Energieversorgung-Mittelrhein Hängeseilbrücke – Mitten im Hunsrück

Heizstrom: Technik, Tipps und passende Tarife

Warum ist Heizstrom günstiger als normaler Strom? Welcher Stromzähler ist notwendig?  Und wie findest du einen guten Heizstromtarif? Wir geben die Antworten.

Das wichtigste zum Thema Heizstrom für dich zusammengefasst

  • Heizstrom versorgt Wärmepumpen und Nachtspeicher. Je nach Zählerart gilt ein einheitlicher Preis oder ein Tag‑/Nachttarif mit festen Zeitfenstern des Netzbetreibers.
  • Mit einem separaten Zählwerk kannst du einen Heizstromtarif nutzen und den Verbrauch und die Kosten fürs Heizen transparent machen
  • Für neue Wärmepumpen gelten seit 2024 Regeln – mit möglichen Netzentgeltvorteilen bei kurzer, netzdienlicher Drosselung.


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Was ist Heizstrom?

Heizstrom ist Strom, den du eigens für deine elektrische Heizung beziehst, also für die Wärmepumpe oder deinen Nachtspeicher. Die Idee dazu ist nicht neu: Schon Ende der Sechzigerjahre wurden die damals populären Nachtspeicherheizungen gezielt nachts geladen, weil Strom in Nebenzeiten mit geringerem Strombedarf günstiger war. Auch heute ist Heizstrom günstiger als Haushaltsstrom und sogar rund um die Uhr verfügbar.

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Heizstrom für die Wärmepumpe

Damit Wärmepumpen die frei verfügbare Energie ihrer umgebenden Umwelt in wohlige Wärme für die eigenen vier Wände umwandeln können, benötigen sie Strom. Für sie eignet sich Heizstrom bzw. Wärmestrom ideal: Über einen eigenen Wärmepumpenzähler lässt sich genau nachvollziehen, wie viel Heizstrom du übers Jahr zum Heizen und für die Warmwasserbereitung beziehst. Das macht es für dich leichter, anhand deiner Abrechnung die Kosten von Heizstromtarifen miteinander zu vergleichen und auf deinen persönlichen Bedarf abzustimmen. 

Heizstrom für die Nachtspeicherheizung

Das ursprüngliche Prinzip einer Nachtspeicherheizung ist die Nachtladung: In günstigeren Schwachlastzeiten wird ein Speicherkern aus Schamotte oder Keramik elektrisch aufgeheizt. Tagsüber gibt das Gerät die gespeicherte Wärme dann kontrolliert über Konvektion und Strahlung an den Raum ab. Nachtspeicher sind heute deutlich seltener als in den Siebzigerjahren. In manchen Altbauwohnungen laufen sie aber weiterhin zuverlässig. Einige Versorger bieten deshalb noch Tag‑ und Nachttarife wie früher an, auch wenn der durchgängige Einheitstarif inzwischen Standard ist. Für die günstigere Nachtladung brauchst du einen passenden Zähler mit sogenanntem Hoch‑ und Niedertarif (HT/NT), sowie die festen Umschaltzeiten deines Netzbetreibers. 


Sofern du über einen Doppeltarifzähler verfügst, kann dein Nachtspeicher je nach Stromanbieter auch über einen separaten Heizstromtarif abgerechnet werden. Mit einer einfachen Zeitsteuerung oder dem integrierten Regler stellst du dabei sicher, dass die Ladung zuverlässig in die Nacht fällt und der Preisvorteil auf der Abrechnung sichtbar wird.


Heizstrommessung per Eintarifzähler

Ein Eintarifzähler hat ein Zählwerk und rechnet deinen Strom entsprechend den ganzen Tag über zum gleichen Preis ab, egal ob morgens, mittags oder nachts. Das ist besonders praktisch, wenn deine Heizung keine feste Nachtladung braucht oder du ohne zeitabhängige Steuerung unterwegs bist. Du kannst den Eintarifzähler mit dem Haushalt gemeinsam nutzen – oder ihn als einen weiteren eigenen Zähler nur für die Heizung installieren, damit die Stromkosten für Wärme getrennt bleiben.

Heizstrommessung per Zweitarifzähler

Ein Zweitarifzähler hat zwei Zählwerke und unterscheidet automatisch zwischen Tageszeiten, die als teurere Tagesstunden und als günstigere Nebenzeiten gelten – je nachdem, was dein Netzbetreiber vorgibt. Das hilft vor allem, wenn deine Heizung zuverlässig in den Nebenzeiten (also vor allem nachts) läuft, damit ein spürbarer Anteil in die günstigeren Stunden fällt. Es gibt auch Verträge, die beide Zählwerke gleich bepreisen oder trotz Zweitarifzähler einen einheitlichen Arbeitspreis nutzen.

Getrennte und gemeinsame Messung von Heizstrom

Bei der getrennten Messung gibt es einen eigenen Zähler für deine Heizung und einen für den Haushalt, sodass du beide Verbräuche sauber auseinanderhalten kannst und auf Wunsch auch unterschiedliche Anbieter wählen darfst. Die beiden Zähler können Eintarif- oder Zweitarifzähler sein und gelten als eigene Abnahmestellen. Du bekommst für jeden also eine eigene Jahresabrechnung. Bei der gemeinsamen Messung läuft alles über einen einzigen Zweitarifzähler ab: Am Tag gilt der Hochtarif (HT) für den allgemeinen Haushaltsstrom, nachts der Niedertarif (NT) für Heizstrom.

Beachte §14a EnWG für Wärmepumpen

Seit 2024 regelt §14a des Energiewirtschaftsgesetzes, dass neu eingebaute Wärmepumpen aus der Ferne steuerbar sein müssen, damit sie netzdienlich betrieben werden können. Das bedeutet, der Netzbetreiber darf solche Geräte in seltenen Situationen kurzzeitig drosseln, um Engpässe im Stromnetz zu vermeiden. Im Gegenzug profitierst du von niedrigeren Netzentgelten, was deine laufenden Stromkosten senken kann. Die Mindestleistung deiner Wärmepumpe bleibt übrigens stets erhalten, damit Heizwärme und Warmwasser gesichert sind. Für bestehende Anlagen, die vor 2024 eingebaut wurden, gelten Übergangsregeln. Wichtig wird das Thema für dich vor allem dann, wenn ein Zählerwechsel oder eine Modernisierung ansteht. Dann kannst du zwischen verschiedenen Optionen wie einem festen Jahresrabatt, einer prozentualen Ermäßigung auf den Arbeitspreis oder tageszeitabhängig vergünstigten Zeitfenstern für deinen Strombezug wählen.

Heizstromvergleich: Drei schnelle Tipps

Du möchtest einen Preisvergleich für Heizstrom machen, bist dir aber nicht sicher, worauf du neben dem Preis noch achten musst? Mit diesen drei Punkten triffst du schnell eine solide Wahl:

Fairer Preis

Achte auf die Zusammensetzung von Arbeitspreis und Grundpreis. So kannst du anhand deines Verbrauchs selbst ausrechnen, welche Heizkosten dich jährlich erwarten und wie der Unterschied zu deinem normalen Stromtarif ausfällt. Liegt der Heizstromtarif eines Anbieters über deinem jetzigen Preis für Haushaltsstrom, lohnt sich der Bezug nicht.

Grüner Heizstrom

Als Wärmepumpenbesitzerin oder -besitzer setzt du bereits auf besonders eine klimafreundliche Wärmeerzeugung. Doch erst mit Ökostrom heizt du vollständig klimaneutral. Achte deshalb auf echten Ökostrom. Die Technik bleibt gleich, deine Klimabilanz wird besser.

Guter Kundenservice

Wann immer Fragen vor oder während deiner Vertragslaufzeit auftauchen, sollte der Heizstromanbieter ein offenes Ohr für dich haben. Achte darauf, wie du ihn erreichen kannst. Manche Anbieter bieten nur ein Kontaktformular an, andere eine Hotline mit kurzen Wartezeiten oder sogar ein Kundenzentrum fürs persönliche Gespräch.

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