Windpark Schneifelhöhe nimmt sichtbar Gestalt an

Drei Personen besprechen sich in einem Büro, wobei eine Frau sitzt und Notizen macht, während die anderen stehen. Große Fenster im Hintergrund bieten Ausblick auf Gebäude.

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Mehrere Großkräne errichten auf der Baustelle des Windparks Schneifelhöhe einen Betonturm für eine Windenergieanlage. Einzelne Turmsegmente werden mit Hilfe der Kräne aufeinandergesetzt. Die Anlage entsteht auf einem Fundament im Waldgebiet der Schneifelhöhe und ist Teil des Windparks mit insgesamt elf Windenergieanlagen.

KOBLENZ/PRÜM. Auf der Schneifelhöhe bei Prüm nimmt eines der größten Erneuerbare-Energien-Projekte der Region zunehmend Gestalt an: Die Fundamente für alle elf Windenergieanlagen sind fertiggestellt. Inzwischen läuft die nächste wichtige Bauphase. Auf den Fundamenten werden die Betontürme errichtet, auf denen später die weiteren Komponenten der Windenergieanlagen montiert werden. Parallel schreiten die Arbeiten für die elektrische Infrastruktur und die Anbindung des Windparks an das Stromnetz voran. Der Windpark wird nach seiner Fertigstellung über eine Gesamtleistung von 77 Megawatt verfügen. Bauherrin des Windparks ist die evm Windpark Schneifelhöhe GmbH & Co. KG, an der die Energieversorgung Mittelrhein AG, die Stadtwerke Karlsruhe und die Thüga Erneuerbare Energien beteiligt sind.

„Wer heute auf die Schneifelhöhe kommt, kann sehen, wie aus vielen Jahren Planung Schritt für Schritt Realität wird. Mit den fertigen Fundamenten und dem Aufbau der Türme haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht“, erklärt Dr. Steffen Weil, zuständiger Bereichsleiter bei der evm. „Gleichzeitig arbeiten wir intensiv an der Infrastruktur, die notwendig ist, um den hier erzeugten erneuerbaren Strom künftig zuverlässig ins Netz einzuspeisen.“

Neue Infrastruktur für den Windstrom

Nicht nur an den Standorten der Windenergieanlagen selbst wird derzeit gebaut. Parallel entsteht die technische Infrastruktur für den Betrieb des Windparks. Dazu gehört ein rund 14 Kilometer langes Kabelnetz, das die einzelnen Windenergieanlagen mit dem neuen Umspannwerk verbindet. Auch das Umspannwerk selbst befindet sich im Bau. Eine zentrale Komponente ist der Transformator des Umspannwerks, dessen Anlieferung derzeit vorbereitet wird. Das Umspannwerk stellt die Verbindung zwischen dem Windpark und dem Stromnetz her, damit die Energie auch eingespeist werden kann.

Strom für rund 160.000 Menschen

Die Luftaufnahme zeigt die Baustelle einer Windenergieanlage im Windpark Schneifelhöhe. Ein großer roter Raupenkran montiert weitere Turmsegmente auf einem bereits weit fortgeschrittenen Betonturm. Rund um den Standort sind Baustellenflächen, Maschinen und Waldflächen zu erkennen. Die Aufnahme dokumentiert den Baufortschritt der elf Windenergieanlagen auf der Schneifelhöhe.

Mit elf Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 77 Megawatt ist der Windpark Schneifelhöhe das bislang größte regenerative Erzeugungsprojekt der evm-Gruppe. Die geplante jährliche Stromproduktion liegt bei rund 200 Millionen Kilowattstunden. Diese Energiemenge entspricht bilanziell dem jährlichen Strombedarf von rund 160.000 Menschen.

„Der Windpark Schneifelhöhe zeigt, in welchen Dimensionen wir den Ausbau der erneuerbaren Energien in unserer Region vorantreiben“, betont Dr. Steffen Weil. „Mit 77 Megawatt Leistung wird der Windpark einen erheblichen Beitrag zur regionalen Stromerzeugung leisten. Für uns ist das Projekt deshalb ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer zunehmend klimafreundlichen und unabhängigen Energieversorgung.“

In den kommenden Monaten stehen die Fertigstellung der Türme und die Montage der weiteren Anlagenkomponenten im Mittelpunkt. Parallel wird die elektrische Infrastruktur weiter aufgebaut und in Betrieb genommen. Nach aktueller Planung soll die erste Windenergieanlage im zweiten Quartal 2027 ans Netz gehen.

Fakten zum Windpark Schneifelhöhe

  • Standort: Schneifelrücken in der Verbandsgemeinde Prüm, Eifelkreis Bitburg-Prüm
  • Anlagen: elf Windenergieanlagen von Nordex
  • Leistung: 7 Megawatt je Anlage, insgesamt 77 Megawatt
  • Gesamthöhe: rund 250 Meter
  • Nabenhöhe: 164 Meter
  • Rotordurchmesser: 163 Meter
  • Jahresenergieertrag: rund 200 Millionen Kilowattstunden
  • Versorgungsleistung: bilanziell Strom für rund 160.000 Menschen
  • Projektpartner: evm, Stadtwerke Karlsruhe und Thüga Erneuerbare Energien