Ein Techniker überprüft eine große Wärmepumpe im Freien. Links im Bild stehen Pflanzen.
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Heizungen und Wärmepumpen

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Kurz zusammengefasst

  • Eine Wärmepumpe kann auch in energetisch sanierten Bestandsgebäuden sinnvoll sein.
  • Gute Dämmung verbessert die Effizienz der Anlage.
  • Eine Fußbodenheizung ist nicht zwingend erforderlich.
  • Oft reicht der Austausch einzelner Heizkörper aus.
  • Eine Photovoltaikanlage kann einen Teil des benötigten Stroms liefern.
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen einen Großteil ihrer Energie aus der Umgebungsluft.
  • Moderne Wärmepumpen arbeiten deutlich leiser als häufig angenommen.
  • Eine fachkundige Beratung hilft bei der Bewertung der Gebäudesituation.

Warum sich eine Wärmepumpe auch im Bestand lohnen kann

Viele Hauseigentümer gehen davon aus, dass Wärmepumpen nur für Neubauten geeignet sind. Das Praxisbeispiel der Familie Endlein zeigt jedoch, dass die Technologie auch in einem älteren Einfamilienhaus erfolgreich eingesetzt werden kann.

Das Haus aus den 1950er Jahren wurde Schritt für Schritt energetisch modernisiert. Dazu gehörten die Dämmung von Dach und Fassade, neue Fenster, eine neue Dacheindeckung sowie die Installation einer Photovoltaikanlage. Erst anschließend folgte der Austausch der alten Ölheizung.

Energetische Sanierung als wichtiger Baustein

Eine Wärmepumpe arbeitet besonders effizient, wenn das Gebäude möglichst wenig Wärme verliert.

Durch die energetische Sanierung wurde der Wärmebedarf des Hauses deutlich reduziert. Dadurch kann die Heizungsanlage mit geringeren Vorlauftemperaturen arbeiten, was die Effizienz der Wärmepumpe verbessert.

Je weniger Heizenergie ein Gebäude benötigt, desto wirtschaftlicher kann eine Wärmepumpe betrieben werden.

Warum sich die Familie für eine Wärmepumpe entschieden hat

Vor der Modernisierung prüfte die Familie verschiedene Heizsysteme.

Eine Hybridlösung hätte zunächst einen Gasanschluss erfordert. Ein Pellet-Heizkessel wurde ebenfalls betrachtet. Letztlich fiel die Entscheidung auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Ausschlaggebend waren unter anderem:

  • die bereits erfolgte energetische Sanierung
  • der Wunsch nach einer klimafreundlichen Lösung
  • die Nutzung von Umweltenergie aus der Luft
  • die Möglichkeit, selbst erzeugten Solarstrom einzubinden

Wie funktioniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Umgebungsluft Wärmeenergie und nutzt diese zur Beheizung des Gebäudes sowie zur Warmwasserbereitung.

Für den Betrieb werden elektrische Komponenten wie Kompressor und Ventilator benötigt. Ein Teil des benötigten Stroms kann durch eine Photovoltaikanlage bereitgestellt werden.

Dadurch lassen sich Gebäudeheizung und erneuerbare Stromerzeugung sinnvoll miteinander kombinieren.

Ablauf der Heizungsmodernisierung

Die bestehende Ölheizung wurde vollständig ersetzt.

Die Arbeiten umfassten:

  1. Demontage der alten Heizungsanlage
  2. Installation des Brauchwasserspeichers
  3. Montage der Außeneinheit
  4. Anschluss der Elektroinstallation
  5. Montage neuer Heizkörper
  6. Befüllung der Anlage mit Wasser
  7. Durchführung eines hydraulischen Abgleichs
  8. Inbetriebnahme der Wärmepumpe

Nach vier Arbeitstagen konnte die neue Heizungsanlage in Betrieb genommen werden.

Funktioniert eine Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung?

Ja, eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung

Eine häufige Sorge vieler Eigentümer betrifft das bestehende Heizsystem.

Im Praxisbeispiel wurde keine Fußbodenheizung genutzt. Stattdessen tauschten die Monteure zwei ältere Heizkörper gegen Niedertemperaturheizkörper aus und ergänzten weitere Heizflächen.

Dadurch konnte das notwendige Temperaturniveau gesenkt werden, ohne das gesamte Heizsystem neu aufzubauen.

Bestehende Heizkörper prüfen

Ob vorhandene Heizkörper weiter genutzt werden können, hängt von der jeweiligen Gebäudesituation ab. Eine individuelle Planung und Auslegung der Anlage ist daher besonders wichtig.

Wie laut ist eine moderne Wärmepumpe?

Viele Hausbesitzer sorgen sich um mögliche Geräusche.

Die Erfahrungen der Familie zeigen, dass moderne Wärmepumpen sehr leise arbeiten können. Selbst bei geöffnetem Fenster wird die Anlage laut Aussage der Bewohner lediglich als leises Brummen wahrgenommen.

Zudem haben Hersteller die Geräuschentwicklung ihrer Geräte in den vergangenen Jahren kontinuierlich reduziert.

Warum eine fachkundige Beratung wichtig ist

Jedes Gebäude stellt andere Anforderungen an die Heiztechnik.

Deshalb sollte vor der Entscheidung geprüft werden,

  • wie hoch der Wärmebedarf ist,
  • welche Heizkörper vorhanden sind,
  • welche Vorlauftemperaturen benötigt werden,
  • ob energetische Verbesserungen sinnvoll sind,
  • und welche Heizlösung am besten zu den individuellen Anforderungen passt.

Eine qualifizierte Beratung schafft hier die notwendige Entscheidungsgrundlage.

Fazit

Das Praxisbeispiel der Familie Endlein zeigt, dass eine Wärmepumpe auch in einem älteren Bestandsgebäude effizient betrieben werden kann. Entscheidend sind die individuellen Voraussetzungen des Hauses und eine sorgfältige Planung. Eine gute Dämmung, angepasste Heizkörper und die Kombination mit Photovoltaik können die Effizienz zusätzlich steigern. Zudem macht das Beispiel deutlich, dass eine Fußbodenheizung keine zwingende Voraussetzung für den Einsatz einer Wärmepumpe ist.

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