Mehr Verbrauch als gedacht? Die größten Stromfresser im Alltag | evm Blog

Warmwasser: Der unsichtbare Kostenfaktor

Wasser hat eine hohe Wärmekapazität. Um es zu erhitzen, wird viel Energie benötigt. Nicht verwunderlich also, dass rund 12 – 14 % des Stromverbrauchs im Haushalt auf Warmwasser zurückgehen.

Besonders betroffen sind Haushalte, die Geräte wie Durchlauferhitzer, Boiler oder eine elektrische Warmwasserbereitung nutzen, denn hier wird Strom direkt in Wärme umgewandelt.

Keine Sorge, so kannst du den Verbrauch senken:

  1. Nutze einen Sparduschkopf – damit kannst du deinen Stromverbrauch beim Duschen deutlich senken.
  2. Senke die Warmwassertemperatur des Durchlauferhitzers auf etwa 39 Grad – das reicht im Alltag völlig aus.
  3. Halte deine Duschzeit etwas kürzer – schon ein paar Minuten machen einen großen Unterschied.

Waschen & Trocknen: Hoher Stromverbrauch durch Wärme

Auch hier spielt Hitze eine zentrale Rolle. Beim Waschen wird Wasser erhitzt, beim Trocknen Luft, beides ist mit einem entsprechend hohen Energieaufwand verbunden. Daher zählen Waschmaschine und Trockner zu den größeren Einzelverbrauchern im Haushalt.

Insbesondere ältere Geräte arbeiten dabei häufig weniger effizient, da Sensorik, Heizsysteme und Mengensteuerung noch nicht so ausgereift sind wie bei neueren Modellen.

Das kannst du tun:

  1. Wasche lieber größere Mengen auf einmal – eine volle Maschine arbeitet deutlich effizienter als eine nur zum Teil beladene.
  2. Versuche, Wäsche öfter an der Luft zu trocknen statt im Trockner (auch hier gilt: lieber voll als teilbeladen).

Unterhaltung, Internet & Homeoffice: Kleine Geräte, großer Verbrauch

Informations- und Kommunikationstechnik macht heute einen erheblichen Teil des häuslichen Stromverbrauchs aus. Dazu zählen unter anderem Fernseher, WLAN-Router, Computer, Monitore oder Spielekonsolen. Viele dieser Geräte sind entweder dauerhaft in Betrieb oder verbleiben im Standby-Modus und sorgen so für eine konstante Grundlast im Haushalt. Insgesamt entfallen etwa 27–29 % des Stromverbrauchs auf diesen Bereich.

Gerade im Homeoffice steigt der Verbrauch zusätzlich, da die Geräte über längere Zeiträume hinweg genutzt werden.

Hier kannst du optimieren:

  1. Nutze Energiesparmodi bewusst – Modi wie automatische Abschaltung oder Ruhezustand helfen, unnötige Laufzeiten zu vermeiden.
  1. Reduziere die Helligkeit von Monitoren und Fernsehern – das spart direkt Strom, ohne dass du viel merkst.
  2. Lade Geräte wie Smartphones nur dann, wenn es notwendig ist – schalte ungenutzte Mehrfachsteckdosen mit Kontrolllampe aus.

Küche: Dauerbrenner im Alltag

In der Küche kommen gleich mehrere Stromfresser zusammen. Allen voran der Kühlschrank. Er läuft rund um die Uhr und gleicht kontinuierlich Temperaturunterschiede aus. Auch Herd und Backofen benötigen viel Energie, insbesondere bei hohen Temperaturen. Hinzu kommt die Spülmaschine, bei der das Wasser ebenfalls elektrisch erhitzt wird.

Gerade bei diesen Geräten zeigt sich zudem, dass neuere Modelle häufig deutlich energieeffizienter arbeiten als ältere Varianten.

Darauf solltest du achten:

  1. Räume deinen Kühlschrank sinnvoll ein – so kann die Luft besser zirkulieren und das Gerät arbeitet effizienter.
  2. Nutze die Spülmaschine nur voll beladen und im Eco-Modus, um Energie zu sparen.

Beleuchtung & Standby: Ein Flackern im Hintergrund

Gerade in den dunkleren Monaten steigt der Einsatz von Beleuchtung deutlich an, was sich unmittelbar auf den Stromverbrauch auswirkt. Gleichzeitig verursachen viele Geräte auch im Standby-Betrieb weiterhin einen kontinuierlichen Energieverbrauch, der im Alltag häufig unterschätzt wird. Insbesondere ältere Glühbirnen oder Halogenlampen sowie Geräte wie Fernseher, Kaffeemaschinen oder Mikrowellen mit Display bleiben oft dauerhaft in Betrieb und tragen so zu einem stetigen, über den Tag hinweg kumulierenden Stromverbrauch bei.

So sparst du:

  1. Setze auf LED statt alter Glühbirnen, da diese deutlich effizienter sind.
  2. Schalte Geräte komplett aus, wenn du sie nicht brauchst – oder nutze Steckdosenleisten mit Schalter.
  3. Achte bewusst auf dein Lichtverhalten – Licht nur dort einschalten, wo es wirklich nötig ist.

Wo wirklich Einsparpotenzial steckt

Am Ende sind es nicht nur einzelne Geräte, die deinen Stromverbrauch in die Höhe treiben. Häufig entsteht der höhere Verbrauch vielmehr durch alltägliche Gewohnheiten und viele kleinere Verbraucher, die sich im Laufe des Tages addieren und gemeinsam ins Gewicht fallen.
Wer hier bewusster mit Energie umgeht, kann bereits mit einfachen Maßnahmen den Stromverbrauch spürbar senken.

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