Dass es im Westerwald schon mal kalt, windig und nass sein kann, wissen die meisten und bleiben dann zu Hause, bestenfalls vor einem warmen Kamin und einer heißen Tasse Tee. Muss man dann aber zu einem Fußballtraining oder sogar Spiel, dann sollte man besser gut geschützt auf dem Platz stehen. Darum wünschte sich der relativ junge Jugendförderverein Wolfstein/Sieg e.V. Regenbekleidung in der kühlen Jahreszeit bei Training und Spiel für rund 150 aktive Sportlerinnen und Sportler.

 Die Geburt des Jugendfördervereins

Der Jugendförderverein (JFV) wurde erst im April 2021 gegründet. Hervorgegangen ist er aus den beiden Jugendspielgemeinschaften (JSGen) der nachfolgend aufgeführten zwölf Stammvereinen: Norken, Mörlen, Nauroth, Hof, Bad Marienberg, Fehl-Ritzhausen, Eichenstruth-Großseifen, Neunkhausen, Daaden, Weitefeld-Langenbach, Derschen und Friedewald. Gesucht wurde ein neutraler Namen mit Bezug zur Region und so nannte man sich schließlich Wolfstein. Passend dazu gestaltet ziert das Logo zwei ineinander verschlungene Wölfe. Das trägt auch zur Bildung von Corporate Identity bei. Zu den bereits neu angeschafften Trikots und Trainingsanzügen der Sportler und Sportlerinnen sollen sich in dieser Jahreszeit die Regenjacken hinzugesellen. Die Idee dahinter erklärt JFV-Geschäftsführer Markus Fabig: „Aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge und anderen Alternativen des Breitensports haben wir uns überlegt, wie wir Fußball attraktiver gestalten können.“ Wichtig finden die Verantwortlichen des JFV die Vermittlung von Sozialkompetenzen und Werte wie Teamgeist, Fairness und Toleranz.

Von der Gründung bis heute

Das zugrundeliegende Konzept ist es, regional und leistungsstark Fußball zu spielen, mit engagierten Trainern mit DFB-Lizenz. Diese gibt es im Verein, aber es wird immer schwieriger, neue zu engagieren. „In Zeiten von Corona hatten wir Zeit, unsere Idee, den Förderverein ins Leben zu rufen, in die Tat umzusetzen. Kurz vor dem zweiten Lockdown im Oktober 2020 teilten wir die Arbeitsaufträge unter uns auf“, erläutert Torsten Christians, der erste Vorsitzende des JFV. Ein halbes Jahr später wurde der JFV offiziell als Verein eingetragen, im Mai dieses Jahres begann der Trainingsbetrieb und heute, noch sechs Monate weiter, kann der Verein schon auf etliche Erfolge blicken. Viele der ersten Mannschaften spielen in der Rheinland-Liga und einige der zweiten Mannschaften in der Bezirksliga. Das spricht für die Qualität des Trainings. Neben dem JFV, in dem es um Leistungssport geht, gibt es weiterhin noch die beiden Jugendspielgemeinschaften, die sich um Fußball als Breitensport kümmern und die als Basis für die Nachwuchsarbeit für den JFV im Bereich Bambinis bis E-Jugend unabdingbar sind.

Ein Energieschub

„Wir möchten im JFV eine zeitgemäße und leistungsorientierte Fußball-Jugendarbeit leisten und talentierten Fußballerinnen und Fußballern im nördlichen Rheinland-Pfalz die Möglichkeit bieten, sich weiterzuentwickeln.“
Ein Kind, das eine Ganztagsschule besucht, hat nicht wirklich Zeit und Lust, noch für den Sport in der Freizeit viele Kilometer in der Woche zurückzulegen. „Deshalb schaffen wir einen Weg, dass die Jungen und Mädchen ihren Sport mit kurzen Wegen verbunden, möglichst in der Nähe ihres Wohnortes, ausüben können“, führt Markus Fabig aus.
Die Ausschreibung der Energieversorgung mittelrhein (evm) kam gerade recht. „Wir haben sie gesehen und sofort gedacht, das ist genau das Richtige für uns. Einen Energieschub erhalten. Nachdem wir viele Menschen im Umfeld motivieren konnten, hat es bestens für uns funktioniert, so dass wir uns sehr über den dritten Platz freuen. Wir stehen auf dem Treppchen und haben 2.000 Euro (mehr), die wir in unsere Regenjacken investieren können.“ „Denn das Thema Sponsoring ist momentan nicht ganz einfach“, erklärt Torsten Christians, der nicht nur erster Vorsitzende des JVF Wolfstein ist, sondern auch jahrelang Jugendleiter seines Heimatvereines FC Norken e.V. war und sich dort auch weiterhin an der Basis engagiert. Durch die Aktion „Energieschub“ sei die evm positiv ins Bewusstsein vieler Menschen gerückt, fährt er fort.