Digitales Wassermanagement: Mit LoRaWAN Wasserstände und Ressourcen besser im Blick

evm baut Infrastruktur für die smarte Region auf

Im Auftrag des Landkreises Mayen-Koblenz arbeitet die evm am Zukunftsprojekt „Smarte Region MYK10“. Dafür sollen im Kreisgebiet rund 40 LoRaWAN-Antennen installiert werden. Die erste Antenne wurde bereits auf dem Dach des CJD Berufsförderungswerks in Vallendar errichtet.

Das entstehende Funknetz bildet die technische Basis für verschiedene Smart-City-Anwendungen. Dazu zählen unter anderem die intelligente Bewässerung von Grünflächen und die automatische Messung von Pegelständen. Auch Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Grundversorger und weitere regionale Akteure sollen die Möglichkeit erhalten, das Netz für eigene Anwendungen zu nutzen.

LoRaWAN steht für „Long Range Wide Area Network“. Die Technologie ist darauf ausgelegt, kleinere Datenmengen energieeffizient über große Entfernungen zu übertragen. Sensoren können dadurch auch an abgelegenen Messstellen eingesetzt werden, an denen keine klassische Internetverbindung vorhanden ist.

So funktioniert digitales Wassermanagement 

Beim digitalen Wassermanagement erfassen Sensoren relevante Werte direkt vor Ort. Je nach Einsatzgebiet können das beispielsweise Grundwasserstände, Gewässerpegel, Bodenfeuchtigkeit, Füllstände, Temperaturen oder bestimmte Parameter der Wasserqualität sein.

Die Messdaten werden über das LoRaWAN-Netz an eine zentrale Plattform übertragen. Dort lassen sich aktuelle Werte, Messorte und zeitliche Entwicklungen übersichtlich darstellen. Werden festgelegte Grenzwerte erreicht, können automatische Warnmeldungen ausgelöst werden.

So entsteht eine kontinuierliche Datengrundlage, die Verantwortliche bei betrieblichen und strategischen Entscheidungen unterstützt. Statt Messstellen regelmäßig auf Verdacht anzufahren, können Kontrollen gezielt dort erfolgen, wo Auffälligkeiten festgestellt werden.

Grünflächen bedarfsgerecht bewässern

Für Kommunen, kommunale Betriebe sowie größere Liegenschaftsbetreiber ist die Bewässerung von Grün- und Außenflächen ein besonders anschauliches Anwendungsbeispiel. Häufig erfolgt sie nach festen Zeitplänen oder auf Grundlage einzelner Sichtkontrollen.

Sensoren zur Messung der Bodenfeuchtigkeit können dagegen anzeigen, wann Pflanzen tatsächlich Wasser benötigen. So lässt sich vermeiden, dass Flächen zu früh, zu spät oder unnötig stark bewässert werden. Das kann den Wasserverbrauch reduzieren und gleichzeitig dazu beitragen, Bäume, Grünanlagen und andere Vegetationsflächen während längerer Trockenperioden besser zu schützen.

Auch Industrie- und Gewerbeunternehmen mit großen Außenflächen, Sportanlagen oder begrünten Betriebsgeländen können von einer bedarfsgerechten Steuerung profitieren.

Pegelstände automatisch überwachen 

Ein weiterer wichtiger Anwendungsfall ist die digitale Überwachung von Gewässern, Rückhaltebecken, Brunnen oder Zisternen. Sensoren messen die jeweiligen Wasserstände fortlaufend und übermitteln die Daten automatisch.

Steigt ein Pegel über einen definierten Wert, kann das System eine Warnmeldung auslösen. Verantwortliche erhalten dadurch schneller einen Hinweis auf mögliche kritische Entwicklungen. Gerade für Kommunen und Betreiber kritischer Infrastruktur kann dieser zeitliche Vorsprung beim Hochwasser- und Starkregenmanagement von großer Bedeutung sein.

Umgekehrt lassen sich auch ungewöhnlich niedrige Wasserstände erkennen. Historische Messreihen helfen dabei, saisonale Schwankungen zu vergleichen, langfristige Veränderungen zu dokumentieren und Maßnahmen vorausschauender zu planen.

Vorteile für Unternehmen und kommunale Betriebe

Digitales Wassermanagement bietet nicht nur mehr Transparenz. Es kann auch betriebliche Abläufe vereinfachen. Weniger manuelle Kontrollfahrten sparen Zeit und reduzieren den Personalaufwand. Gleichzeitig stehen Messwerte nicht nur zu einzelnen Kontrollzeitpunkten, sondern kontinuierlich zur Verfügung.

Davon profitieren unter anderem:

  • Kommunen und kommunale Betriebe,
  • Wohnungsunternehmen und größere Liegenschaftsbetreiber,
  • Industrie- und Gewerbeunternehmen mit Außenflächen,
  • Betreiber kritischer Infrastruktur,
  • landwirtschaftliche und wasserintensive Betriebe.

Je nach Sensorik lässt sich außerdem die Wasserqualität überwachen. Messbar sind beispielsweise Sauerstoffgehalt, Trübung, pH-Wert oder Salzgehalt. Auffällige Veränderungen können so früher erkannt und anschließend fachlich geprüft werden. 

Mit der evm digitale Möglichkeiten in der Region nutzen

Mit dem Aufbau des LoRaWAN-Netzes im Landkreis Mayen-Koblenz schafft die evm eine Infrastruktur, die sich für zahlreiche Anwendungen nutzen lässt. Neben dem Wassermanagement sind beispielsweise auch die Überwachung von Parkflächen, Müllcontainern, Energieverbräuchen oder technischen Anlagen denkbar.

Der Einstieg muss dabei nicht sofort als umfangreiches Digitalprojekt erfolgen. Häufig ist es sinnvoll, zunächst einen klar abgegrenzten Anwendungsfall mit wenigen Sensoren zu erproben. So lässt sich feststellen, welche Daten benötigt werden, welchen Nutzen die digitale Überwachung bietet und wie die Lösung anschließend erweitert werden kann.

Jetzt Einsatzmöglichkeiten prüfen 

Sie möchten Wasserstände, Grünflächen, Behälter oder technische Anlagen digital überwachen? Gemeinsam lässt sich prüfen, welche Anwendungsfälle sich für Ihre Kommune, Ihren Betrieb oder Ihre Liegenschaften eignen und wie die regionale LoRaWAN-Infrastruktur dafür genutzt werden kann.

Sprechen Sie die evm an und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten smarter, datenbasierter Anwendungen:

📞 0261 402-61040
📧 gewerbe-beratung@evm.de


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