Die Energieversorgung Mittelrhein (evm) passt zum 1. April 2020 ihre Strompreise an. Grund sind gestiegene Kosten, vor allem bedingt durch die Erhöhung der Umlage für Erneuerbare Energien (EEG-Umlage) sowie höhere Einkaufspreise. Auch die gestiegenen Entgelte der überregionalen Netzbetreiber machen sich bemerkbar.

„Die Summe der einzelnen Kostensteigerungen bei den Preisbestandteilen ist leider so hoch, dass wir diese kaum durch interne Optimierungen auffangen können. Daher kommen wir an einer Anpassung unserer Strompreise leider nicht vorbei“, erläutert evm-Unternehmenssprecher Christian Schröder. Gute Nachricht für alle evm-Erdgaskunden: Auch in diesem Jahr bleiben die Erdgaspreise konstant. „Wir sind froh, dass wir diese Preisstabilität bereits seit über 8 Jahren bieten können“, so Christian Schröder.

Konkret wird der Arbeitspreis im Schnitt um 1,45 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Die Höhe des Grundpreises hingegen bleibt unverändert. Die Erhöhungen fallen je nach gewähltem Tarif unterschiedlich aus. Bei einer dreiköpfigen Familie mit einem Stromverbrauch von 3.000 kWh pro Jahr ergeben sich dadurch Mehrkosten von rund 4 Euro im Monat. Je nach Einzelfall kann ein Wechsel in einen anderen Tarif zu Einsparungen führen. Wer sich für eine Energieberatung oder die Tarife der evm interessiert, kann sich in einem der 14 Kundenzentren oder telefonisch unter 0261 402-72424 beraten lassen.

Wie setzt sich der Strompreis zusammen?

Über 50 Prozent des Strompreises, den Haushaltskunden bezahlen, gehen direkt an den Staat; es sind Umlagen und Abgaben zur Finanzierung der Energiewende sowie Steuern. Etwa 20 Prozent werden für Netzentgelte und Entgelte für den Messstellenbetrieb fällig. Das ist das Entgelt, das Energielieferanten an die Betreiber der Stromnetze für Zähler und Netznutzung bezahlen müssen. Lediglich ein Viertel des Strompreises besteht aus den Kosten für Strombeschaffung und Vertrieb und ist daher von Energielieferanten wie der evm beeinflussbar.