KOBLENZ/WESTERWALDKREIS. Nach dem schweren Unwetter am Mittwochabend arbeitet die Energienetze Mittelrhein (enm), die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein, weiterhin mit allen verfügbaren Kräften an der Beseitigung der Schäden und der Wiederherstellung der Stromversorgung. Der Großteil der von den Stromausfällen betroffenen Kundinnen und Kunden konnte inzwischen wieder versorgt werden. Im Mittelspannungsnetz, das die Stromversorgung der Ortsnetzstationen sicherstellt, sind mittlerweile rund 95 Prozent der betroffenen Bereiche wieder am Netz. Die verbliebenen Ausfälle konzentrieren sich vor allem auf das Niederspannungsnetz. Dort haben die Unwetterschäden teilweise erhebliche Schäden an Hausanschlüssen, Dachständern und Gebäuden verursacht, die eine Wiederversorgung deutlich aufwendiger machen. Betroffen sind aktuell ganz oder teilweise die Ortsgemeinden Bilkheim, Boden, Dahlen, Deesen, Dernbach, Ehringhausen, Girod, Grenzau, Grenzhausen, Horchheim, Meudt, Mogendorf, Oberahr, Salz, Sessenhausen, Siershahn und Wallmerod. Die Lage kann sich aufgrund des Fortschritts der Reparaturarbeiten fortlaufend ändern.
Erhebliche Schäden am Stromnetz
Die Schäden am Stromnetz sind teilweise erheblich. Umgestürzte Bäume, beschädigte Freileitungen und gerissene Leiterseile haben an zahlreichen Stellen zu Störungen geführt. In den noch betroffenen Gebieten müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der enm vielfach individuelle Schäden an Gebäuden und Hausanschlüssen begutachten und beheben. Die Wiederherstellung der Stromversorgung erfolgt daher Schritt für Schritt und erfordert teilweise umfangreiche Reparaturmaßnahmen. „Wir setzen weiterhin alles daran, die Stromversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen. In einigen Bereichen haben wir es jedoch mit besonders schweren Schadensbildern zu tun. Daher können wir derzeit keine belastbare Aussage treffen, wann einzelne Orte oder Gebäude wieder mit Strom versorgt werden können“, erklärt enm-Geschäftsführer Hendrik Majewski.
Aktuelle Infos auf enm-Webseite
In Einzelfällen kann die Wiederherstellung der Versorgung noch mehrere Tage andauern. Das ist zum Beispiel bei besonders beschädigten Gebäuden der Fall, insbesondere wenn Stromleitungen über Dachständer auf diesen Gebäuden geführt wurden. Aktuelle Informationen zu den betroffenen Orten veröffentlicht die enm fortlaufend unter www.enm.de/netzstoerung. Dort finden Kundinnen und Kunden auch Kontaktmöglichkeiten, um Störungen zu melden oder Hinweise zu Schäden an der Strominfrastruktur weiterzugeben. Die Liste der betroffenen Orte wird laufend aktualisiert.

