Kurz zusammengefasst
- Der Stromverbrauch ist von Haushalt zu Haushalt unterschiedlich.
- Elektrische Warmwasserbereitung erhöht den Verbrauch deutlich.
- Durchlauferhitzer gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt.
- Kurzes Duschen spart spürbar Strom und Wasser.
- Alte Kühlgeräte verbrauchen oft unnötig viel Energie.
- LEDs senken den Stromverbrauch für Beleuchtung deutlich.
- Unterhaltungselektronik benötigt mehr Strom als viele vermuten.
- Wer seinen Verbrauch regelmäßig kontrolliert, erkennt Sparpotenziale schneller.
Wie hoch ist ein normaler Stromverbrauch?
Viele Menschen fragen sich: „Ist mein Stromverbrauch eigentlich normal?“ Die Antwort hängt von mehreren Faktoren ab:
- Anzahl der Personen im Haushalt
- Größe der Wohnfläche
- Nutzung elektrischer Geräte
- Art der Warmwasserbereitung
- Individuelle Gewohnheiten
Besonders stark wirkt sich die Warmwasserbereitung auf den Gesamtverbrauch aus. Wird Warmwasser elektrisch erzeugt, steigt der Strombedarf deutlich an.
Deshalb lohnt es sich, den eigenen Verbrauch regelmäßig zu überprüfen und mit Durchschnittswerten zu vergleichen.

Fragst du dich jetzt: „Wie hoch ist mein Stromverbrauch?“

Dann haben wir einen Tipp für dich: Denn das kannst du ganz einfach im evm-Kundenportal einsehen. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie viel Strom du vielleicht noch sparen kannst. Zum Kundenportal geht es hier entlang:
Warum die Warmwasserbereitung so wichtig ist
Warmwasser gehört zu den größten Energieverbrauchern im Haushalt. Wer einen Durchlauferhitzer oder einen elektrischen Boiler nutzt, verbraucht dafür zusätzliche Kilowattstunden.
Zur Orientierung:
Händewaschen
Für 20 bis 30 Sekunden Händewaschen mit warmem Wasser werden ungefähr 0,12 bis 0,18 kWh benötigt.
Lange Dusche
Bei einer Duschdauer von etwa zehn Minuten und voll aufgedrehtem Wasser können rund 3,5 kWh Strom anfallen.
Kurze Dusche
Wer innerhalb von vier Minuten duscht und das Wasser beim Einseifen abstellt, benötigt lediglich etwa 1,4 kWh.
Über ein Jahr betrachtet ergibt sich dadurch ein erhebliches Einsparpotenzial.
Baden
Für eine Badewanne mit rund 160 Litern Wasser werden etwa 5,5 kWh benötigt, wenn das Wasser von etwa 10 auf knapp 40 Grad Celsius erwärmt wird.
Strom sparen beim Warmwasser
Bereits kleine Veränderungen können den Stromverbrauch senken:
Warmwassertemperatur reduzieren
Eine Einstellung von etwa 39 Grad Celsius reicht für viele Anwendungen vollkommen aus. Jede unnötig hohe Temperatur erhöht den Energieverbrauch.
Spar-Duschkopf nutzen
Ein Spar-Duschkopf reduziert den Wasserverbrauch und senkt gleichzeitig den Energiebedarf für die Warmwasserbereitung.
Alte Geräte austauschen
Moderne Durchlauferhitzer arbeiten deutlich effizienter als ältere Modelle. Ein Austausch kann den Stromverbrauch spürbar reduzieren.
Unser Spartipp bei Strom: Senke die Warmwassertemperatur deines Durchlauferhitzers im Bad auf 39 Grad. Das reicht meist vollkommen und es spart dir richtig Energie. Genau das Gleiche gilt für Spar-Duschköpfe. Auch interessant: Moderne Durchlauferhitzer können bis zu 30 % weniger Strom verbrauchen als alte Geräte. Ein Austausch kann sich also schnell lohnen!
Welche Geräte sind echte Stromfresser?
Viele Stromkosten entstehen nicht durch einzelne Geräte, sondern durch deren tägliche Nutzung.
Kochen, Waschen, Trocknen und Bügeln
Diese Anwendungen verursachen einen großen Anteil des Stromverbrauchs. Besonders viel Einsparpotenzial besteht durch:
- Sparprogramme der Waschmaschine
- niedrigere Waschtemperaturen
- Verzicht auf den Wäschetrockner
Kühl- und Gefriergeräte
Kühl- und Gefrierschränke laufen rund um die Uhr. Alte Geräte verbrauchen häufig deutlich mehr Strom als moderne Modelle.
Zusätzliche Spartipps:
- Gefrierfach regelmäßig abtauen
- Türdichtungen kontrollieren
- Geräte nicht neben Wärmequellen aufstellen
Fernseher, Router, Notebook und Smartphone
Unterhaltungselektronik und Kommunikationstechnik machen einen überraschend großen Anteil am Stromverbrauch aus.
Hilfreich sind:
- Stand-by vermeiden
- Geräte vollständig ausschalten
- Energiesparfunktionen aktivieren
Beleuchtung
LED-Lampen benötigen deutlich weniger Strom als ältere Glüh- oder Halogenlampen. Ein Umstieg lohnt sich fast immer.
Wie viel Strom verbraucht ein E-Bike?
Viele Menschen überschätzen den Strombedarf ihres E-Bikes.
Ein Akku mit 500 Wattstunden benötigt für eine vollständige Ladung rund 0,5 kWh Strom. Damit gehört das E-Bike zu den vergleichsweise sparsamen elektrischen Geräten im Haushalt.
So findest Du heraus, wie hoch Dein Stromverbrauch wirklich ist
Nur wer seinen aktuellen Verbrauch kennt, kann gezielt sparen.
Ein Blick auf den Stromzähler liefert die Grundlage. Noch einfacher ist die regelmäßige Kontrolle der Verbrauchsdaten im Kundenportal. Dort lassen sich Verbrauchswerte bequem nachvollziehen und Entwicklungen erkennen.
Dadurch wird sichtbar:
- ob der Verbrauch steigt oder sinkt
- welche Sparmaßnahmen wirken
- welche Einsparpotenziale noch bestehen
Der Stromverbrauch pro Kopf in Deutschland
Der Stromverbrauch eines Haushalts bildet nur einen Teil des gesamten Energiebedarfs ab.
Nach Angaben von Statista lag der gesamte Pro-Kopf-Stromverbrauch in Deutschland im Jahr 2021 bei rund 6.787 kWh. Darin enthalten sind nicht nur Haushaltsanwendungen, sondern auch Stromverbräuche aus Wirtschaft, Infrastruktur und öffentlichen Einrichtungen.
Daher ist dieser Wert nicht direkt mit dem Stromverbrauch im eigenen Zuhause vergleichbar.
Quelle: Pro-Kopf-Stromverbrauch in Deutschland bis 2021 | Statista
Fazit
Ein normaler Stromverbrauch lässt sich nicht pauschal festlegen. Entscheidend sind die Haushaltsgröße, die Nutzung elektrischer Geräte und insbesondere die Art der Warmwasserbereitung.
Das größte Einsparpotenzial liegt häufig bei Warmwasser, Kühlgeräten, Wäschetrocknern und Unterhaltungselektronik. Wer seinen Verbrauch regelmäßig kontrolliert und einige einfache Maßnahmen umsetzt, kann dauerhaft Strom und Kosten sparen.
Der wichtigste Schritt ist dabei, den eigenen Verbrauch überhaupt zu kennen. Erst dann lässt sich einschätzen, wo sich Veränderungen wirklich lohnen.
Weitere Energiespartipps erhältst du auf unserer Seite evm.de/energiesparen
