Ein neues CO₂-Regime für Europa
Mit dem EU Klimaziel 2040 verschiebt sich der Fokus stärker auf eine langfristige, planbare Klimapolitik. Ein zentrales Element ist die Möglichkeit, bis zu 5 % der Emissionsminderung über internationale CO₂-Zertifikate aus Drittstaaten zu erbringen. Diese Ergänzung soll den Übergang stabilisieren und Preisspitzen verhindern. Gleichzeitig wird eine „Notbremse“ eingeführt: Sollte sich herausstellen, dass natürliche Kohlenstoffsenken – etwa Wälder oder Moore – weniger CO₂ binden als erwartet, kann die EU regulierend eingreifen und Maßnahmen nachjustieren.
Für Energieversorger und Unternehmen bedeutet das: Die Preisentwicklung im Wärmebereich bleibt politisch gesteuert – aber mit neuen Mechanismen, die Stabilität schaffen sollen.
Verbindung zu ETS-2 und den CO₂-Preisen
Das Klimaziel ist eng verbunden mit der bereits beschlossenen Verschiebung des ETS-2 auf 2028. Während diese Verzögerung kurzfristig entlastet, bleibt der strukturelle Druck bestehen: Der Wärmebereich wird langfristig stärker bepreist werden. CO₂-Kosten bleiben ein zentrales Steuerungsinstrument der EU, auch wenn der exakte Preispfad noch nicht vollständig feststeht.
Für die Transformation der Wärmeversorgung bedeutet das zwei Dinge:
- Wärmewende und Modernisierung bleiben alternativlos.
- Investitionen gewinnen durch langfristige Ziele an Planbarkeit.
Was das für 2026 – 2040 bedeutet
Für 2026 und 2027 stehen Energieversorger, Kommunen und Unternehmen vor einer Übergangsphase. Während der nationale Brennstoffemissionshandel (BEHG) weiterläuft, beginnt auf europäischer Ebene die Vorbereitung
für das ETS-2. Mit dem neuen Klimaziel ist klar: Die kommenden Jahre werden von politischen Leitplanken begleitet, die deutlich langfristiger sind als bisherige nationale CO₂-Preisraster.
Für die evm und ihre Mitgliedsbetriebe bedeutet das, strategische Beratung auszubauen. Themen wie Datenqualität, CO₂-Monitoring, Fördermittel und Effizienzmaßnahmen rücken stärker in den Fokus. Die zusätzlichen Steuerungsinstrumente der EU ermöglichen es, Investitionen besser zu timen und die Wärmewende für Betriebe wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.
Ein Ziel, das Orientierung gibt
Das EU Klimaziel 2040 ist nicht nur ein weiterer politischer Beschluss, sondern ein langfristiges Signal für die gesamte Energie- und Wärmewirtschaft. Mit der Festlegung auf eine 90-prozentige Treibhausgasreduktion schafft die EU einen Rahmen, der deutlich über die bisherigen Zwischenziele hinausgeht.
Dieser langfristige Pfad gibt Unternehmen, Energieversorgern und Haushalten eine klare Richtung: Die kommenden Jahre werden geprägt sein von Effizienzsteigerungen, Modernisierung und einem schrittweisen Übergang zu klimafreundlichen Technologien.
Für die evm bedeutet das, ihre Rolle als regionaler Partner weiter zu stärken. Beratungsangebote, transparente Informationen zu CO₂-Kosten und Unterstützung bei Förderprogrammen werden noch wichtiger. Viele Betriebe stehen vor der Frage, welche Investitionen sich langfristig rechnen und wie sie Daten, Monitoring und Energieeffizienz richtig einordnen sollen.
Genau hier kann die evm Orientierung geben und helfen, die Transformation planbar zu gestalten.
Die Zeit der Unsicherheiten wird durch ein klareres Ziel ersetzt – jetzt gilt es, diese Leitplanken aktiv zu nutzen und den Weg in Richtung 2040 gemeinsam zu gestalten.
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