Wasserkraft: So funktioniert die Energie aus Wasser

Was ist Wasserkraft überhaupt?

Wasserkraft nutzt die Energie von fließendem oder fallendem Wasser, um daraus Strom zu erzeugen. Dabei wird entweder die Bewegungsenergie eines Flusses oder die gespeicherte Energie von Wasser in einem Stausee genutzt.

Dieses Prinzip ist keineswegs neu: Schon vor Jahrhunderten wurden Wasserräder eingesetzt, um Maschinen anzutreiben. Heute dient Wasserkraft vor allem der Stromerzeugung und ist ein wichtiger Bestandteil moderner Energiesysteme.

 

Wie funktioniert ein Wasserkraftwerk?

Das Grundprinzip ist einfach: Wasser bewegt eine Turbine – und daraus entsteht Strom.

Ein typisches Wasserkraftwerk funktioniert so:

  1. Wasser wird gesammelt oder fließt durch eine Anlage.
  2. Es strömt durch eine Turbine und bringt diese in Bewegung.
  3. Die Turbine treibt einen Generator an.
  4. Der Generator erzeugt elektrische Energie, die ins Stromnetz eingespeist wird.

Entscheidend ist dabei der sogenannte Höhenunterschied (Gefälle): Je größer dieser ist, desto mehr Energie lässt sich gewinnen.

Die Turbinen des Wasserwerks

 

Welche Arten von Wasserkraftwerken gibt es?

Nicht jede Wasserkraftanlage funktioniert gleich. Es gibt verschiedene Typen, die je nach Standort eingesetzt werden:

  • Laufwasserkraftwerke: Nutzen die natürliche Strömung von Flüssen und liefern konstant Strom.
  • Speicherkraftwerke: Speichern Wasser in Stauseen und erzeugen bei Bedarf Energie.
  • Pumpspeicherkraftwerke: Funktionieren wie große Energiespeicher und helfen, Stromschwankungen auszugleichen.

Gemeinsam haben sie alle: Sie wandeln die Energie des Wassers zuverlässig in Strom um.

Welche Vorteile bietet Wasserkraft?

Wasserkraft bringt viele Vorteile mit sich - sowohl für dich als Verbraucherin oder Verbraucher als auch für die Energieversorgung insgesamt:

1. Erneuerbar und klimafreundlich

Wasserkraft gehört zu den erneuerbaren Energien und verursacht bei der Stromerzeugung keine direkten CO₂-Emissionen.

2. Hoher Wirkungsgrad

Wasserkraftwerke arbeiten besonders effizient: Sie können einen sehr hohen Anteil der eingesetzten Energie in Strom umwandeln.

3. Zuverlässige Energiequelle

Wasserkraft trägt durch ihre vergleichsweise hohe Verfügbarkeit zur stabilen Stromversorgung bei und kann je nach Anlagentyp kontinuierlich Energie liefern, wobei die Stromproduktion von den Niederschlagsmengen abhängt.

Wasserkraft bei der evm: Unser Wasserkraftwerk in Nauroth

Auch wir betreiben seit über 100 Jahren ein eigenes Wasserkraftwerk. In Nauroth versorgt das Wasser der Kleinen Nister rund 250 Haushalte mit Strom. Mit einem Höhenunterschied von 43 Metern sorgen zwei Turbinen jeden Tag dafür, dass hier bis pro Jahr bis zu 900.000 kWh Strom erzeugt werden. Bis zu 950 Liter pro Sekunde werden durch die Turbine dabei verarbeitet.

Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Tradition und moderne Technik gemeinsam die Grundlage für eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieversorgung schaffen.

 

Fazit: Wasserkraft – bewährt, effizient und unverzichtbar

Wasserkraft ist eine der ältesten Formen der Energiegewinnung – und gleichzeitig ein wichtiger Baustein für die Zukunft. Sie liefert zuverlässig Strom, ist klimafreundlich und unterstützt die Stabilität unseres Energiesystems.

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