Westerwald-Manrother-See

Die Einführung intelligenter Messsysteme

Das Stromnetz der Zukunft_Smart Grid

Digitalisierung der Energiewende


Intelligente Messsysteme (Smart Meter) und moderne Messeinrichtungen sorgen für Effizienz und Sicherheit im Stromnetz der Zukunft.

Als Partner der regionalen Energiewende legt die evm-Gruppe mit ihrer aktiven Beteiligung einen Grundstein für die in Zukunft benötigte Infrastruktur zur Versorgungssicherheit.

Die evm-Gruppe steht Ihnen bei diesem Thema mit Rat und Tat zur Seite. Richten Sie Fragen direkt an Ihren persönlichen Kundenbetreuer unter
0261 402-44449 oder per E-Mail an gewerbe-beratung@evm.de.

Erfahren Sie von der
evm-Gruppe alles zur Einführung

Was sind Smart Meter und
warum werden sie eingeführt?


Intelligente Messsysteme - auch Smart Meter genannt - sind digitale Stromzähler mit einer Kommunikationseinheit (Smart Meter Gateway), die künftig vor allem bei Großverbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden zum Einsatz kommen sollen. Sie helfen dabei, die Kommunikation zwischen Stromerzeuger, Stromverbraucher und Stromnetz zu verbessern, indem sie in regelmäßigen Abständen die Verbrauchswerte ermitteln und den Marktpartnern zur Verfügung stellen. Dieses Kommunikationsnetz stärkt nicht nur die Netzstabilität, sondern ermöglicht den Verbrauchern durch seine Transparenz auch, Stromeinspeisung und -verbrauch aufeinander abzustimmen. Verbrauch und Einspeisung von Strom müssen stets im Gleichgewicht sein, um Spannungsschwankungen oder Ausfälle zu verhindern. Da es bei der Integration von Strom aus erneuerbaren Quellen zu Schwankungen kommt, wird es immer wichtiger, Stromerzeugung und -verbrauch tagesaktuell aufeinander abzustimmen. Daher wurde am 2. September 2016 das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende erlassen. Dieses Gesetz fördert eine digitale Infrastruktur, die mehr als 1,5 Millionen Stromerzeuger und Großverbraucher erfolgreich miteinander verbinden soll.

Die meisten Privathaushalte sind hiervon nicht betroffen, da sie in der Regel einen geringeren Stromverbrauch als 6.000 Kilowattstunden pro Jahr haben. Sie erhalten nach und nach bis 2032 moderne Messeinrichtungen. Dabei handelt es sich ebenfalls um digitale Stromzähler, die aber kein Smart-Meter-Gateway besitzen und daher auch keine Daten senden können. Möchten Privathaushalte trotzdem von den Vorteilen des Smart Meters profitieren, ist ein Einbau auf Wunsch möglich. Sprechen Sie uns dazu gerne an.

Die Digitalisierung ist ein echter Pluspunkt für die effiziente Energieversorgung. Deswegen beteiligt sich die evm-Gruppe aktiv an der Umsetzung und schafft mit der Einführung intelligenter Messsysteme und moderner Messeinrichtungen heute die Infrastruktur für das Energienetz der Zukunft.

Das Vorgehen der evm-Gruppe


Die evm-Gruppe wird im Jahr 2017 damit beginnen, ihre 250.000 Zählpunkte mit intelligenten Messsystemen oder einer modernen Messeinrichtung auszurüsten, und die Umrüstung bis 2032 abschließen.

Bis zum Jahr 2032 werden jeder Haushalt, jedes Gewerbe und jeder Industriekunde in Deutschland mit einem intelligenten Messsystem oder zumindest einer digitalen Messeinrichtung ausgestattet sein. Wer zu welchem Zeitpunkt über ein intelligentes Messsystem verfügen muss, ist im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verankert. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unseren Fragen und Antworten. Dort erfahren Sie auch, wie der Einbau geplant ist und welche Varianten existieren.


Unsere Lösungen für Sie


Die vielfältigen Möglichkeiten der Datenvisualisierung möchte die evm-Gruppe nutzen, um für Sie neue, auf Ihren Verbrauch zugeschnittene Angebote und Serviceleistungen zu entwickeln. Diese werden speziell auf die Nutzung intelligenter Messsysteme angepasst sein. In Kürze erfahren Sie hierzu an dieser Stelle mehr.

Diese Vorteile bringt ein intelligentes Messsystem mit sich:

  • Ihr Verbrauch wird übersichtlich dargestellt.
  • Ihr Zähler muss nicht mehr vor Ort abgelesen werden.
  • Sie können variable Stromtarife nutzen. In Zukunft können Sie mit Ihrem Verbrauchsverhalten aktiv auf die Höhe Ihrer Stromkosten Einfluss nehmen.
  • Ihre Verbrauchsdaten werden sicher übermittelt.
  • Sie helfen dabei, die Energiewende voranzutreiben. Umweltfreundlich erzeugter Strom aus Solar- und Windkraftanlagen kann dank dieser Systeme besser in ein intelligentes Stromnetz eingebunden und gesteuert werden.

FAQs

  • Was ist der Unterschied zwischen einer modernen Messeinrichtung und einem intelligenten Messsystem?

    Als moderne Messeinrichtungen bezeichnet man digitale Stromzähler, die den Stromverbrauch erfassen können. Im Gegensatz zu den heute in der Regel verwendeten analogen Ferraris-Zählern können sie den Verbrauch und die verwendete Leistung in Echtzeit erfassen.
    Wird die moderne Messeinrichtung über eine Schnittstelle (Smart Meter Gateway) in ein Kommunikationsnetz eingebunden, spricht man von einem intelligenten Messsystem (Smart Meter). Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wird die neue Messtechnik zur verpflichtenden Grundausstattung aller Verbraucher. Die Umrüstung muss bis 2032 erfolgt sein.

    a) Moderne Messeinrichtung, die den Verbrauch erfasst, aber nicht übertragen kann. Diese Zähler können kumulierte Verbrauchswerte anzeigen.

    b) Intelligentes Messsystem, das zusätzlich zu der modernen Messeinrichtung über ein Kommunikationsmodul (Smart Meter Gateway) verfügt. Dieses sendet die Messwerte an die jeweiligen Lieferanten und Netzbetreiber. Die Werte werden auf Wunsch auch dem Kunden vom Lieferanten zur Verfügung gestellt.

    Woraus-besteht-ein-intelligentes-Messsystem

  • Wieso wird die Einführung der neuen Messtechnik gesetzlich geregelt?

    Die EU-Kommission hat im Jahr 2009 mit dem „Dritten Binnenmarktpaket“ festgelegt, dass 80 Prozent der Haushalte bis zum Jahr 2020 ein intelligentes Messsystem bekommen sollen. Ziel war es, durch mehr Transparenz und Flexibilität beim Stromverbrauch, Haushalte beim Energiesparen zu unterstützen und die Energiewende voranzutreiben.

    In einigen Mitgliedstaaten, wie Schweden oder Italien, wurden bereits alle Haushalte mit intelligenten Messsystemen ausgestattet.

    In Deutschland läuft der Einbau seit dem 1. Januar 2017.

  • Wer bekommt ein intelligentes Messsystem?

    Das Bundeswirtschaftsministerium plant, dass alle Verbraucher nach und nach neue Zähler bekommen.

    Intelligente Messsysteme erhalten ab 2017:

    • Letztverbraucher mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 kWh
    • Stromerzeuger mit Photovoltaik- oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit einer Leistung von mehr als 7 kW

    Moderne Messeinrichtungen erhalten ab 2017:

    • Letztverbraucher mit Jahresverbrauch bis maximal 6.000 kWh

    Der Wechsel wird, je nach Verbrauchergruppe, in verschiedenen Zeiträumen zwischen 2017 und 2032 durchgeführt. Nicht alle Verbraucher sind also gleichzeitig betroffen. Spätestens drei Monate vor dem Einbau des intelligenten Messsystems oder der modernen Messeinrichtung werden Sie von ihrem Messstellenbetreiber über den Austausch informiert. Natürlich kann Ihnen auf Ihren Wunsch hin ein intelligentes Messsystem anstelle der modernen Messeinrichtung eingebaut werden. Nehmen Sie hierzu einfach Kontakt mit der evm-Gruppe auf. Sie berät Sie dann über alle Vorteile, den Einbau und mögliche Kosten.

  • Welcher Jahresverbrauch ist maßgeblich für die Zuordnung der Einbaugruppe?

    Der durchschnittliche Jahresstromverbrauch der vorangegangenen drei Kalenderjahre am jeweiligen Anschluss.

  • Ist der Einbau von der neuen Messtechnik verpflichtend?

    Wie aktuell bei herkömmlichen Stromzählern sind Kunden dazu verpflichtet, den Einbau intelligenter Messsysteme und moderner Messeinrichtungen zuzulassen.

  • Wo wird die neue Messtechnik eingebaut?

    Der neue Zähler ersetzt den bisherigen Zähler im Zählerschrank.

  • Erfordert der Einbau der neuen Messtechnik größere Anpassungen am Zählerschrank?

    Im Regelfall sind für den Einbau eines neuen Zählers keine baulichen Veränderungen rund um den Zählerschrank notwendig. Beim Einbau eines intelligenten Messsystems wird zusätzlich zu der modernen Messeinrichtung ein Smart-Meter-Gateway montiert.

  • Wie ist es um die Datensicherheit des intelligenten Messsystems bestellt?

    Es werden nur Daten übertragen, die für die Erfüllung der energiewirtschaftlich zwingend notwendigen Anwendungsfälle erforderlich sind. Das Smart-Meter-Gateway überträgt die Daten verschlüsselt, wie im MsBG (Messstellenbetriebsgesetz) vorgeschrieben, an berechtigte Marktteilnehmer wie den Verteilnetzbetreiber oder den Lieferanten.

  • Wie sicher sind die intelligenten Messsysteme?

    Durch ein Schutzprofil des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gilt für intelligente Messsysteme ein höherer Standard als beim Online-Banking. Der Messstellenbetreiber hält die Software stets auf aktuellem Stand, um die Sicherheit aufrechtzuerhalten. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass eine hundertprozentige Sicherheit bei keinem technischen System gegeben ist. Insbesondere dann, wenn Sie Daten auf Ihren Geräten (z. B. Laptop, Smartphone) auswerten, müssen Sie für die entsprechende Sicherheit dieser Geräte sorgen.

    Moderne Messeinrichtungen übermitteln keine Daten nach außen und müssen daher nicht besonders geschützt werden.

  • Können Vermieter/Verwalter den Verbrauch ihrer Mieter kontrollieren?

    Nein. Vermieter und Verwalter sind keine berechtigten Marktteilnehmer und können die Verbrauchsdaten damit auch nicht einsehen.

  • Woher weiß ich, wann ich meine neue Messtechnik erhalte?

    Spätestens drei Monate vor Einbau des intelligenten Messsystems oder der modernen Messeinrichtung werden Sie durch Ihren Messstellenbetreiber über den Austausch informiert.

  • Muss ich als Kunde einen Internetanschluss für die neue Messtechnik bereitstellen?

    Nein, die Bereitstellung eines Internetanschlusses durch den Kunden ist weder für die moderne Messeinrichtung noch das intelligente Messsystem erforderlich.

  • Verbraucht die neue Messtechnik auch Strom und muss ich als Kunde diesen Stromverbrauch bezahlen?

    Ja, auch die neue Messtechnik verbraucht Strom. Wie bisher bei klassischen Zählern auch, müssen Sie den Stromverbrauch allerdings nicht bezahlen.