Wie wird man Ausbilder und was bringt der Beruf eigentlich mit sich? 

Diesen und weiteren Fragen haben sich vier Ausbilder der evm-Gruppe gestellt. Du möchtest eine technische Ausbildung bei der evm-Gruppe machen? Dann hast du jetzt die Möglichkeit, deine potentiellen Ausbilder Philipp Liesenfeld, Florian Arzbächer und Joachim Mallmann besser kennenzulernen. Als kaufmännischer Azubi ist Ralph Sauer Dein Ausbilder. Wie die vier Herren Ausbilder geworden sind und welche Anforderungen sie an Dich als Azubi haben, liest Du im Interview.


Wie sah Ihr Karriereweg bisher aus? Wo haben Sie Ihre Ausbildung gemacht und was ist dann passiert?

Florian Arzbächer: 1996 absolvierte ich meine Ausbildung bei der KEVAG als Energieelektroniker und danach arbeitete ich als Freileitungsmonteur. Ein Jahr später wurde ich bei der KEVAG Telekom als Servicetechniker für Kabel-TV angestellt und machte währenddessen den Techniker in Abendschule über vier Jahre, der auch die Ausbildereignungsprüfung miteinschließt. Bis 2013 war ich bei der KEVAG Telekom im Bereich Kabel-TV und Internet tätig und wechselte im Anschluss in die Lehrwerkstatt als Ausbilder.

Philipp Liesenfeld: 2006 habe ich bei der KEVAG, die 2014 mit der alten EVM und der Gasversorgung Westerwald (GVW) zur neuen evm-Gruppe zusammengeflossen ist, meine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker begonnen. Nachdem ich diese erfolgreich absolviert hatte, machte ich den KFZ-Meisterbrief drei Jahre lang in der Abendschule und dann noch den Techniker in der Abendschule, der weitere vier Jahre dauerte. 2013 habe ich meine neue Stelle in der Ausbildungswerkstatt als Ausbilder angefangen und bin dort bis heute.

Joachim Mallmann: Am 01.09.1992 begann ich meine Ausbildung zum Energieelektroniker bei der KEVAG und schloss diese erfolgreich im Januar 1996 mit der Facharbeiterprüfung ab. Nach der Ausbildung war ich ein halbes Jahr im Netzschutz tätig. Im Anschluss wechselte ich in die Zählerabteilung und diente danach der Bundeswehr im Rahmen der Wehrpflicht. In der Ausbildungswerkstatt begann ich meine Tätigkeiten als Ausbilder im September 1999 und machte die Meisterprüfung im Elektrotechnikerhandwerk in Abendschule, welche ich 2002 erfolgreich abschloss.

Ralph Sauer: Als erstes habe ich eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann absolviert und anschließend war ich bei der Bundeswehr. Danach holte ich mein Fachabitur nach und wurde bei der KEVAG im Bereich Personal angestellt. Die KEVAG hat sich 2014 aus der Energieversorgung Mittelrhein GmbH (EVM) und der Gasvergorgung Westerwald (GVW) nur neuen Energieversorgung Mittelrhein AG (evm), zusammengeschlossen. Berufsbegleitend habe ich dann noch diverse Weiterbildungsmaßnahmen gemacht, wie bspw. den Betriebswirt VWA und den Personalfachkaufmann. Anschließend absolvierte ich die Ausbildereignungsprüfung und wurde als Personalreferent angestellt. Seitdem bin ich Ausbilder.


Wie sind Sie zur evm-Gruppe gekommen?

Florian Arzbächer: Durch Bekannte bin ich damals auf die KEVAG aufmerksam geworden, schließlich gab es da noch kein Internet und keinen Tag bzw. keine Woche der Ausbildung. Ich habe mich damals klassisch auf die Ausbildungsstelle beworben und am Bewerbungsverfahren teilgenommen.

Philipp Liesenfeld: Damals bin ich auf Empfehlung eines Bekannten zur KEVAG gekommen.

Joachim Mallmann: Zur damaligen KEVAG bin ich gekommen, indem ich mich auf einen freien Ausbildungsplatz beworben habe.

Ralph Sauer: Zur damaligen KEVAG kam ich, indem ich mich auf eine freie Stelle im Bereich Personal beworben habe und angenommen wurde.

Drei der vier Ausbilder im Interview

Philipp Liesenfeld, Florian Arzbächer und Joachim Mallmann sind Deine technischen Ausbilder.

Wie lange sind Sie schon Ausbilder?

Florian Arzbächer: Ausbilder bin ich seit ca. 7 Jahren.

Philipp Liesenfeld: Ausbilder bin ich seit sieben Jahren.

Joachim Mallmann: Ausbilder bin ich seit ca. 20 Jahren.

Ralph Sauer: Ausbilder bin ich schon seit ca. 27 Jahren.


Wieso sind Sie Ausbilder geworden? / Mit welcher Motivation?

Florian Arzbächer: Ich habe Spaß daran mein Wissen an die Azubis weiter zu geben und sie auf ihren weiteren Werdegang im Unternehmen bzw. zukünftigen Job vorzubereiten. Hierbei ist mir wichtig, auch viel aus meinen eigenen gesammelten Erfahrungen im Laufe der Jahre weiter zu geben. Ich wecke gerne das Interesse an Technik und bringe gerne anderen etwas bei.

Philipp Liesenfeld: Ich fand die Tätigkeit sehr interessant, vor allem die Nähe zur Technik und technischen Neuerungen. So ist man immer auf dem neusten Stand und ich mache das, was mich sehr interessiert, tagtäglich. Außerdem arbeite ich gerne mit jungen Leuten zusammen und kann ihnen mein Wissen weitergeben.

Joachim Mallmann: Ausbilder bin ich geworden, weil der Beruf sehr abwechslungsreich ist und ich meine Kenntnisse und Erfahrungen an die Azubis weitergeben kann.

Ralph Sauer: Ich bin Ausbilder geworden, weil ich Spaß am Umgang mit jungen Menschen habe und ein hohes Interesse an Ausbildungsthemen. Zudem wollte ich fördernd und gestalterisch tätig sein.


Was gefällt Ihnen an Ihrem Job am meisten?

Florian Arzbächer: Ich arbeite gerne mit jungen Azubis zusammen und zeige ihnen technische Sachen und wie sie funktionieren. Es ist schön zu sehen, wie sie sich im Laufe der Jahre entwickeln, in dieser Zeit verändern und was aus ihnen wird. Allgemein gefällt mir die Arbeit im Bereich Technik.

Philipp Liesenfeld: Am meisten gefällt es mir die Entwicklung der einzelnen Auszubildenden im Laufe der Jahre zu sehen. Gerade in der Anfangszeit sieht man, wie viele Fortschritte sie machen und sie täglich dazu lernen. Es ist schön, sie auf Ihrem Weg begleiten und unterstützen zu können.

Joachim Mallmann: Am meisten gefällt mir die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen und dass ich ihre Weiterentwicklung von der Einstellung bis zur Abschlussprüfung begleiten kann. Die Thematiken in meinem Beruf sind sehr breit gefächert, so ist der Job äußerst abwechslungsreich.

Ralph Sauer: Am meisten gefällt mir die Azubis auf ihrem Weg begleiten und unterstützen zu können sowie Verantwortung zu übernehmen. Mein Job hat ein umfangreiches und wechselndes Aufgabengebiet mit interessanten und fordernden Arbeitsinhalten. Das ist mir bei einem Job auch sehr wichtig.


Was nervt am Job?

Florian Arzbächer: Im Großen und Ganzen nervt nichts am Job. Oft reicht nur leider die Ausbildungszeit nicht aus, um alles zu zeigen und zu erklären, was man dem Azubi gerne mitgeben möchte. Aber ich denke, das ist in vielen Bereichen so und wenn einen etwas interessiert, kann man nicht genug darüber erfahren und wissen.

Philipp Liesenfeld: Nichts :) 

Joachim Mallmann: Nichts :) 

Ralph Sauer: /


Was ist Ihnen bei einem Azubi wichtig?

Florian Arzbächer: Wichtig ist mir bei einem Azubi, dass er Interesse für die Aufgaben und an Technik mitbringt. Zudem sollte er neugierig sein.

Philipp Liesenfeld: Besonders wichtig ist mir, dass der Azubi Interesse an Technik hat und dort sein Wissen und seine Fertigkeiten erweitern möchte. Er sollte Ehrgeiz und Biss haben, den Beruf zu erlernen und die Hintergründe zu verstehen. 

Joachim Mallmann: Aus meiner Sicht sollte ein Azubi motiviert, neugierig und kreativ sein. Zudem sollte er auch stets freundlich und vor allem ehrlich sein.

Ralph Sauer: Der Azubi sollte Lernbereitschaft und Interesse an seiner Ausbildung zeigen. Er sollte auch offen und fordernd sein, eine eigene Meinung haben und Eigeninitiative sowie Engagement zeigen. Dies ist vor allem wichtig, da bei uns Azubis verschiedene Projekte leiten und begleiten.


Noch ein paar Fragen zu Ihnen als Person: Haben Sie Familie? Falls ja, lässt sich Ihr Familienleben gut mit Ihrem Job vereinbaren?

Florian Arzbächer: Ich bin verheiratet und habe drei kleine Kinder. Durch die flexible Arbeitszeit, die wir bei der evm-Gruppe haben, und die gute Absprache zwischen den Kollegen, lässt sich vieles sehr gut planen. Aus diesem Grund funktioniert es gut, mein Familienleben mit meinem Job zu vereinbaren.

Philipp Liesenfeld: Ich bin seit einem Jahr verheiratet und bekomme Job und Familie ohne Probleme unter einen Hut.

Joachim Mallmann: Ich bin verheiratet und habe zwei Jungs im Alter von neun und zwölf Jahren. Beruf und Familienleben lassen sich ohne Probleme vereinbaren.

Ralph Sauer: Ich habe eine Lebensgefährtin und mit ihr lässt sich Job und Familie sehr gut vereinbaren.


Was sind Ihre Hobbies? Gibt es dort einen Ausgleich zum Beruf oder sind Sie in Ihrer Freizeit vielleicht auch aktiv unter jungen Leuten (z.B. als Trainer o.ä.)?

Florian Arzbächer: Ich habe viele verschiedene Hobbies, die durch meine Kinder etwas in den Hintergrund gerückt sind. Schließlich ist es mir sehr wichtig, für meine Kinder da zu sein und ihre Entwicklung sowie ihr Wachstum zu begleiten.

Philipp Liesenfeld: In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit technischen Tätigkeiten, wie auch in der Ausbildungswerkstatt. Als Vorsitzender unseres Ortvereins bin ich in meinem Heimatort sehr aktiv.

Joachim Mallmann: In meiner Freizeit gehe ich gerne wandern, joggen und lese gerne Krimis. Am liebsten z.B. Allgäu-Krimis und Hunsrück/Eifel-Krimis. Außerdem bin ich im Gemeinderat und als 2. Vorsitzender im Musikverein tätig. Dort spiele ich Flügelhorn und Trompete.

Ralph Sauer: In meiner Freizeit sammle ich gerne Modell-Eisenbahnen und Briefmarken.


Dein Partner für Ausbildung und duales Studium

In Sachen Ausbildung und Studium laufen die Fäden bei Ralph Sauer zusammen. Er ist gerne für Dich da. Bei Fragen erreichst Du ihn telefonisch unter 0261 402-71237, oder per E-Mail an info-karriere@evm.de.

Weitere Infos zur Ausbildung bei der evm-Gruppe findest du unter www.evm-karriere.de