Fünf Tonnen für konstanten Wasserdruck

Drei Personen besprechen sich in einem Büro, wobei eine Frau sitzt und Notizen macht, während die anderen stehen. Große Fenster im Hintergrund bieten Ausblick auf Gebäude.

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Im Inneren des neuen Druckminderungsschachts sind blaue Rohrleitungen, Armaturen und Regeltechnik zu sehen. Die Anlage gleicht Schwankungen im Eingangsdruck aus und sorgt für einen konstanten, niedrigeren Ausgangsdruck, um die Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern.
Blick in den Druckminderungsschacht: Die Technik hier gleicht Schwankungen im Eingangsdruck aus und sorgt für einen konstanten, niedrigeren Ausgangsdruck. Das sichert die Trinkwasserversorgung langfristig.

LAHNSTEIN. Für die meisten Menschen ist sie selbstverständlich: die zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser. Damit Wasser jederzeit in der gewünschten Menge und Qualität aus dem Hahn fließt, ist jedoch eine leistungsfähige Infrastruktur im Hintergrund erforderlich. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet künftig ein neuer Druckminderungsschacht, den die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) auf dem Gelände der Rittersturzkaserne in Lahnstein eingebracht hat. Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) hat die Arbeiten als Betriebsführerin der Vereinigte Wasserwerke Mittelrhein (VWM) beauftragt. Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Energienetze Mittelrhein (enm).

Echte Millimeterarbeit
Mit einem Gesamtgewicht von nahezu fünf Tonnen bilden der Schacht und seine Betonflachabdeckung ein echtes Schwergewicht. Für den Transport und das Einsetzen in die zuvor ausgehobene Baugrube kam deshalb ein Spezialkran zum Einsatz. „Mit dem neuen Druckminderungsschacht modernisieren wir unser Trinkwassernetz an einer zentralen Stelle“, erklärt Sascha Schaab, Baubeauftragter der enm in Lahnstein. Über die Anlage werden die Bereiche „Auf'm Kissel“, „Bahnhofsstraße“, „Becherhöllstraße“, „Dr.-Bachenheimer-Straße“, „Dr.-Michel-Straße“, „Im Mückenberg“, „Kölner Straße“ sowie „Taubhausstraße“ versorgt. „Die Modernisierung von Druckminderungsschächten ist aufgrund des Gesamtgewichts der Anlage eine echte Seltenheit. Allein die Einbringung mittels Spezialkran war bereits logistisch herausfordernd und echte Millimeterarbeit“, berichtet Schaab weiter.

Fit für die Zukunft
Nach dem Einbau wird der Schacht in die Transport- und Versorgungsleitungen eingebunden, die vom höher gelegenen Hochbehälter Lichterkopf in das Versorgungsgebiet führen. Da der Hochbehälter deutlich oberhalb der angeschlossenen Gebäude liegt, ist der Wasserdruck in den Leitungen zunächst zu hoch. „Um das Leitungsnetz zu schützen und die Gebäude zuverlässig versorgen zu können, muss dieser Druck reduziert werden“, erläutert Schaab. Genau diese Aufgabe übernimmt der neue Druckminderungsschacht. Er gleicht Schwankungen im Eingangsdruck aus und sorgt für einen konstanten, niedrigeren Ausgangsdruck. Dadurch werden sowohl die Leitungen als auch die angeschlossenen Hausinstallationen entlastet und die Trinkwasserversorgung langfristig gesichert. „So sichern wir die Trinkwasserversorgung in den angeschlossenen Stadtbereichen langfristig und machen unsere Wasserinfrastruktur in Lahnstein fit für die Zukunft“, schließt Sascha Schaab.