CO2-Preis und Heizkosten: Das solltest Du wissen

Wie funktioniert der CO₂-Preis?

Der CO2-Preis, umgangssprachlich auch CO2-Steuer genannt, wird auf alle CO2-Emissionen erhoben, die beim Verbrennen fossiler Energieträger wie Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel entstehen. Bezahlt wird er von den Unternehmen, die diese Produkte in Umlauf bringen. Die Unternehmen geben diesen Preis wiederum an ihre Kunden weiter. Mit dem CO2-Preis möchte der Bund Haushalte und Unternehmen dazu motivieren, im Verkehr und beim Heizen auf klimaschonende Energieträger zu setzen. Das soll deutschlandweit den Umstieg auf erneuerbare Energien beschleunigen.

Die Mehrbelastung für Haushalte will die Bundesregierung durch eine erhöhte Pendlerpauschale für Autofahrer und eine Senkung der EEG-Umlage auf den Strompreis teilweise ausgleichen. 


Wie hoch ist der CO2-Preis im Jahr 2022?

Den CO2-Preis gibt es seit 2021. Am 1. Januar 2022 stieg der Preis auf 30 Euro pro ausgestoßene Tonne CO2. Neben den höheren Kosten für Benzin und Diesel trifft der CO2-Preis Endverbraucher vor allem beim Heizen. 74 Prozent aller deutschen Haushalte heizen entweder mit Gas oder Öl. 

Im vergangenen Jahr sind an den Energiemärkten die Preise für Strom und Gas stark gestiegen. Während der CO2-Preis ein weiteres Puzzleteil der Preisentwicklung ist, war seine Auswirkung im Vergleich zur Auswirkung der gestiegenen Nachfrage gering. Dennoch wird der steigende CO2-Preis in den kommenden Jahren einen größeren Teil des Gaspreises ausmachen. Auch Energieversorger, die bei der Stromversorgung auf Gas und Kohle setzen, werden den CO2-Preis an ihre Kunden weitergeben müssen. 

Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) bietet ausschließlich Ökostrom an und konnte aufgrund ihrer langfristigen Besorgungsstrategie ihre Preise für Strom und Gas 2022 jedoch stabil halten.

 

Wird das Heizen durch den CO2-Preis teurer? 

Unabhängig vom Energieträger beträgt die Abgabe pro ausgestoßener Tonne CO2 aktuell 30 Euro und soll bis 2025 sogar auf 55 Euro pro Tonne CO2 ansteigen. Haushalte müssen also mit deutlichen Mehrkosten durch das Heizen mit fossilen Energieträgern rechnen. 

Obwohl der CO2-Preis pro Tonne bei Öl und Gas derselbe ist, ist der Treibhausgas-Ausstoß der beiden Energieträger unterschiedlich. Die CO2-Emissionen von Gas liegen bei 0,22 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde (kWh). Die von Heizöl sind mit 0,28 Kilogramm/kWh deutlich höher. 

Auf den ersten Blick erscheint der Unterschied zwar gering. Hochgerechnet auf ein Jahr kommen auf eine mit Öl heizende Familie mit durchschnittlichem Heizbedarf von 25.000 Kilowattstunden (kWh) durch den CO2-Preis Mehrkosten von 210 Euro zu. Mit einer Gasheizung kommt ein Haushalt mit gleichem Wärmebedarf auf nur 165 Euro Mehrkosten – also gute 21 Prozent weniger. 

Mehrkosten durch den CO2-Preis bei einer Gasheizung:


Jahr

Preis pro Tonne CO2

Zusatzkosten bei 18.000 kWh

(Zweipersonenhaushalt)

Zusatzkosten bei 25.000 kWh

(Vierpersonenhaushalt)

2022

30 Euro

119 Euro

165 Euro

2023

35 Euro

139 Euro

192 Euro

2024

45 Euro

178 Euro

247 Euro

2025

55 Euro

217 Euro

302 Euro

 

Mehrkosten durch den CO2-Preis bei einer Ölheizung:

Jahr

Preis pro Tonne CO2

Zusatzkosten bei 18.000 kWh

(Zweipersonenhaushalt)

Zusatzkosten bei 25.000 kWh

(Vierpersonenhaushalt)

2022

30 Euro

151 Euro

210 Euro

2023

35 Euro

176 Euro

245 Euro

2024

45 Euro

227 Euro

315 Euro

2025

55 Euro

277 Euro

385 Euro

Achtung: Das oben genannte Rechenbeispiel berücksichtigt nur die Mehrkosten des CO2-Preises. Wie sich die Handelspreise für Öl und Gas entwickeln, ist unabhängig vom CO2-Preis und hängt von vielen Faktoren ab.  

Jedoch steht fest, dass trotz der Schwankungen für die Heizöl- und Erdgaspreise, die CO2-Abgabe auf Brennstoffe wie Öl und Gas weiter steigen wird.

 

Wie kann man trotz CO2-Preis beim Heizen sparen?

Da der CO2-Preis bei Heizöl viel stärker ins Gewicht fällt als bei Erdgas, ist eine Investition in eine Ölheizung heute nicht mehr sinnvoll. Für neue Ölheizungen gibt es zudem keine staatlichen Förderungen und ab 2026 sogar ein Einbauverbot.

Viel sparsamer bist Du dagegen mit einer Erdgas-Brennwertheizung unterwegs. Rund drei Viertel der deutschlandweit eingebauten neuen Heizungen sind mit dieser energiesparenden Technik ausgestattet. Erdgas-Brennwertheizungen nutzen die bei der Verbrennung entstehende Abgaswärme und führen sie dem Heizungssystem zu. Hier erfährst Du, warum eine Erdgas-Brennwertheizung so effizient heizt.

Und auch der Wechsel von einer alten Gasheizung auf eine moderne Erdgas-Brennwertheizung lohnt sich. Im Vergleich zu einem 15 bis 20 Jahre alten Standard-Heizkessel kannst Du den Energieverbrauch so um bis zu 30 Prozent verringern.*

Erdgas-Brennwertheizungen sind zudem preiswert in der Anschaffung und kombinierbar mit erneuerbaren Energien wie Solarthermie.

 

Welche Alternativen zur Erdgas-Brennwertheizung gibt es?

Eine Alternative zu Erdgas-Brennwertheizungen sind elektrisch betriebene Wärmepumpen. Sie beziehen rund drei Viertel der benötigten Energie aus der Umwelt, meistens aus der Luft, der Erde oder dem Grundwasser. Um die Umweltwärme nutzbar zu machen, benötigen Wärmepumpen Strom. Wird dafür Ökostrom verwendet, ist der Betrieb der Wärmepumpe komplett emissionsfrei.

Für schlecht isolierte Häuser sind Wärmepumpen hingegen oft nicht die beste Wahl. Da sie Wärme aus der Umwelt nutzen, die gerade im Winter nur begrenzt zur Verfügung steht, können sie die Stromkosten massiv in die Höhe treiben.

Bei einigen Häusern bietet es sich auch an, eine Wärmepumpe mit einer Erdgas-Brennwertheizung zu kombinieren. Man spricht dann von einer Hybridheizung, bei der die Brennwertheizung nur dann einspringt, wenn die Wärmepumpe aufgrund kalter Außentemperaturen nicht mehr effizient arbeitet.

Wer über ein geeignetes Dach verfügt, sollte auch über die Kombinationsmöglichkeit aus Solarthermie und Gas-Brennwerttechnik nachdenken. Die kostenlose Energie der Sonne kann die Heizung emissionsfrei unterstützen.

 

Unser Fazit

Der CO2-Preis sorgt in jedem Fall dafür, dass das Heizen mit Öl und Gas teurer wird. Sparen kannst Du natürlich, indem Du deinen Verbrauch senkst. Neben Deinem eigenen Heizverhalten kannst Du Deinen Heizbedarf verringern, indem Du auf eine moderne Heizungsanlage umsteigst. Besonders effizient heizen Erdgas-Brennwertheizungen. Die evm lässt Dir bei der Modernisierung Deiner Heizung die Wahl zwischen Mieten und Kaufen. Bei beiden Modellen bekommst Du eine neue, effiziente Erdgas-Brennwertheizung und bis zu 400 Euro aus dem evm-Förderprogramm. Unser eigener Heizungsfachbetrieb sorgt dafür, dass Deine Heizungsmodernisierung schnell abgeschlossen ist und Du die ganze Dienstleistung aus einer Hand bekommst.

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*Bei Umstellung von einer Erdgas-Heizwertanlage mit Warmwasserspeicher auf eine Erdgas-Brennwertheizung mit Warmwasserspeicher in einem Einfamilienhaus mit 140 qm Wohnfläche, Baujahr 1994: Heizenergiekosten im Jahr vor Heizungsmodernisierung: 1.400 Euro, im Jahr nach Heizungsmodernisierung 1.000 Euro.