Das vergangene Jahr war außergewöhnlich sonnenreich. Das macht sich auch beim Ertrag der Solarparks bemerkbar. Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) hat jetzt Bilanz gezogen und kann mit erfreulichen Zahlen aufwarten. So konnten sämtliche Photovoltaikanlagen der evm mehr Strom produzieren als ein Jahr zuvor. „Die Erzeugungsmengen lagen teilweise bis zu 15 Prozent über den Erwartungen“, berichtet Dr. Steffen Weil, der bei der evm für die Energieerzeugung verantwortlich ist. 

Unterm Strich konnte die evm mit ihren eigenen Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen im Jahr 2020 rund 81,6 Millionen kWh Strom erzeugen. Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Ertrag damit 2,1 Prozent niedriger. Dieser leichte Rückgang geht im Wesentlichen auf die schwächere Windausbeute zurück. Der Windpark Höhn beispielsweise produzierte 31,1 Millionen kWh Strom; ein Jahr zuvor waren es noch 2,4 Millionen kWh mehr. 

Der ertragsreichste Tag des Jahres lag diesmal außergewöhnlich früh: Am 20. April 2020 konnte die evm mit ihren Anlagen 726.535 kWh Strom erzeugen. An diesem Tag kamen eine hohe solare Einstrahlung und hervorragende Windverhältnisse für die Stromproduktion zusammen, erklärt Steffen Weil. 

Die Energieversorgung Mittelrhein betreibt eine Reihe von Anlagen in der Region, um Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Dazu gehören die Windkraftanlagen in Waigandshain und Höhn, die Biogasanlage in Boppard, die Solarparks in Görgeshausen, Hachenburg, Höhn und Mastershausen, Anlagen in Hahn am See und Koblenz sowie die Wasserkraftwerke in Nauroth und Bad Marienberg. „Derzeit laufen bei uns die Planungen für einen weiteren Ausbau der Kapazitäten. Unter anderem planen wir Solarparks in der Eifel im Westerwald und im Hunsrück“, erläutert Bereichsleiter Steffen Weil. Und auch bei Privatkunden wird Photovoltaik immer beliebter: Die evm hat ihr Paket Energiedach inzwischen an rund 400 Kunden verkauft und damit die Menge an Ökostrom, der in der Region produziert wird, deutlich erhöhen können.