Kurz zusammengefasst

  • 91 Schülerinnen und Schüler präsentierten beim Regionalwettbewerb ihre Projekte. 
  • Mehr als 50 Projekte kamen aus verschiedenen Teilen der Region.
  • Veranstaltungsort für die Preisverleihung war die Hochschule Koblenz. 
  • Die Projekte beschäftigten sich unter anderem mit Technik, Nachhaltigkeit, Biologie und Digitalisierung.
  • Mehrere Nachwuchsforschende qualifizierten sich mit einem ersten Platz für die nächste Wettbewerbsstufe. 
  • Die evm richtet den Regionalwettbewerb seit mehr als 20 Jahren aus. 
  • Jugend forscht möchte junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern und Talente fördern.

Von der Datenbrille bis zur Plastikalternative

Wie können Papierstrohhalme länger stabil bleiben? Wie kann eine nachhaltige Alternative zum Lithium-Ionen-Akku aussehen? Oder kann eine Heizung auf Basis von Salz funktionieren? Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Monaten auseinandergesetzt. Beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ hatten nun 91 Schüler und Schülerinnen die Gelegenheit, die Fachjury mit ihren Projekten zu beeindrucken.

Mehr als 50 Projekte aus der Region

Eine Person hält ein selbstgebautes elektronisches Gerät vor einer Präsentationstafel in einer Ausstellungshalle. Auf der Tafel steht: "Innen den Durchblick behalten: eine Datenbrille günstig selber bauen".
© Sascha Ditscher
Jonathan Baschek vom Bischöflichen Cusanus-Gymnasium in Koblenz entwickelte eine günstige Datenbrille und errang damit Platz 1 in der Kategorie Arbeitswelt.

Marcelo Peerenboom von der Energieversorgung Mittelrhein war als Wettbewerbspate begeistert: „Ihr könnt alle stolz auf eure Ergebnisse sein“, sagte er zu Beginn der Preisverleihung in den Räumen der Hochschule Koblenz. Mit über 50 eingereichten Projekten aus Koblenz, dem Kreis Mayen-Koblenz, dem Kreis Neuwied, dem Westerwaldkreis, dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Donnersbergkreis durfte sich der Wettbewerb über eine rege Teilnahme freuen. Diejenigen, die in ihrem Fachgebiet den ersten Platz erreichen, ziehen nun in die nächste Runde ein und messen sich im nächsten Schritt auf Landesebene. „Diesen Teilnehmenden drücken wir ganz fest die Daumen und hoffen, dass sie am Ende so weit kommen wie Jan Heinemann aus Andernach, der mit seiner Erfindung ,Löschigel‘ erst unseren Regionalwettbewerb und später sogar den Bundeswettbewerb gewinnen konnte. Inzwischen hat er ein Unternehmen gegründet, das das Spezialgerät für die Feuerwehr herstellt“, erklärt Marcelo Peerenboom von der evm, die den Wettbewerb bereits seit mehr als 20 Jahren ausrichtet. 

Vom Regionalwettbewerb eine Runde weiter

Gute Chancen, auch beim Landeswettbewerb erfolgreich zu sein, hat beispielsweise Jonathan Baschek vom Bischöflichen Cusanus-Gymnasium in Koblenz. Der 14-Jährige entwickelte eine Datenbrille. „Die Idee kam mir bei einer Autofahrt. Ich wünschte mir eine Möglichkeit, Benachrichtigungen meines Smartphones überprüfen zu können, ohne es aus der Tasche ziehen zu müssen“, erzählt der Neuntklässler. Und da sogenannte Smart Glasses meist mehr als 1.000 Euro kosten, arbeitete er an einer günstigeren Variante, was die Jury sehr beeindruckte und am Ende mit Platz 1 in der Kategorie Arbeitswelt belohnte. 

Leonie Alt vom Johannes-Gymnasium untersuchte in ihrer Arbeit, wie Koffein und Alkohol in unterschiedlichen Konzentrationen auf einen Wasserfloh wirken. Das brachte ihr den ersten Platz in der Kategorie Biologie ein.
Sascha Ditscher, © Sascha Ditscher/evm
Leonie Alt vom Johannes-Gymnasium untersuchte in ihrer Arbeit, wie Koffein und Alkohol in unterschiedlichen Konzentrationen auf einen Wasserfloh wirken. 

Minh Anh Vu und Anastasia Held vom Max-von-Laue-Gymnasium reisen ebenfalls zum Landeswettbewerb. Die beiden gewannen mit ihrer Idee, eine umweltfreundliche Plastik-Alternative aus Chitosan herzustellen, das aus dem Chitin von Garnelen und Krabben gewonnen wird. Jan Hoffart von derselben Schule landete gleichfalls auf dem ersten Platz. Er entwickelte ein digitales Lager- und Kassensystem für den Schulkiosk. Das Max-von-Laue-Gymnasium erhielt aus den Händen von Wettbewerbsleiter Helmut Meixner einen Sonderpreis: Die Schule hatte mit 24 Projekten die meisten eingereicht.

Doch nicht nur die Koblenzer Schulen haben viele erfolgreiche Projekte eingereicht, auch einige Schülerinnen und Schüler aus dem Rhein-Lahn-Kreis, dem Westerwaldkreis und dem Kreis Neuwied konnten sich für die nächste Stufe des Schüler- und Jugendwettbewerbs qualifizieren: So reist auch Leonie Alt vom Johannes-Gymnasium in Lahnstein zum Landeswettbewerb. Die 19-Jährige landete mit ihrer Arbeit zur Wirkung von Alkohol und Koffein auf dem ersten Platz. Die Abiturientin wollte herausfinden, wie Koffein und Alkohol in unterschiedlichen Konzentrationen auf einen Wasserfloh wirken. Das Ergebnis: Je höher die Dosis, desto schädlicher.

Lias Haas und Joy Wall von der Johanna-Loewenherz-Gesamtschule in Neuwied überzeugten die Jury mit ihrer Arbeit „Das grüne Bootsprojekt“ und erlangten damit den ersten Platz in der Kategorie Technik
Sascha Ditscher, © Sascha Ditscher/evm
Lias Haas und Joy Wall überzeugten die Jury mit ihrer Arbeit „Das grüne Bootsprojekt“ und erlangten damit den ersten Platz in der Kategorie Technik.

Lias Haas und Joy Wall von der Johanna-Loewenherz-Gesamtschule in Neuwied konnten die Fachjury ebenfalls von ihrem Projekt überzeugen. Die beiden Zwölfjährigen untersuchten mit ihrer Arbeit „Das grüne Bootsprojekt“, wie lange zwei von ihnen gebaute Boote mit identischem Akku fahren können. „Wir hatten die Idee, zwei unterschiedliche Bootsrümpfe zu bauen und zu testen“, erzählten sie. Die Boote entstanden in einem 3-D-Drucker, und beim Versuch auf dem Schwanenteich in Dierdorf kam dann heraus, dass der gebaute Trimaran deutlich weniger Energie verbraucht als das Speedboat. Auch Emil und Janosch Zierold vom Peter-Altmeier-Gymnasium in Montabaur sind beim Landeswettbewerb dabei. Die beiden Schüler gewannen mit ihrer Idee, einen wiederverwendbaren Tintenkiller zu schaffen. „Wir wollten einen Tintenkiller herstellen, der wiederbefüllbar ist, um unnötigen Plastikmüll zu vermeiden“, erläuterten die beiden Brüder. Dazu stellten sie ungiftige Flüssigkeit selbst her, um sie dann in ihren Tintenkiller zu füllen. Die Jury war überzeugt und schickt sie eine Runde weiter.

Fazit

Der Regionalwettbewerb zeigt, wie vielfältig junge Menschen wissenschaftliche, technische und gesellschaftliche Fragestellungen angehen. Ob Datenbrille, nachhaltiges Material, energieeffizientes Boot oder wiederverwendbarer Tintenkiller: Hinter jedem Projekt steht eine konkrete Frage und der Versuch, eine eigene Lösung zu entwickeln.

Genau dieses selbstständige Forschen ist ein Kerngedanke von Jugend forscht: Junge Menschen sollen eigene Fragestellungen bearbeiten und früh wissenschaftliche Methoden kennenlernen.

Jetzt für den evm-Newsletter anmelden

Abonniere unseren Newsletter und bleibe immer auf dem Laufenden. Profitiere von wertvollen Tipps und entdecke tolle Angebote, mit denen du sparen kannst.

Jetzt abonnieren:

Das Formular wird geladen, einen Moment bitte…
Wir verwenden deine Daten ausschließlich zum Versand und zur Personalisierung des evm-Newsletters. Wir geben deine Daten ausschließlich an unseren Dienstleister zum Newsletterversand weiter. In jedem Newsletter bieten wir dir die Möglichkeit, dein Abonnement zu kündigen. Zu statistischen Zwecken führen wir anonymisiertes Link-Tracking durch. Lies dazu auch unsere Datenschutzerklärung.