Wann sollte man einen Termin für eine Energieberatung ausmachen?

Daniel Knollema: Für einen Termin zur Energieberatung gibt es viele Gründe. Einer kann ein zu hoher Strom- oder Gasverbrauch im eigenen Haushalt sein. Dann gehen wir gemeinsam mit unseren Kunden auf die Suche nach dem Grund dafür und zeigen Einsparpotenziale aus. So helfen wir, den eigenen Energieverbrauch zu optimieren und bares Geld zu sparen.

Wie läuft eine Energieberatung im Regelfall ab?

Daniel Knollema: Zumeist erhalten wir eine Anfrage von interessierten Kunden. Diese wird dann dem zuständigen Gebietsleiter zugeteilt. Es kommt zu einer Kontaktaufnahme unsererseits, bei der wir vorab schon einmal den Grund für die Anfrage mit dem Kunden klären und wichtige Eckdaten besprechen. Im Normalfall findet dann ein Termin vor Ort statt, bei dem wir viele verschiedene Faktoren untersuchen. So sehen wir uns beispielsweise die Heizungsanlage, die Gebäudedecke, Fenster und das Dach an. Was viele nicht wissen: Auch die oberste Geschossdecke verliert häufig Wärme, sodass es zu einem übermäßigen Energieverbrauch kommen kann. In der Regel dauert ein solcher Termin zwischen 60 und 90 Minuten.

Findet die Energieberatung auch während der Corona-Pandemie wie gewohnt statt?

Daniel Knollema: Ja, aber wir gehen andere Wege als vor der Pandemie. Wir haben zum Beispiel festgestellt, dass wir viele Probleme auch über das Telefon lösen können. Auch die neu angebotene Online-Videoberatung hilft uns sehr, Kunden zu beraten. Wenn wir einen Termin vor Ort haben, tragen wir natürlich eine Maske und achten darauf, den nötigen Abstand zum Kunden zu wahren, um so alle Hygienevorschriften einzuhalten. Die Beratungen an sich werden also nicht eingeschränkt.

 

Daniel Knollema sitzt in seinem Büro am Schreibtisch
Auch während der Corona-Pandemie können Energieberatungen durchgeführt werden.

 

Wann sollte ich meine Heizung warten und wann lohnt ein Neukauf?

Daniel Knollema: Das wohl wichtigste Kriterium ist das Alter der Heizung. Hat diese ein Alter von 18 Jahren überschritten, sollte man den Neukauf einer Heizung im Hinterkopf haben, da die alten Modelle zuweilen überholt sind. Eine Wartung der Heizung kann die Werte zwar verbessern, sollte aber keine Dauerlösung sein. Ein weiterer, zu berücksichtigender Faktor ist der neu eingeführte CO2-Preis. Pro verbrauchter Tonne CO2 zahlt man nun 25 Euro mehr als noch 2020. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt sind das im Jahr um die 205 Euro an Zusatzkosten. Und der Preis wird sich in den nächsten Jahren noch verdoppeln. Wer nun noch eine alte Heizung mit einem hohen Energieverbrauch hat, sollte sich fragen, ob die Kosten den Nutzen nicht übersteigen. Wer sich keine neue Heizung leisten kann, hat auch die Möglichkeit, sich eine Heizung über die evm zu mieten. Zu zahlen sind nur die Pachtgebühren. Selbst um Wartung und Reparaturen muss man sich dann keine Gedanken mehr machen.


Worauf sollte ich beim Kauf einer neuen Heizung achten?

Daniel Knollema: Das ist natürlich von den eigenen Bedürfnissen abhängig. Im Normalfall ist aber immer zu der Anschaffung einer Brennwertanlage zu raten. Wer vorher eine Gasheizungsanlage hatte, sollte sich einen Wechsel zur Brennwertanlage überlegen, da diese Technik ausgereift und zuverlässig ist. Je nach Kundenbedürfnis kann es aber auch Sinn machen, zu einer Solarthermie zu wechseln oder eine Hybridanlage zu installieren. Diese Entscheidungen lassen sich aber erst nach einer Besichtigung des Hauses bestimmen, da hier viele Faktoren eine Rolle spielen. Generell lässt sich aber sagen, dass bei einer Erneuerung ein hydraulischer Abgleich zunächst immer Sinn macht, um so eine richtige Vorlauftemperatur von 60 bis 65°C einzustellen. In vielen Haushalten ist diese Temperatur viel zu hoch eingestellt, weswegen es zu einem erhöhten Energieverbrauch kommen kann. Durch den hydraulischen Abgleich können Strömungsgeräusche an Thermostatventilen vermieden und Heizenergie eingespart werden.  Auch sorgt eine niedrigere Rücklauftemperatur für eine Verbesserung des Nutzungsgrades von Brennwertkesseln. Wer eine Umwälzpumpe besitzt, spart zudem Strom.

 

Welche Probleme entdecken Sie bei Ihren Besuchen am häufigsten?

Daniel Knollema: Meistens ist die Heizungsanlage zu alt oder falsch eingestellt. Oft spielen hier Kleinigkeiten eine Rolle: Durch eine Verringerung der Warmwassertemperatur von 70°C auf 50- 60°C kann schon viel Energie eingespart werden. Wer seine Heizung permanent auf 24°C-Zimmertemperatur eingestellt hat, verschwendet auch viel Wärme.  Was viele nicht wissen: Fenster und Türen aus Aluminium geben ebenfalls sehr viel Wärme ab. Wir entdecken oft viele Kleinigkeiten, die schnell und einfach behoben werden können.

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