630 kVA für den Ernstfall: evm-Gruppe erweitert Flotte um leistungsstarken Selbstfahrer

Drei Personen besprechen sich in einem Büro, wobei eine Frau sitzt und Notizen macht, während die anderen stehen. Große Fenster im Hintergrund bieten Ausblick auf Gebäude.

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Mehrere Mitarbeitende der Energienetze Mittelrhein bedienen das mobile Stromaggregat während eines Netzeinsatzes. Im Vordergrund liegen Anschlusskabel, während die Techniker die Steuerung des Fahrzeugs überwachen. Das Aggregat unterstützt die Stromversorgung bei Wartungsarbeiten und Netzstörungen.
© evm/Niklas Oster
Das neue Stromaggregat unterstützt die enm bei Wartungsarbeiten und Störungen im Stromnetz.

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. Die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) hat ihren Fuhrpark um ein mobiles Stromaggregat erweitert. Der sogenannte Selbstfahrer kommt künftig bei geplanten Wartungsarbeiten sowie bei Störungen im Stromnetz zum Einsatz. Mit einer elektrischen Leistung von 630 kVA, die etwa 500 kW entsprechen, trägt das Fahrzeug dazu bei, die Versorgungssicherheit im Netzgebiet weiter zu stärken und Stromunterbrechungen für Kundinnen und Kunden möglichst zu vermeiden.

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich beim Selbstfahrer um ein mobiles Stromaggregat, das direkt in ein Einsatzfahrzeug integriert ist. Anders als bei herkömmlichen Lösungen muss kein zusätzlicher Anhänger bewegt werden. Dadurch kann das Team der Energienetze Mittelrhein, der Netzgesellschaft in der evm-Gruppe, schneller auf geplante Einsätze und unvorhergesehene Netzsituationen reagieren. Bei einem aktuellen Einsatz in Brohl kam das neue Fahrzeug bereits erfolgreich zum Einsatz. Während Wartungsarbeiten an einer Hochstation durchgeführt wurden, übernahm das Aggregat die Stromversorgung der betroffenen Netzstrecke. So konnten die Arbeiten durchgeführt werden, ohne dass die angeschlossenen Haushalte und Gewerbebetriebe von einer Unterbrechung der Stromversorgung betroffen waren.

Aufgebaut auf einem Mercedes Arocs vereint der Selbstfahrer hohe Leistung und Mobilität. Mit 630 kVA steht ausreichend Leistung zur Verfügung, um betroffene Netzabschnitte schnell und zuverlässig zu versorgen. Im Notstrombetrieb kann das Aggregat je nach Lastsituation die Versorgung von rund 60 bis 100 Haushalten sicherstellen. Herzstück der Anlage ist eine digitale Steuerung mit Touchscreen. Sie ermöglicht den Technikern eine einfache und übersichtliche Bedienung des Aggregats sowie die permanente Kontrolle aller relevanten Betriebsdaten. „Der Selbstfahrer ist ein wichtiger Baustein für eine moderne und zuverlässige Netzführung“, erklärt Christoph Kuhlen, Teamleiter für die Netze entlang der Rheinschiene. „Er ermöglicht es uns, notwendige Arbeiten am Stromnetz unterbrechungsfrei durchzuführen oder auf Störungen schnell zu reagieren, ohne die Versorgung unserer Kunden unnötig zu beeinträchtigen. Damit investieren wir gezielt in die Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit unserer Netze.“

Mit der Anschaffung investiert die enm in eine moderne Netzinfrastruktur und stärkt ihre Fähigkeit, flexibel auf die Anforderungen eines zunehmend komplexen Energiesystems zu reagieren. Leistungsfähige und sichere Netze sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, die Energieversorgung der Region auch künftig zuverlässig zu gewährleisten.