Seine Erfindung schützt Leben: Der Andernacher Schüler Jan Heinemann hat beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ mit seinem „Löschigel“ den ersten Platz in der Kategorie Arbeitswelt gewonnen und vertritt Rheinland-Pfalz somit beim Bundeswettbewerb. Auch bei der Energieversorgung Mittelrhein (evm) ist die Freude groß: Das Unternehmen ist Projektpate des Regionalwettbewerbs Koblenz, bei dem Jan Heinemann vor wenigen Wochen den ersten Platz erreichte und sich für den Landeswettbewerb qualifizierte. Patenvertreter Christian Schröder: „Ich gratuliere Jan Heinemann sehr herzlich und drücke ihm jetzt für den Bundesentscheid fest die Daumen. Sein Forschergeist ist wirklich beeindruckend.“

Der Schüler des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Andernach ist selbst bei der DLRG und im Rettungsdienst aktiv und hatte sich Gedanken darüber gemacht, wie man die Sicherheit von Feuerwehrleuten erhöhen könnte. „Ich wollte eine Möglichkeit entwickeln, wie die Feuerwehr ein Betreten von brennenden Gebäuden vermeiden kann“, erläutert der 18-Jährige. Seine Lösung: der sogenannte Löschigel, der diesen Namen seinem Aussehen verdankt. Konkret handelt es sich um einen Aufsatz, der sich am Schlauch befestigen lässt und Wasser über eine Vielzahl von Düsen großflächig verteilt. Die Konstruktion lässt sich einfach auf eine Steckleiter setzen, sodass Löschwasser aus sicherer Entfernung in ein brennendes Gebäude gelangen kann.

Patentierung erfolgt

All das sorgt dafür, dass Rettungskräfte das Innere des brennenden Hauses nicht betreten müssen und sich damit keinen Gefahren aussetzen. Die beeindruckende Entwicklung des Zwölftklässlers hat nicht nur die Jury des Koblenzer Regionalwettbewerbs überzeugt, sondern jetzt auch die des Landeswettbewerbs: Die BASF in Ludwigshafen hatte diesen erneut ausgerichtet – erstmals aufgrund der Corona-Pandemie rein digital. Beachtlich fanden die Experten auch Jan Heinemanns Bemühungen, seine Erfindung weiterzuentwickeln. Der Andernacher hat seinen Löschigel inzwischen bereits patentieren lassen. Auch eine Zertifizierung strebt er an und möchte sein Produkt künftig auf Fachmessen präsentieren.

Bundeswettbewerb im Mai

Unterm Strich war für die Jugend-forscht-Landesjury klar: Der Gymnasiast erhält den ersten Preis und damit das Ticket zum Bundeswettbewerb. Vom 26. bis 30. Mai wird dieser vom Bundesland Baden-Württemberg ausgerichtet – ebenfalls rein digital. Wettbewerbspate Christian Schröder von der evm ist optimistisch: „Schon öfter konnten Schüler aus unserer Region auf Bundesebene überzeugen. Ich glaube, dass Jan Heinemann hier mit seinem Löschigel beste Chancen auf einen großen Erfolg hat.“