Warum brauche ich eine Stromtankstelle für zu Hause?

Warum brauche ich eine Wallbox?

Dein Elektroauto lädt über mehrere Stunden mit einer Ladeleistung von 2,3 Kilowatt (kW) und reizt somit die maximale Leistung Deiner Haushaltssteckdose komplett aus. Dafür ist diese aber nicht ausgelegt. Zum Vergleich: Die größten Stromverbraucher im Haushalt sind Gegenstände wie ein Föhn oder ein Staubsauger, da sie ca. 1,5 kW Strom ziehen. Jedoch benutzt Du beide Geräte meist nur einige Minuten, bevor Du sie wieder aussteckst. Ein Elektroauto an der Haushaltssteckdose zieht über mehrere Stunden Strom bei fast doppelter Belastung. Dabei laufen die Leitungen heiß und je länger der Strom fließt, desto höher ist die Gefahr eines Kabelbrands.

 

Eine Wallbox bringt nicht nur mehr Sicherheit mit sich, sondern lädt Dein E-Auto auch viel schneller auf als eine normale Haushaltssteckdose. Während Du mit einer Ladeleistung von 2,5 kW für ein Auto mit 50 Kilowattstunden (kWh) Verbrauch insgesamt 22 Stunden zum Laden brauchst, bist Du mit einer Stromtankstelle schon nach nur 4-6 Stunden voll fahrtüchtig.

 

Eine Wallbox ist also eine sehr leistungsstarke Steckdose für Dein Elektroauto. Sie besitzt keinen direkten Anschluss ans Stromnetz, sondern wird über Anschlussklemmen über einen separaten, für die Ladepunkte reservierten Stromkreislauf mit dem Wohnhaus verbunden.

 

Wie wird der Strom einer Wallbox abgerechnet?

Wallboxen, die im häuslichen Stromkreis hinter dem Haushaltszähler angeschlossen werden, werden über die jährliche Stromabrechnung abgerechnet.

 

Ladestation, welche im öffentlichen Raum und am öffentlichen Stromnetz hängen, verfügen zusätzlich über eine Antenne und ein Modem. Mit Hilfe des Modems kommuniziert die Ladestation mit dem Backend des Stromanbieters. So ist eine exakte Abrechnung des Stroms problemlos möglich.

 

Die Wallbox der evm enthält zusätzlich einen integrierten Stromzähler, der über eine MID-Zertifizierung verfügt. MID steht für Measuring Instruments Directive. Geräte mit einer MID-Zertifizierung dürfen zur Verrechnung der E-Autoladung mit dem Arbeitgeber verwendet werden. Die MID-Wallboxen erfüllen die Richtlinie des Europäischen Parlaments, welche für eine innereuropäische Regulierung sorgt. Außerdem besitzt die Wallbox der evm manipulationssichere Zählerwerte, damit die Abrechnung von Ladevorgängen eines E-Autos kilowattstundengenau erfolgen kann.

 

Welche Wallbox ist die beste?

Die Unterschiede bestehen in der Ladeleistung und dem Bedienkomfort der jeweiligen Wallbox. Je nach Ladestation und Standortvoraussetzung kann die Ladeleistung bei 3,7 bis 22 kW liegen. Wallboxen mit einer Ladeleistung von über 11 kW sind genehmigungspflichtig.

 

Zur Grundausstattung einer E-Ladestation empfiehlt sich ein festangeschlossenes Ladekabel pro Ladepunkt und Schutzgeräte wie ein Fehlerstromschutzschalter und ein Leitungsschutzschalter. Der Leitungsschalter Deiner Wallbox sorgt dafür, dass das Ladekabel vor einer Überlastung geschützt wird. Der Fehlerschutzschalter mit DC-Fehlerschutzerkennung vergleicht den zufließenden und abfließenden Strom zur Wallbox. Solange diese gleich sind, liegt kein Fehlerstrom vor. Wird jedoch eine Diskrepanz entdeckt, löst der Fehlerstromschutzschalter sofort aus und unterbricht dadurch die Stromzufuhr zur E-Ladestation, bevor Personen zu Schaden kommen können. Diese Ausstattungsmerkmale dienen der Sicherheit und sind in den meisten Wallboxen standardmäßig integriert.

 

Damit nicht jeder sein E-Auto an Deiner Stromtankstelle laden kann, gibt es eine Zugangskontrolle über sogenannte RFID-Kartenleser. Dieses Ausstattungsmerkmal ist meist optional, aber in öffentlichen Bereichen wie in einer Gemeinschaftsgarage sehr sinnvoll. Damit wird gewährleistet, dass die E-Ladestationen nur von berechtigten Personen benutzt werden können.

 

Zum weiteren Bedienkomfort einer Stromtankstelle gehören Ausstattungsmerkmale wie eine WLAN-Internetverbindung, Steuerung über eine App-Anbindung, smartes Laden und eine LED-Statusanzeige.

 

Was ist eine intelligente Wallbox?

Während eine ungesteuerte Wallbox einfach und sicher die nötige Ladeleistung für das E-Auto bereitstellt, können intelligente Wallboxen die Ladeleistungen regulieren und effizienter und kostengünstiger laden. Eine smarte Ladestation ist über mobile Daten, LAN oder WLAN mit dem Internet verbunden und kann dadurch mit anderen Systemen kommunizieren, die das Laden zentral verwalten. Die Ladedaten können an eine Handy-App übermittelt werden. So lassen sich die Ladevorgängen steuern und die Ladezeit lässt sich in günstige Tarifzeiten verlegen. In Verbindung mit einem Hausenergiemanagement können intelligente Wallboxen auch den Überschuss einer Photovoltaikanlage ins Fahrzeug laden.

 

Was kann die Wallbox der evm?

Die KEBA Wallbox der evm besitzt alle bereits in dem Artikel erwähnten Leistungen. Sie hat eine konfigurierbare Ladeleistung von bis zu 22 kW. Ein 6 Meter langes Ladekabel mit einem Typ-2-Stecker ist bereits integriert. Die Ladestation hat eine praktische LED-Statusanzeige, welche Dir Deinen Gesamtverbrauch und den Verbrauch Deines letzten Ladevorgangs anzeigt. Durch die LAN beziehungsweise WLAN-Internetanbindung kann die Ladeleistung gesteuert werden.

 

Die Wallbox ist darauf ausgerichtet, dass ohne weitere Aufrüstung weitere Ladestationen angeschlossen werden können und eignet sich sogar als Lastmanagement-Master zur Steuerung von bis zu 15 Ladestationen.

 

Was kostet eine Ladestation für zuhause?

Die Kosten für eine E-Ladestation liegen je nach Bedarf und Variante zwischen 400 und 1.800 Euro. Einfache E-Ladestationen kriegt man meist schon für einen kleinen Preis. Intelligente Ladestationen mit App-Anbindung und Steuerung können dagegen teurer ausfallen.

Die intelligente E-Ladestation der evm bekommst Du bereits ab 499 Euro im Vorteilspaket.

 

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Wie wird eine Wallbox installiert?

Von einer Selbstinstallation einer Stromtankstelle ist in der Regel abzuraten. Nur ein Profi kennt alle Minderungsfaktoren der Ladeleistung und ist dafür geschult, den optimalen Standort für Deine Wallbox zu bestimmen. Nur wenn die Minderungsfaktoren so gering wie möglich gehalten werden, kann die bestmögliche Ladeleistung aus Deiner Stromtankstelle rausgeholt werden.

 

Als Minderungsfaktor bezeichnet man alle Faktoren, die die Ladeleistung der Wallbox negativ beeinflussen. Dazu gehören sowohl die Umgebungstemperatur als auch Leitungslängen und Biegeradien der Kabelleitung. Der optimale Standort Deiner Stromtankstelle ist genau dort, wo alle einzelnen Minderungsfaktoren so gering wie möglich ausfallen.

 

Die Leitung kann den Strom nur innerhalb eines fest definierten Temperaturrahmens bestmöglich leiten. Liegt die Temperatur über oder unterhalb der Optimaltemperatur, kommt es zu Leistungsverlusten. Besonders im Winter kann deswegen eine Wallbox in einer Garage von Nutzen sein und diese Ladeleistungsverluste mindern. Bei der Installation Deiner Stromtankstelle muss dieser Faktor deswegen auf jeden Fall beachtet werden.

 

Auch die Kabellänge ist ausschlaggebend für die Ladeleistung Deiner E-Ladestation. Je länger das Kabel, durch desto mehr Material fließt der Strom und die Verluste sind höher. Deshalb sollten die Kabel so kurz wie möglich gehalten werden. Die Expertinnen für die Installation kennen die Minderungsfaktoren und werden deswegen Deine E-Ladestation genauso installieren, damit eine höchstmögliche Ladeleistung gegeben ist.

 

Worauf Du beim Kauf Deiner E-Auto Ladestation achten solltest

Die Installation sollte unbedingt von Fachpersonal durchgeführt werden, damit die Funktionsfähigkeit der Wallbox so gut wie möglich ausgeschöpft werden kann. Die Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge sind beim Netzbetreiber grundsätzlich anzumelden und bei mehr als 11 kW genehmigungspflichtig. Mache Dir vor dem Kauf klar, auf was Du Acht legst und was die Ladestation alles können sollte. Ganz wichtig: Lasse dich von den Experten beraten. 


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