Steigende Energiepreise sind in aller Munde. Jedoch nicht bei der Energieversorgung Mittelrhein (evm). Sie hat sehr gute Nachrichten für ihre treuen Kunden: Ihre Gaspreise bleiben stabil. Das gilt auch für die Stromtarife. Damit schwimmt das regionale Energie- und Dienstleistungsunternehmen gegen den Strom: Während andere Versorger in diesen Tagen teils extreme Preiserhöhungen verkünden, kann die evm die Preise in ihren aktuellen Tarifen außerhalb der Grund- und Ersatzversorgung unverändert lassen. Und das trotz steigendem CO2-Preis, erschwerter Bedingungen bei der Beschaffung und einer weltweiten Hochpreisphase, die aktuell die Schlagzeilen bestimmt.

Der evm gelingt dieser in der Branche ungewöhnliche Effekt zugunsten ihrer Kunden, da sie auf eine hohe Planbarkeit ihrer Beschaffung setzt. „Dank unserer langfristigen Einkaufsstrategie konnten wir am Markt erfolgreich agieren und den derzeitigen hohen Preisen an der Börse entgegenwirken. „Dies ermöglicht es uns jetzt, den treuen Kunden weiterhin stabile Preise für den kommenden Winter zu garantieren. Für Erdgas und Strom“, so evm-Unternehmenssprecher Christian Schröder.

Erdgas-Grundversorgung: Preisanpassung notwendig
Anders sieht es bei der Erdgas-Grundversorgung aus. In diesem Tarif werden unter anderem Kunden versorgt, die durch vermehrte Insolvenzen anderer Anbieter von der evm aufgefangen werden müssen. Der Unternehmenssprecher erklärt: „Die Grundversorgungstarife für Erdgas müssen wir anpassen. Die Anbieter auf dem Markt, die mit Billigtarifen Kunden geworben haben, lassen uns hierzu keine Wahl. Deren Handeln geht vermehrt nicht mehr auf und unsere Anzahl von Kunden in der Grundversorgung steigt. Für diese neuen Kunden müssen wir Gasmengen zu den aktuell höheren Preisen beschaffen.“ Die Preisanpassung wird zum 1. Januar 2022 erfolgen, betroffen sind jedoch nur wenige Prozent der Kunden.

Hintergrund: Staatliche Kostentreiber
Der staatliche Anteil der Kosten für Erdgas und das staatlich regulierte Netzentgelt machen weiterhin rund 60% des Preises aus. Dazu zählt auch der im vergangenen Jahr vom Bund eingeführte CO2-Preis, der unter anderem auf Erdöl, Benzin und Erdgas erhoben wird. Dieser erhöht sich 2022 bundesweit um 20 Prozent. Eine Tonne CO2 kostet dann 30 Euro. Wer zum Beispiel 100 Quadratmeter bewohnt und einen Jahresverbrauch von 16.000 kWh hat, würde dadurch rund 17 Euro pro Jahr mehr zahlen; bereits für 2021 hatten sich dadurch Mehrkosten von rund 88 Euro pro Jahr ergeben. Die CO2-Preiserhöhung ist Teil des Klimaschutzpakets, das der Bundestag verabschiedet hat, um die Energie- und Klimawende weiter voranzutreiben. Im Rahmen dieses Pakets wurde das Brennstoffemissionshandelsgesetz verabschiedet. Über die Einführung von Zertifikaten wird der CO2-Ausstoß von Kraft- und Brennstoffen mit einem Preis belegt. Dieser soll dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Im Strombereich liegt der Anteil der durch den Staat festgelegten, bzw. regulierten Kosten sogar bei über 75%.

Erdgas weiterhin beliebt
Die Nachfrage an Erdgas ist steigend und dank des CO2-armen Ausstoßes sehr beliebt. In Verbindung mit moderner und effizienter Technik, besteht die Möglichkeit, Erdgas bei klimaschonenden Heiz- und Wärmekonzepten zu integrieren. Christian Schröder dazu abschließend: „Erdgas gibt es genug. Die Vorräte weltweit sind riesig. Und auch das Gasnetz an sich bietet – gut und flächendeckend ausgebaut – perspektivisch Möglichkeiten, Teil einer klimaneutralen Energieversorgung zu sein. Zum Beispiel als Transportnetz und Lager von Wasserstoff-Lösungen.“