Kurz zusammengefasst

  • Photovoltaik erzeugt Strom aus Sonnenlicht direkt am eigenen Haus.
  • Dadurch sinkt die Menge an Strom, die du aus dem Netz beziehen musst.
  • Das reduziert deine Abhängigkeit von schwankenden Strompreisen.
  • Ein Batteriespeicher macht selbst erzeugten Solarstrom auch später am Tag nutzbar.
  • Mit Solaranlage und Speicher sind laut evm je nach Voraussetzungen 70 bis 90 Prozent Autarkiegrad möglich.
  • Eine normale netzgekoppelte PV-Anlage garantiert bei einem Stromausfall nicht automatisch die Versorgung des Hauses.
  • Die evm begleitet Kundinnen und Kunden von Beratung und Planung über die Montage bis zur Wartung mit ihrem eigenen Handwerksbetrieb.

Energiekrisen verändern den Blick auf die eigene Energieversorgung

Internationale Konflikte und Veränderungen an den Energiemärkten haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie stark Energieversorgung und Energiepreise von überregionalen Entwicklungen beeinflusst werden können. Die Energiekrise infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine führte beispielsweise zu erheblichen Preisveränderungen an den Gas- und Strommärkten.

Für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer stellt sich deshalb zunehmend eine praktische Frage: Wie viel meiner Energie kann ich selbst erzeugen?

Genau hier setzt Photovoltaik an. Eine PV-Anlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Ein Wechselrichter macht daraus den Strom, den du im Haushalt nutzen kannst. Überschüssige Energie lässt sich ins öffentliche Netz einspeisen oder in einem Batteriespeicher für später speichern.

Das bedeutet nicht vollständige Energieunabhängigkeit. Aber jeder selbst genutzte Anteil reduziert grundsätzlich die Menge an Strom, die du aus dem öffentlichen Netz beziehen musst.


Warum eine Solaranlage unabhängiger von Energiepreisen macht

Der wesentliche Vorteil einer eigenen Solaranlage liegt darin, dass ein Teil deines Strombedarfs durch die eigene Erzeugung gedeckt wird.

Damit bist du für diesen Stromanteil weniger davon abhängig, zu welchem Preis du Strom aus dem Netz beziehen kannst. Wie groß dieser Effekt ausfällt, hängt unter anderem von der Größe und Ausrichtung der Anlage sowie deinem persönlichen Verbrauchsprofil ab.

Besonders wichtig ist deshalb nicht nur, wie viel Solarstrom deine Anlage erzeugt, sondern wie viel davon du selbst nutzen kannst.

Die Verbraucherzentrale bewertet Photovoltaikanlagen insbesondere dann als interessante Investition, wenn möglichst viel des erzeugten Stroms selbst verbraucht wird.

Batteriespeicher: Solarstrom dann nutzen, wenn du ihn brauchst

Eine Solaranlage produziert ihren Strom vor allem tagsüber. In vielen Haushalten steigt der Verbrauch dagegen morgens und abends. Genau hier kommt ein Batteriespeicher ins Spiel.

Er speichert überschüssigen Solarstrom und stellt ihn zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung. So kannst du beispielsweise abends noch Strom vom eigenen Dach nutzen, obwohl die Sonne bereits untergegangen ist.

Wie unabhängig macht ein Batteriespeicher?

Die evm gibt für die Kombination aus Solaranlage und Speicher unter geeigneten Voraussetzungen einen möglichen Autarkiegrad von 70 bis 90 Prozent an.

Autarkiegrad bedeutet dabei: Wie viel Prozent deines Strombedarfs kannst du mit deiner Solaranlage und deinem Speicher selbst decken?

100 Prozent Autarkie sind deshalb nicht das normale Ziel. An dunklen Wintertagen oder bei ungewöhnlich hohem Verbrauch bleibt der Netzanschluss weiterhin wichtig.

Auch die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass ein Batteriespeicher Eigenverbrauch und Autarkie erhöhen kann, zugleich aber passend dimensioniert werden sollte. 

Versorgungssicherheit ist mehr als die eigene Solaranlage

Beim Begriff „Sicherheit“ ist eine Unterscheidung wichtig.

Für die öffentliche Versorgungssicherheit reicht eine einzelne Solaranlage selbstverständlich nicht aus. Sichere Stromversorgung entsteht durch das Zusammenspiel von ausreichend Erzeugungskapazitäten, Stromnetzen, Speichern, Flexibilität und weiteren Systemmaßnahmen.

Die Bundesnetzagentur nennt dabei unter anderem leistungsfähige Netze, ausreichende Erzeugungskapazitäten und stabile Regelungsmechanismen als zentrale Voraussetzungen.

Für deinen Haushalt kann Photovoltaik dennoch einen Beitrag zu deiner individuellen Unabhängigkeit leisten: Du produzierst Energie dezentral vor Ort und reduzierst deinen Netzbezug.

Der aktuelle Versorgungssicherheitsbericht zeigt zugleich, dass für die Versorgung Deutschlands auch künftig der Ausbau erneuerbarer Energien und der Netze, zusätzliche steuerbare Kapazitäten sowie ein flexiblerer Stromverbrauch zusammenspielen müssen.

Wichtig: Eine Solaranlage ist nicht automatisch eine Notstromversorgung

Eine häufige Annahme lautet: Wenn die Sonne scheint, liefert die Solaranlage auch bei einem Stromausfall weiter Energie.

Darauf solltest du dich nicht automatisch verlassen.

Eine übliche netzgekoppelte PV-Anlage ist nicht gleichbedeutend mit einer Notstromversorgung. Wenn dir die Versorgung ausgewählter Verbraucher bei einem Netzausfall wichtig ist, muss bereits bei der Planung geklärt werden, welche technischen Funktionen und Komponenten dafür notwendig sind.

„Mehr Unabhängigkeit“ durch Photovoltaik bedeutet deshalb in erster Linie weniger Netzbezug und geringere Abhängigkeit von Strompreisen, nicht automatisch eine autarke Stromversorgung bei einem Blackout.

Intelligentes Energiemanagement: Strom gezielter nutzen

Noch interessanter wird die eigene Stromerzeugung, wenn Erzeugung, Speicherung und Verbrauch miteinander abgestimmt werden.

Der evm+ Energiepilot ist das Home Energy Management System (HEMS) der evm. Ein HEMS vernetzt Komponenten wie Solaranlage, Batteriespeicher oder Wärmepumpe und steuert Energieflüsse im Haushalt. Über die evm+ App lassen sich unter anderem Solarerzeugung, Verbrauch und Ladezustände nachvollziehen.

Damit geht es bei einer modernen Solaranlage nicht mehr ausschließlich darum, möglichst viel Strom zu erzeugen. Entscheidend ist auch, den erzeugten Strom zum passenden Zeitpunkt sinnvoll einzusetzen.

Die evm begleitet dich von der Planung bis zum Betrieb

Eine Solaranlage sollte zum Haus und zum tatsächlichen Energieverbrauch passen. Pauschale Lösungen helfen deshalb nur begrenzt.

Die evm bietet Solaranlagen als Komplettlösung mit Beratung, Planung, Montage und Wartung an. Die Installation übernimmt der eigene regionale Handwerksbetrieb, die evm Service GmbH. Zum Angebot können neben Solarmodulen und Wechselrichter auch Batteriespeicher, Wallbox und intelligentes Energiemanagement gehören.

Für dich bedeutet das: Statt einzelne Komponenten isoliert zu betrachten, kann die Energielösung auf deinen Haushalt und deine zukünftigen Anforderungen abgestimmt werden.

Fazit: Mehr Unabhängigkeit beginnt auf dem eigenen Dach

Eine Solaranlage kann internationale Krisen nicht lösen und macht einen Haushalt auch nicht automatisch unabhängig vom Stromnetz. Sie gibt dir aber die Möglichkeit, einen relevanten Teil deines Stroms selbst zu erzeugen und dadurch deinen Netzbezug zu reduzieren.

Ein passend dimensionierter Batteriespeicher kann den Eigenverbrauch und damit den Autarkiegrad weiter erhöhen. Intelligentes Energiemanagement hilft zusätzlich dabei, Erzeugung, Speicherung und Verbrauch aufeinander abzustimmen.

Gerade in Zeiten schwankender Energiepreise bedeutet das vor allem eines: mehr Einfluss auf die eigene Energieversorgung und bessere Planbarkeit im Alltag.

Die evm begleitet dich dabei von der Planung über die Installation durch den eigenen regionalen Handwerksbetrieb bis zur Betreuung der Anlage.

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