Weniger Verkehr durch Parkraumüberwachung – um dies umzusetzen, wurden jetzt Parkplätze in einem Teilstück der oberen Löhrstraße mit Bodensensoren ausgestattet. „Ziel ist es, den Parkplatzsuchverkehr in Koblenz zu reduzieren, der momentan zwischen 18 und 25 Prozent des Verkehrs in der Innenstadt ausmacht“, erläutert Claudia Probst, bei der Energieversorgung Mittelrhein (evm) für das Smart-City-Projekt verantwortlich. Um diesen Suchverkehr einzudämmen, wurden im viel befahrenen Streckenabschnitt der Löhrstraße, der sich vom Friedrich-Ebert-Ring bis zum Bahnhof zieht, Sensoren zur Parkraumüberwachung installiert. „Dabei sind zum einen insgesamt 44 Bodensensoren verbaut worden, die in Echtzeit Auskunft über die Belegung einzelner Parkplätze geben“, berichtet Claudia Probst.

Eine andere Möglichkeit, Stellplatzbelegungen zu erfassen, sind Overhead-Sensoren. Die Detektionssensoren sind an Straßenlaternen befestigt und können bis zu 100 Parkplätze erfassen. Im Abschnitt der Löhrstraße von der Kreuzung Rizzastraße bis zum Bahnhofsplatz ist diese Technologie bereits Anfang Juni installiert worden. Zudem noch am Parkplatz Peter-Altmaier-Ufer. Auf Basis dieser Informationen wird der Autofahrer bald im Internet und auf digitalen Anzeigetafeln erkennen, wie viele Parkplätze noch frei sind.

Luftreinhaltung in der Koblenzer Klimastraße
Klimaschutz mit modernen, digitalen Möglichkeiten im Sinne der Luftreinhaltung vereinen: Dieses Ziel möchten die evm und die Stadt Koblenz gemeinsam erreichen. Die Smart-City-Projekte sowie die im Zuge dieser Projekte eingerichtete Klimastraße in der Löhrstraße machen dabei große Fortschritte. Verwirklicht werden die Projekte mit Hilfe von Förderungen des Bundes sowie des Stadtwerke-Netzwerkes Thüga.

Bis Ende des Projektjahres 2020 sollen Verkehrszähler, Luftqualitätsmesser und ein Parkleitsystem, das freie Parkplätze digital anzeigt, installiert werden. Im weiteren Projektausbau der zukunftsorientierten Klimastraße sind außerdem E-Ladestationen an Straßenlaternen, Informationsterminals für Passanten sowie Feuchtigkeits- und Glättesensoren geplant. „Mit der Klimastraße in Koblenz verfolgen wir das Ziel, eine Smart City erlebbar zu machen und viele Anwendungsbereiche an einem Ort zu vereinen“, berichtet Claudia Probst. Nachdem die technischen Hilfsmittel installiert wurden, erfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren das Messen von Nutzen und Auswirkungen der Klimastraße.

Obere Löhrstraße in Koblenz
Die obere Löhrstraße wird derzeit zur Klimastraße, in der durch ein intelligentes Parkleitsystem der Suchverkehr reduziert werden soll.


Bodensensoren in der Löhrstraße
So sehen die Bodensensoren aus, die jetzt in der Löhrstraße eingebaut wurden.