusammen. Als Faustregel gilt: Ein tendenziell höherer Grundpreis mit niedrigem Arbeitspreis lohnt sich für Haushalte mit hohem Stromverbrauch (z. B. Familien), während ein niedriger Grundpreis mit höherem Arbeitspreis eher für Haushalte mit geringem Verbrauch attraktiv ist (z. B. für Singlehaushalte oder Paare). Für Neukundinnen und Neukunden gibt es zudem attraktive Rabatte und Boni. In Zeiten mit schwankenden Strompreisen kann es sich lohnen, bewusst etwas mehr für den Stromtarif zu bezahlen und dafür eine Preisgarantie von oft 12 oder sogar 24 Monaten zu erhalten.

Ökostromtarife

Ökostromtarife liefern Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Sonne oder Wasser. Sie sind preislich oft vergleichbar mit konventionellem Strom und werden von vielen Anbietern zusätzlich mit Boni für Neukundinnen und Neukunden kombiniert. Wer sich für Ökostrom entscheidet, trägt aktiv zur Reduktion von CO₂-Emissionen und den fortschreitenden Ausbau nachhaltiger Energie bei. Ökostromtarife sind für alle Haushalte interessant, die Wert auf klimafreundliche Stromversorgung legen – unabhängig von der Haushaltsgröße.

Zeittarife / Nachtstromtarife

Zeittarife unterscheiden zwischen Hochtarif (Tag) und Niedertarif (Nacht oder Wochenende). Sie stammen aus einer Zeit, in der der Strompreis in den Nebenzeiten deutlich günstiger war, da nachts weniger Nachfrage herrschte. Auf diese Weise ließ sich der Stromverbrauch gezielt in die günstigeren Zeiten verlagern und die Stromrechnung senken. Zeittarife eignen sich also besonders für Haushalte mit Nachtspeicherheizungen, die inzwischen nicht mehr verbaut werden. Sie erfordern zudem getrennte Stromzähler oder einen Zweitarifzähler, der den Verbrauch nach Tageszeit getrennt erfassen kann.

Sondertarife / spezialisierte Tarife

Einige Anbieter haben spezielle Tarife für besondere Kundengruppen im Angebot. Dazu zählen beispielsweise Tarife für Haushalte mit eigener Photovoltaikanlage, Tarife für E-Mobilität oder für Wärmepumpen. Solche Sondertarife helfen, den Eigenverbrauch zu optimieren, Lastspitzen zu verschieben und insgesamt Stromkosten zu senken. Sie sind also ideal für Haushalte mit speziellen Technologien oder besonderen Verbrauchsprofilen, die von Standardtarifen nicht optimal abgedeckt werden.

Strompreisvergleich: Dein optimaler evm-Stromtarif

Ob vor einem geplanten Anbieterwechsel oder um herauszufinden, ob der aktuelle Tarif noch optimal zum eigenen Verbrauch passt: Ein Strompreisvergleich lohnt sich immer. Fange direkt bei uns damit an! Bei der evm erhältst du nicht nur einen fairen und transparenten Strompreis samt attraktivem Neukundenbonus, sondern garantiert 100 % Ökostrom. Außerdem sind wir immer für dich da. Mit unserem top-bewerteten Kundenservice – im Internet, am Telefon und in jedem unserer 11 Kundenzentren.

Jetzt Stromtarif berechnen, vergleichen und wechseln

Zu unseren Ökostromtarifen

Häufig gestellte Fragen (FAQs)